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Linden - Dahlhauser Kanu - Club e.V.

Wir sorgen für Bewegung

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 80 Jahre Vereinsgeschichte 

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80 Jahre Vereinsgeschichte

1927

1928

1929

1930

1931

1932

1933

1934

1935

1936

1937

1938

1939

1940

1941

1942

1943

1944

1945

1946

1947

1948

1949

1950

1951

1952

1953

1954 1955 1956 1957 1958 1959 1960 1961 1962

1963

1964

1965

1966

1967

1968

1969

1970

1971

1972

1973

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1978

1979

1980

1981

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1983

1984

1985

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1987

1988

1989

1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

Textfeld: Josef Albers sen.
1927 - 1929

 

 

 

 

1927  nach oben

Am 16.Mai 1927 gründeten 18 Sportkameraden den Linden-Dahlhauser Kanu-Club. Gründungsmitglieder Josef Albers sen., Josef Albers jun., Hans Bergmann, Ferdinand Herfurt, Heinrich Buschmann sen., Hans Bube, Otto Herfurt, Heinrich Knippschild, Ewald Klein, August Poggenpohl, Ernst Lelles, Heinrich Poggenpohl, Heinrich Goldbeck jun., Karl Stöter, Ernst Sievering, Rudolf Sievering, Wilhelm Sievering, Franz Waldvogel. Der Schreinermeister Josef Albers sen. wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Bau des ersten Bootshauses auf dem damaligen Gelände von Heinrich Buschmann.Im Herbst des gleichen Jahres musste leider das mit viel Fleiß und Mühe erbaute Bootshaus wieder abgerissen werden. Im Stromgebiet der Ruhr stehend, wäre es sonst ein Opfer des Hochwassers geworden. Im Anschluss begann man mit der Planung eines neuen Bootshauses auf dem Baugelände der damaligen Deutschen Reichsbahn.

 

1928  nach oben

Im Frühjahr konnte der Grundstein zum Bau des zweiten Bootshauses gelegt werden.Bei der Suche nach geeignetem Material hatte man Glück. Die Notkirche der katholischen Kirchengemeinde, welche überwiegend aus Holz bestand, stand zum Abbruch. Man kaufte für wenig Geld das Gebäude und zerlegte es in Einzelteile. Mit den verschiedenen Materialien begann man sofort mit dem Neubau des neuen Bootshauses. Der Sportbetrieb ruhte in den Sommermonaten, da alle zur Verfügung stehende Zeit  in den Neubau gesteckt wurde. Im Herbst des Jahres konnte das neue Heim bezogen werden.

Textfeld: Oskar Sievering
1929 - 1938

 

 

 

 

 1929  nach oben                                     

Nach  einem  arbeitsreichen  Jahr  und  einem  neuen  Vorsitzenden  Oskar Sievering konnte nun der Sportbetrieb wieder  aufgenommen werden. Ein erstes Rennboot, ein Zweierfaltboot konnte angeschafft  werden.  Mit  großem Trainingseifer blieben die Erfolge nicht aus. Zahlreiche Siege und  vordere  Plätze waren  der Lohn für Mühe und Ausdauer. Bei  den  Kurzstrecken Gaumeisterschaften, die der LDKC   in Dahlhausen auf der Ruhr ausrichtete, konnten zahlreiche Siege und vordere Plätze errungen werden. Mit den erforderlichen Kenntnissen eines Schreinermeisters begann man mit dem  Eigenbau   von zwei Einerkajaks und einem Zweierkajak. Später kam dann noch  ein Viererkajak hinzu. Auf dieses Bootsmaterial konnte man in der folgenden Saison zurückgreifen.

 

1930  nach oben

Zum ersten Mal starteten die Linden-Dahlhauser Kanuten bei der traditionellen Wuppertaler Stadtregatta, die alljährlich auf dem Beyenburger  Stausee ausgetragen wurde. Von nun an war der LDKC immer bei dieser Regatta vertreten. Gleich beim ersten Start in Wuppertal konnten Rennfahrerinnen und Rennfahrer aus Dahlhausen in verschiedenen Bootsklassen erste und zweite Plätze belegen. Auch auf anderen Regattaplätzen  ging die noch kleine Rennmannschaft des Vereins sehr erfolgreich an den Start.

1931  nach oben

Das Jahr 1931 sollte von der Bedeutung her ein ganz besonderes für die Linden-Dahlhauser werden. Wurde doch in diesem Jahr der Grundstein gelegt, der für den LDKC im weiteren Verlauf seines Vereinsbestehens ganz besonders erfolgreich werden sollte. Nicht nur im Kajak, sondern auch im Canadier, sollten männliche Sportler an den Start gehen. Der damalige Sportwart war zunächst nicht damit einverstanden, ließ sich dann aber doch überzeugen. Diese Entscheidung wurde  in vielen Jahren zum Aushängeschild des Vereins. Bei den Gaumeisterschaften gab es  schon die ersten Siege im Einer- und Zweiercanadier für den LDKC. Von diesem Zeitpunkt an wurden die Canadierfahrer des LDKC für alle in Westdeutschland eine ernsthafte Konkurrenz. Den Damen aber war es vorbehalten, auch weiterhin in den Faltbootrennen zu starten.      

1932 nach oben

Die Hochburg im Canadierennsport innerhalb des Deutschen Reiches war zu diesem Zeitpunkt Hamburg. Von dort stammte auch die Idee, einen Mannschaftscanadier, der mit 10 Fahrern und einem Steuermann besetzt war, zu fahren. Im selben Jahr verfügte der LDKC dann auch schon über ein solches Boot. Der erste Start erfolgte bei den Westdeutschen Meisterschaften und man konnte in dieser Bootsklasse gleich den 2. Platz belegen. Außerdem konnten die älteren Mitglieder in dem so genannten „Zehner“ auch Wanderfahrten unternehmen. In den folgenden Jahren wurde die Bootsbesatzung auf acht Fahrer mit Steuermann reduziert. 

1933  nach oben

Getreu  dem Refrain des Vereinsliedes „LDKC´er fahren in die Welt“ waren die Mitglieder des Vereins schon in den ersten Jahren nach der Vereinsgründung auf fast allen Flüssen im In- und Ausland zu finden. In Deutschland war vor allem die Mosel der bevorzugte Fluss. Der Rennsport entwickelte sich 1933 weiter. Vor allem jüngere Sportler schoben sich mehr in den Vordergrund. Teilnahmen an den Westdeutschen und Deutschen Meisterschaften gehörten zu diesem Zeitpunkt für die Linden-Dahlhauser Sportler bereits zum Standart. Weniger aktiv waren in diesem Jahr die Damen des Vereins. Sie waren nicht gänzlich von der Bildfläche verschwunden, aber ihre Aktivitäten waren um einiges zurückgegangen. 

1934  nach oben

Die Sportler der ersten Stunde verschwanden mehr und mehr aus den Reihen der Rennsportler und hatten sich zur Ruhe gesetzt. Allerdings hatten sie ihre Kenntnisse an jüngere Sportkameraden weitergegeben. Aus den Reihen der Nachwuchsfahrer konnten einige schöne Erfolge verzeichnet  werden. Bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg konnte im Einercanadier der Anfängerklasse der erste Platz errungen werden. Ein großer Erfolg für die Dahlhauser war bei derselben Regatta der dritte Platz im Achtercanadier der Meisterklasse. Damit hatte man die starke Konkurrenz regelrecht überrascht. Auch die Wanderfahrer setzten ihre Fahrten im In- und Ausland fort. Der Vereinswimpel des Linden-Dahlhauser KC war mehr und mehr in Bootshäusern befreundeter Vereine zu finden. 

1935  nach oben

Linden-Dahlhauser Kanuten waren erstmalig auf einer internationalen Veranstaltung dabei. Auf einer Regatta in Zoppot gingen Sportler des LDKC an den Start und konnten im Zweiercanadier einen hervorragenden zweiten Platz belegen. Ihr zweiter Platz wurde mit einem erneuten internationalen Einsatz auf einer Regatta in Lüttich erfolgreich durch einen ersten Platz belohnt.  Nach solchen Erfolgen war die Berufung in die Kernmannschaft zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 1936 in Berlin nur noch eine reine Formsache. Durch diese enormen Leistungen wurden die Sportkameraden im LDKC motiviert und konnten ebenfalls gute Ergebnisse auf verschiedenen Regattaplätzen erzielen. Der Schlüssel zu diesen Erfolgen lag vor allen Dingen bei der Jugend. Schon seit man in Dahlhausen mit dem Rennsport begonnen hatte, galt der Jugend das ganz besondere Augenmerk. Bei Vereinswanderfahrten auf der Ruhr und anderen Flüssen war die Jugend immer dabei. Vor allem konnte man beobachten, wie sich die älteren Mitglieder liebevoll um die Jugend kümmerten bzw. sie betreuten. Dies führte dazu, dass ein familiäres Verhältnis zu Stande kam.  

1936  nach oben

In diesem Jahr fanden die Olympischen Spiele in Berlin statt. Zum erstem mal war auch Kanu-Rennsport im Olympiaprogramm. Durch hervorragende Erfolge auf verschiedenen Regatten standen im Zweiercanadier Linden - Dahlhauser Sportkameraden im Kader des Deutschen Kanu-Verbandes. Erst in einem Ausscheidungsrennen wurden die Dahlhauser Kanuten geschlagen und leider damit Ersatzfahrer. Die Dahlhauser Wanderfahrer dehnten ihre Ferienfahrten in den Osten zu den Masurischen Seen aus. 

1937  nach oben

Die ersten Anzeichen eines nahenden Krieges waren schon 1937 zu erkennen. Viele junge Sportler, auch aus dem LDKC, wurden zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht einberufen. Dadurch wurde die Rennmannschaft stark reduziert. Trotzdem kamen LDKC Boote in neuer Zusammensetzung noch zu tollen Erfolgen bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Maschsee in Hannover.

1938  nach oben

Die Linden DahlhauserRennfahrer wurden immer stärker. Unter ihrem Trainer Heinrich Goldbeck stiegen die jungen Ruhrkanuten langsam zur Hochburg im Canadiersport auf. In diesem Jahr wurden die Deutschen Meisterschaften in Breslau durchgeführt. Sportkameraden vom LDKC holten die erste „Deutsche Jugendmeisterschaft“ im Zweiercanadier an die Ruhr. Im Jugendachter schaffte unsere Jugendmannschaft die Vizemeisterschaft. Viele fleißige Vereinmitglieder bauten unser Bootshaus weiter zu einem Schmuckkästchen aus. 

Textfeld: Heinrich Goldbeck
1939 - 1942

 

 

 

 

 

1939  nach oben

In den folgenden Jahren erlebten die Dahlhauser Kanuten den Kriegsausbruch ! 

1940  nach oben

Alle aktiven Fahrer des LDKC waren bis Ende des Jahres 1940 zur Wehrmacht eingezogen. Trotzdem gelang es noch, die erste Deutsche Jugendmeisterschaft im Einercanadier nach Dahlhausen zu holen. Im Achtercanadier belegte die Mannschaft des LDKC den  2. Platz. Ebenso gelang den Dahlhauser Jungen die Vizemeisterschaft im Zweiercanadier. Auch die Kajakfrauen machten durch die ersten schönen Erfolge auf sich aufmerksam.

1941  nach oben

Trotz des Krieges lief der Sportbetrieb beim LDKC weiter auf vollen Touren. Von den Kriegsschauplätzen kamen die ersten traurigen Nachrichten, von denen auch Sportkameraden des Linden-Dahlhauser KC betroffen waren. Der Krieg hatte ihrem jungen Leben ein Ende gesetzt. Einige kamen auch von der Front zurück, die durch Verwundung nicht mehr einsatzfähig waren. Dennoch lief der Sportbetrieb vor allem mit jüngeren Sportlern mit guten Ergebnissen auf Regatten weiter. Das Paradeboot in diesem Jahr war der Jugendachter, der bei den Gebietsmeisterschaften unangefochten zum Sieg fuhr. Bei den Deutschen Meisterschaften gingen vom LDKC zwanzig Boote an den Start, die in verschiedenen Rennen gute Plätze belegten. Hervorragend war der Jugendachter, der sich schon in Vor- und Zwischenläufen gegen seine Gegner durchsetzen konnte. Im Endlauf war das Dahlhauser Boot ebenfalls nicht zu schlagen und somit ging der erste Meistertitel im Jugendachter nach Dahlhausen.

 1942  nach oben

Es wird immer schwieriger, den Sportbetrieb im Linden-Dalhauser KC aufrecht zu erhalten. Für die jungen Sportler, die noch zu Hause verweilten, waren die Belastungen enorm, bedingt auch durch den häufigen Fliegeralarm zur Tages- und Nachtzeit. Der Trainer, der die Geschicke des Vereins geleitet hatte, wurde auch zur Wehrmacht eingezogen und somit mussten sich die Sportlerinnen und Sportler selbst helfen, oder man griff auf Soldaten zurück, welche gerade im Heimaturlaub waren. Schwierig war auch der Transport der Boote zu Regattaplätzen. Dies bewältigte man teilweise mit Waggons der Reichsbahn. Trotzdem wurden einige Sportler in verschiedenen Bootsklassen Gebietsmeister und qualifizierten sich somit für die deutschen Jugendmeisterschaften, die in Berlin stattfanden. Hier konnten einige gute Plätze errungen werden. Die Senioren starteten bei den  Deutschen Meisterschaften in Bromberg, wo im Einercanadier der Herren und im Viererkajak der Damen  je ein zweiter Platz heraus gefahren werden konnte.

 1943  nach oben

Die Schar der Jugendlichen hatte sich weiter verkleinert. Viele wurden zur Wehrmacht eingezogen. Der Sportbetrieb lief im Frühjahr trotzdem wieder an und die Hoffnungen lagen in diesem Jahr im Einercanadier und im Jugendachtercanadier. Trotz Trainingseifer sollte vieles anders werden. Eine britische Fliegerbombe hatte Anfang Mai die Staumauer der Möhnetalsperre getroffen. Das verheerende Hochwasser, das daraus entstand, kam auch noch in Dahlhausen an und traf  mit voller Wucht das Bootshaus. Auch das Bootsmaterial, das in den unteren Räumen lag, wurde in Mitleidenschaft gezogen. Das Hochwasser hinterließ natürlich viel Schlamm im und am Bootshaus, was zur Beseitigung mit viel Arbeit verbunden war. Der Trainingsbetrieb wurde schon bald nach Abzug des Hochwassers wieder aufgenommen. So konnte der LDKC mit einer beachtlichen Truppe zu den Gaumeisterschaften nach Gelsenkirchen fahren, wo hervorragende 1. Plätze im Einer, Zweier- und Achtercanadier belegt wurden.

Textfeld: Heinrich Beckemeier
1945 - 1947

 

 

 

 

 

1944-1945  nach oben

Der Sportbetrieb kam durch die Kriegseinwirkung völlig zum erliegen. Es  konnte kein Trainingsbetrieb mehr aufgenommen werden. Die Hitlerjugend beschlagnahmte das Bootshaus für eine Katastrophen-Einsatzgruppe, die dort eine Unterkunft fand. Nach Einmarsch der Alliierten Truppen war die  Hitlerjugend verschwunden und die Vereinsmitglieder des  LDKC, die zu Hause waren, übernahmen wieder das  Bootshaus. Aufräum- und  Reparatur- arbeiten  mussten durchgeführt werden. Ein Befehl der Militärregierung, alle Vereine aufzulösen, wurde schon bald wieder aufgehoben. 28 Personen fanden sich im Bootshaus ein  und gründeten mit altem Namen den Linden-Dahlhauser Kanu Club neu. Als 1. Vorsitzenden hatte man Heinrich Beckemeier gewählt, der schon lange Mitglied war und maßgebenden Anteil am Wiederaufbau des LDKC hatte. Alles in allem hatte man noch Glück, das Bootshaus war zwar beschädigt aber erhalten geblieben.

1946  nach oben

Obwohl die Alltagssorgen um die bloße Existenz überwiegten, waren die Wanderkanuten bald wieder auf dem Wasser zu finden. Zunächst musste man sich mit Fahrten auf der Ruhr begnügen, später wurden dann wieder andere Flüsse mit in das Programm einbezogen. Auch die Rennfahrer waren wieder tätig. Die Boote wurden überholt bzw. fahrbereit gemacht und dann ging es bereits  zu der ersten Regatta in Wuppertal. Schon bei dieser ersten Veranstaltung waren die wenig gestarteten Dahlhauser Boote erfolgreich. Selbst in Hamburg startete der LDKC  und schnitt in der Canadierhochburg hervorragend ab. Durch die Erfolge fanden sich wieder Jugendliche ein, die Interesse am Kanusport hatten. Da zurzeit das tägliche Leben wenig Abwechselung brachte, wurde auch der Kreis derer, die auf dem Wasser Erholung suchten, immer größer. Dadurch stieg die Mitgliederzahl sprunghaft an.  

Textfeld: Ewald Höfgen
1947 - 1972

 

 

 

 

 

1947  nach oben

Die Wintermonate 1946 - 1947 hatte man mit Ausgleichstraining genutzt, um die erfolgreichen Regattaergebnisse des vergangenen   Jahres in der neuen Rennsaison  wiederholen zu können. Einige Sportkameraden kamen aus der Kriegsgefangenschaft zurück und  schlossen sich gleich wieder dem LDKC an. Zunächst  aber stand die Jahreshauptversammlung an, die jüngere Generation strebte nach vorne, und man wählte den ebenfalls aus dem Krieg zurück gekommenen Sportkameraden Ewald Höfgen  zum 1. Vorsitzenden. Der Rennsport  wurde trotz  des nicht  optimalen Bootsmaterials mit Freude und  Eifer betrieben. Bei den Westdeutschen Meisterschaften auf dem Rhein in Kaiserswerth wurden Linden-Dahlhauser Kanuten 1. im Einer- und Zweiercanadier. Bei den Deutschen Meisterschaften, welche auf der Regattabahn in Duisburg ausgetragen wurden, konnte im Einer- und Zweiercanadier jeweils der 2. Platz belegt werden. Die Wanderfahrer  standen dagegen aber nicht zurück, ihr Aktionsradius wurde immer größer. Zwar musste man sich mit alten Booten begnügen, aber die mit viel Liebe

1948  nach oben

Nach den Erfolgen 1947 hatten sich die älteren Rennfahrer zum Ziel gesetzt, durch ihre eigenen Erfolge die Jugend im Verein zu ermuntern und  an die Spitze heranzuführen. Das war nicht von heute auf morgen  möglich. Aber in ihren Klassen kamen die Jugendlichen bei allen sich bietenden Gelegenheiten in Westdeutschland zu schönen Erfolgen. Die altgedienten Rennfahrer setzten ihre Erfolgserie in Westdeutschland fort. Voll Hoffnung fuhr man zu den Deutschen Meisterschaften nach Wiesbaden. Auch viele neue Jugendliche waren dabei. Bei der Regatta, die auf dem Rhein ausgetragen wurde, konnten sowohl im Einer- und Zweiercanadier dritte Plätze belegt werden. Auch die Jugendlichen setzten sich im Allgemeinen  gut durch. Die Währungsreform in diesem Jahr brachte die Möglichkeit, Materialien, die dringend benötigt wurden, zu kaufen, um die wenigen Boote, die noch vorhanden waren, zu reparieren. Auch die Wanderfahrer profitierten davon. Man konnte die ersten neuen Boote kaufen, um vom Wasser her die Natur zu genießen.

1949  nach oben

Die bis dahin ältesten Sportkameraden traten vom Rennsport zurück. Neben einigen älteren und einigen Sportkameraden, die aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekommen waren, waren es vor allem Jugendliche, die im LDKC den Rennsport mit großer Begeisterung ausübten. Obwohl bereits im Gründungsjahr die erste Regatta in Dahlhausen veranstaltet wurde und diese vor dem Kriege auch durch Gau- und Gebietsmeisterschaften fortgeführt wurden, wurde die erste Großveranstaltung mit überregionaler Beteiligung 1949 in Dahlhausen durchgeführt. Bei den Westdeutschen Meisterschaften in der Jugendklasse konnten im Einer, Zweier- und Achtercanadier die 1. Plätze belegt werden. Zu den Deutschen Meisterschaften, die auf dem Starnbergersee bei Possenhofen ausgetragen wurden, gab es zunächst Transportprobleme für Sportler und Boote. Zuletzt aber stellte ein Vereinsmitglied seinen LKW zur Verfügung, auf dem circa 26 Rennfahrer einschließlich Boote nach Süddeutschland transportiert wurden. Die Fahrt ging über 3 Etappen, wobei in Frankfurt und in der Nähe von Dachau in Zelten übernachtet wurde. Außer einigen guten Platzierungen  konnten im Zweiercanadier der Deutschen Jugendmeisterschaften der 2. Platz belegt werden. Für alle Teilnehmer war diese Reise zu den Meisterschaften dennoch eine schöne und abenteuerliche Fahrt. Die Wanderfahrer waren auch wieder sehr aktiv und konnten dadurch ihre Wanderkilometer erheblich steigern.

1950  nach oben

Ein  neuer  Achtercanadier,  der  im  Spätherbst  1949  bestellt wurde,  konnte im  Frühjahr geliefert werden. Weil die Finanzen im Verein nicht sonderlich rosig waren, wurden im Winter zwei Kleinboote in Eigenarbeit gebaut. Damals wurden Einer- und  Zweiercanadier noch in ein und demselben  Boot gefahren. Die Taufe wurde unter anderem vom damaligen Oberbürgermeister Willi Geldmacher übernommen. Erfolge im Rennsport blieben auch in diesem Jahr nicht aus. So konnten in der Seniorenklasse Westdeutsche Meistertitel im Einer und Zweiercanadier heraus gefahren werden. In der Jugendklasse wurde der Titel im Achtercanadier geholt. Bei den Meisterschaften in Berlin wurden einige gute Plätze belegt. Die Wanderfahrer waren in diesem Jahr sehr rührig. Auf einer Großwanderfahrt des Kanu-Verbandes von Trier nach Koblenz wurde in Kröv  Station gemacht. Die Dahlhauser Kanuten schlossen bei einer Weinprobe mit dem Winzer August Klein eine Freundschaft, welche bis heute Bestand hat. Auf einer Verbandswanderfahrt, die auf Fulda und Weser stattfand, nahm ein Großteil der Jugendabteilung teil.

1951  nach oben

Weil das Bootshaus durch Kriegseinwirkung und diversen Hochwassern stark in Mitleidenschaft gezogen war, kamen die ersten Ideen von einem Bootshausneubau. Aus Mitgliedsbeiträgen war dieses Werk nicht zu finanzieren, es mussten Geldgeber gefunden werden. Ein Bauingenieur kam aus den eigenen Reihen. Finanzielle Hilfe wurde vom Vorstand bei  Stadt und Land beantragt. Man einigte sich über das Aussehen und man beschloss, dass der größte Teil der Arbeit in Eigenleistung  aller Mitglieder durchgeführt werden sollte.  Die entsprechenden Beschlüsse wurden gefasst und der Baubeginn auf Herbst 1952 festgelegt. Der Rennsport trat 1951 besonders hervor. Die Dahlhauser Regatta wird in diesem Jahr „International“. Über 1000 m und 10000m bei den Westdeutschen Meisterschaften konnten im Einer und Zweiercanadier die Titel verteidigt werden. In diesem Jahr wurde der Kajakrennsport für Frauen und Mädchen wieder aufgenommen. Um neue Boote zu finanzieren, wurden im Winter Pullover und dergleichen gestrickt. Die  Wanderfahrer beteiligten sich am Wanderfahrerwettbewerb des Kanuverbandes. Kein Wochenende verging, wo keine organisierten Vereinsfahrten durchgeführt wurden. Wenn es der Terminkalender zuließ, beteiligten sich auch die Rennmannschaften.

1952  nach oben

Der  Linden-Dahlhauser  Kanu-Club  besteht 25 Jahre. Das  Vereinsjubiläum wurde  mit  cirka  300 Teilnehmern außerhalb des Bootshauses gefeiert. Am nächsten Tag wurden die Feierlichkeiten mit  einem Platzkonzert vor dem Dahlhauser Bahnhof beendet. Die Rennfahrer des Vereins konnten ihre Erfolge fortsetzen  und  ihre Titel  bei den Westdeutschen  Meisterschaften verteidigen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg konnten die erhofften Erfolge nicht realisiert werden. Nicht nur die Wanderfahrer waren mit ihren Booten unterwegs, sondern auch die jüngere Rennmannschaft beteiligte sich an einer Verbandsfahrt auf dem Main. Im Herbst wurde dann der erste Spatenstich zur Errichtung des neuen Bootshauses getan. Der erste Bauabschnitt wurde neben das bestehende Bootshaus inklusiv Kastellanwohnung gesetzt. An allen Wochenenden sah man die Kanuten nun wirken. Vom 1. Vorsitzenden bis zum Jugendlichen waren alle in die Arbeiten eingeschaltet. Alle waren mit großem Eifer dabei, um ein wahres Gemeinschaftswerk voran zu treiben. 

1953  nach oben

In diesem Jahr gab es eine Verstärkung für die Rennmannschaft des LDKC.  Zwei  Sportkameraden aus Hamburg kamen aus beruflichen Gründen nach Dahlhausen. Da beide Fliesenleger waren, wurden sie gleich für Arbeiten im Bootshausneubau einbezogen. Die Verstärkung machte sich  auch bei den Westdeutschen Meisterschaften bemerkbar. Im Einer- und Zweiercanadier der Senioren konnten die Titel über 1000m und 10000m verteidigt werden. Endlich konnte der LDKC  den Titel im Achtercanadier gewinnen. Gestärkt durch die Erfolge fuhr man nach Karlsruhe zu den Deutschen Meisterschaften. Der Achter, der im Endlauf die Führung übernommen hatte, musste auf halber Strecke das Rennen durch Verletzung eines Fahrers aufgeben. Die Enttäuschung war sehr groß. Durch einen dritten Platz im Zweiercanadier wurden die Dahlhauser Sportkameraden vom Deutschen Kanuverband für die Westeuropameisterschaften in Duisburg nominiert. Ein vierter Platz war eine hervorragende Leistung.  Die Jugend konnte bei den Westdeutschen Meisterschaften den Titel im Zweiercanadier erringen. In Karlsruhe fuhren die Beiden als dritter durchs Ziel. Nach den Meisterschaften wurde von der Rennmannschaft auf einer Wanderfahrt ab  Neckargartach der Neckar befahren. Die Fahrt endete im DKV Wanderheim Urbar bei Koblenz.

1954  nach oben

Nachdem im ersten Bauabschnitt die Pächterwohnung bezogen werden konnte, und die weitere finanzielle Seite geregelt schien, konnte man den Weiterbau planen. Am 14. August war es dann so weit. Die Regattasaison war beendet. Die Vereinsmitglieder trafen sich noch einmal im alten Bootshaus, um sich vom Heim, mit dem viele Erinnerungen verbunden waren, zu verabschieden. Am Morgen des 15. August wurde die Arbeitskleidung angezogen und der Abbruch begann. Die Rennboote wurden in der neuen Bootshalle des ersten Bauabschnittes untergebracht, die Wanderboote im Wasserturm der Bahnmeisterei  Bochum-Dahlhausen. Ein Waggon für kleinere Treffs wurde von der Bundesbahn gekauft und auf dem Vereinsgelände aufgestellt. Die Jugendabende fanden in einer Gaststätte in Dahlhausen statt. Die Probleme auf der Baustelle wurden immer wieder vom 1. Vorsitzenden Ewald Höfgen und dem Bauleiter Werner Becker hervorragend gemeistert. Im Rennsport klappte es in diesem Jahr nicht so gut. Der Titel im Zweiercanadier der Senioren konnte verteidigt werden. Im Zweiercanadier der Jugend wurde die Westdeutsche Meisterschaft und die Deutsche Meisterschaft nach Dahlhausen geholt. Auch bei den Mädchen gab es die ersten Siege und  Platzierungen. Die Wanderfahrer hatten die Saison noch mal ausgenutzt. Denn im kommenden Jahr war an Wanderfahrten kaum zu denken. 

1955  nach oben

In Eigenarbeit wird am Neubau mit viel Elan weitergearbeitet. Es war schon ein hartes Stück Arbeit, das sich die Mitglieder vorgenommen hatten. Zwischendurch kamen auch mal Zweifel auf, ob man über die Größe des neuen Bootshauses richtig gehandelt habe. Aber mit neuem Schwung und Eifer wurden die Arbeiten fortgesetzt. Außerdem musste das Gelände aufgeschüttet werden, weil das neue Bootshaus höher gesetzt wurde, um bei Hochwasser verschont zu bleiben. Im Keller des ersten Bauabschnittes wurde ein Raum eingerichtet, wo sich Vereinsmitglieder treffen konnten.  Die Damen vom LDKC holten den ersten Titel bei den Westdeutschen Meisterschaften. Auch im Zweiercanadier der Senioren und Jugend konnten die Titel nach Dahlhausen geholt werden. Erstaunlich war, mit welcher Gelassenheit unser Pächterehepaar Familie Korten die Abbruch- und die Neubauarbeiten meisterten. Leider konnte der Ehemann die Fertigstellung nicht mehr erleben, er verstarb am Jahresende durch Herzinfarkt.

1956  nach oben

Die vom LDKC immer wieder angestrebte und auch vollzogene Breitenarbeit trägt in diesem Jahr Früchte. Durch die intensive Jugendarbeit ist die Rennmannschaft stark angewachsen. Von nun an beginnen die erfolgreichsten Jahre der Sportlerinnen und Sportler. Bei den Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden wurde neben einigen 3. Plätzen, die erste Deutsche Jugendmeisterschaft im Achtercanadier an die Ruhr geholt. Auch bei den Westdeutschen Meisterschaften standen viele Dahlhauser Kanuten auf dem obersten Podest. Die Regattasaison wurde abgeschlossen mit dem Start bei der Mettlacher Regatta. Groß war die Freude, dass auf dieser Veranstaltung der 1000. Sieg in der Vereinsgeschichte errungen wurde. Der LDKC erhielt auf Verbandsebene eine Auszeichnung für die beste Jugend-Winterarbeit in Nordrhein-Westfalen. Der Bootshausneubau ging zügig weiter, trotz einiger finanzieller Engpässe.  

1957  nach oben

Das neue Bootshaus ist fertig gestellt. In den Wintermonaten konnten noch die ausstehenden Innenarbeiten zügig in Angriff genommen werden. Einige Umstände bei den Beschaffungen  des Inventars brachten aber leider noch mal kurze Verzögerungen. Am 19. Mai war es dann soweit. In  einer eindrucksvollen Feierstunde wurde das dritte Bootshaus des Linden-Dahlhauser Kanu-Clubs seiner Bestimmung übergeben. Alle, die mitgeholfen hatten, vom Vorsitzenden bis zum Jugendlichen, konnten über das Erreichte stolz sein. Man war sich aber schon bei der Einweihung im Klaren, dass es  in vielen weiteren Jahren noch Arbeiten zur Verschönerung des Hauses geben würde. Trotz widriger Trainingsbedingungen war 1957 wieder ein erfolgreiches Sportjahr für die Dahlhauser Rennmannschaft. Dahlhauser Sportler wurden in die Nationalmannschaft berufen. Die erste Deutsche Meisterschaft im Einercanadier der Senioren wurde eingefahren. Ebenso im Zweiercanadier der Jugend ging der Titel an die Ruhr. Die westdeutschen Meisterschaften wurden von Dahlhauser Kanuten total abgeräumt. Die Kajakfahrerinnen erfuhren sich alle möglichen Titel.

1958  nach oben

Sportlich ging es weiter mit vielen Erfolgen. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte stellten die Kajakdamen eine Teilnehmerin zu den Weltmeisterschaften, welche in Prag stattfand. Zu den vielen Erfolgen bei den Westdeutschen Meisterschaften kam erneut der Erfolg im Zweiercanadier der Jugend bei den  Deutschen Meisterschaften in Berlin. In diesem Jahr erhielt zum ersten Mal ein Dahlhauser Wanderfahrer das „ Goldene Wanderfahrerabzeichen“ des Deutschen Kanuverbandes. Die Leistungen betrugen: 75 verschiedene Flüsse befahren und 10.000 KM auf dem Wasser zurücklegen. Am Boothaus wurden Verschönerungsarbeiten an den  Außenanlagen, wie immer in Eigenleistung, in Angriff genommen. 

1959  nach oben

Nachdem der LDKC über ein herrliches Heim verfügte, bekam das gesellschaftliche Leben im Verein neuen Aufschwung. Mit großen Teilnehmerzahlen wurden Veranstaltungen, wie Karnevalsfeier, Sommerfest, Herbstfest und Sylvesterfeier durchgeführt. Auch der Nikolaus für die Kleinen blieb nicht aus. Der Rennsport war in diesem Jahr nicht ganz so erfolgreich. Dennoch konnten die Rennfahrer erneut die deutsche Jugendmeisterschaft im Zweiercanadier nach Dahlhausen holen. Die Abteilung Wanderfahrer war in 1959 sehr aktiv. Die Boote konnten  im neuen Bootshaus wieder auf ihren angestammten  Plätzen abgelegt werden. Einige tausend Kilometer wurden auf deutschen Flüssen und Seen zurückgelegt. Auch die Jugendabteilung beteiligte sich stark. Beliebt waren in dieser Zeit die Ferienfahrten auf größeren Flüssen wie Mosel, Main, Weser und viele andere. 

1960  nach oben

Die Verschönerungsarbeiten auf unserem Vereingelände wurden fertig gestellt. In diesem Jahr wurden die ersten Stimmen laut, unser Heim noch einmal zu erweitern. Die Mitgliederzahlen waren stark angestiegen. Ein ruhiges Jahr mit normalem sportlichen Verlauf. In zwei West-Ostausscheidungsrennen verpasste eine Dahlhauser Kajakfahrerin die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rom. Im Kajak und Canadier konnten bei den westdeutschen Meisterschaften  mehrere Titel im Senioren- und Jugendbereich errungen werden. Abermals gelang es unseren Canadierfahrern auf den Deutschen Meisterschaften, die auf dem Chiemsee ausgetragen wurden, den Titel im Jugend- Zweiercanadier nach Dahlhausen zu holen. Die 10. Internationale Ruhrregatta brachte in diesem Jahr ein Rekordergebnis. 50 Vereine gingen mit ca. 1500 Teilnehmern in 110 Rennen an den Start. 

1961  nach oben

Die Mitgliederzahlen stiegen weiter ständig an. Bei den Sportlerehrungen der Stadt Bochum war der LDKC durch die Damen gut vertreten. Im Damen-Viererkajak hatte man 1960 auf dem Chiemsee bei den Deutschen Meisterschaften den 2. Platz belegt. Der 20. März war für die Rennmannschaft ein großer Tag. Sieben neue Rennboote konnten getauft werden. Die finanziellen Mittel wurden von den Rennfahrern zum größten Teil selbst aufgebracht.  Im Zweiercanadier der Senioren wurde der LDKC Westdeutscher Meister. Bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Maschsee  in Hannover konnte der Jugend- Zweiercanadier als Erster das Ziel durchfahren. Eine rennsportliche Verstärkung gab es im Herbst für die Damen. Zwei Geschwister aus Holland hatten ihren Vereinsbeitritt erklärt. Sorgen hatten die Verantwortlichen des LDKC vor der Regatta, die nun schon einige Jahre in Dahlhausen durchgeführt wurde. Starke Regenfälle hatten die Ruhr ansteigen lassen und somit die Veranstaltung gefährdet. Letztendlich konnte die Regatta stattfinden, wurde aber durch die Absage  einiger Vereine aus dem In- und Ausland getrübt.

1962  nach oben

Das neue Bootshaus stand nun schon 5 Jahre und das Vereinsleben gestaltete sich immer intensiver. Der Vorstand war bemüht, einige Verbesserungen vorzunehmen, sei es in den Clubräumen oder in den unteren Boots- und Umkleideräumen. Wichtig war, dass das Bootshaus nicht mit Schulden belastet war. Ein großer Verdienst unseres 1. Vorsitzenden Ewald Höfgen. Für die Kajakfahrerinnen gab es großartige Erfolge. Im Einerkajak der Jugend wurden der Westdeutsche und der Deutsche Meistertitel errungen. Ebenfalls wurden die Titel im Einerkajak der Damen nach Dahlhausen geholt. Durch die hervorragenden Erfolge wurden vom Deutschen Kanu-Verband Damen des LDKC bei Länderkämpfen eingesetzt. Bei zwei DKV-Überprüfungsregatten kamen im Zweiercanadier der Senioren  Dahlhauser Sportkameraden  in der Gesamtwertung auf den ersten Platz. Insgesamt gab es in diesem Jahr 73 Siege für den Linden-Dahlhauser KC. Diese gingen aber zumeist auf das Konto der Kajakfrauen.  

1963  nach oben

Die Ruhrregatta nimmt immer größere Formen an. Meldungen aus Nationalen- und Europäischen Vereinen, sowie Nationalmannschaften, gingen in den letzten Jahren in immer größer werdenden  Zahlen bei den Organisatoren ein. Diese Veranstaltung war für den LDKC als alleiniger Ausrichter zu groß geworden. Da auch das finanzielle Risiko eine große Rolle spielte, beschloss man, mit Unterstützung der Stadt und des damaligen Zwecksportverbandes, das alle vier Bochumer kanusporttreibenden Vereine eine Gemeinschaft bildeten. Von nun an wurden alle Regatten von der „Kanu-Regatta-Gemeinschaft Bochum“ weiterhin in Dahlhausen auf der Ruhr ausgerichtet. Sportlerinnen und Sportler des LDKC nahmen im Frühjahr mit Erfolg  an der Waldlaufserie des Kanuverbandes NRW teil. Im Rennsport mussten sich die Canadierfahrer mit bescheidenen Platzierungen zufrieden geben. Nur im Einerkajak der Frauen wurde der Titel bei den Westdeutschen Meisterschaften geholt. Bei den Deutschen Meisterschaften wurde der 3. Platz belegt. Die oberen Clubräume wurden  durch den Aufbau der seitlichen Terrasse erweitert. Hier entstand ein Mehrzweckraum für  verschiedene Anlässe. Die Wanderfahrergruppe ist etwas kleiner geworden. Die Unentwegten waren aber weiterhin mit ihren Booten auf deutschen Flüssen unterwegs.

1964  nach oben

Die Zusammenarbeit der Regattagemeinschaft ist zufriedenstellend. Die erste Regatta wird am 13./14.6.1964 unter der Leitung dieser Gemeinschaft in Dahlhausen durchgeführt. Um internationalen Standard zu bekommen, wurden Ballonierungen einschließlich Startpontons für die  Regattastrecke  angeschafft. Einen Zielturm stellte die Stadt Bochum zur Verfügung. Der Rennsport im LDKC steckte in einer kleinen Krise. Der Sportwart Heinrich Goldbeck, der den Rennsport 37 Jahre hervorragend geleitet hatte, machte Platz für einen Jüngeren. Rennsportlich gab es in diesem Jahr keine großen Erfolge zu verzeichnen. Nur der Viererkajak der Damen konnte bei den westdeutschen Meisterschaften den Titel holen. Die Hugo-Schulz-Realschule nahm mit circa 60 Mädchen und Jungen den Schulsport im LDKC auf. Erstmalig im Deutschen Kanu-Verband. Mit großer Begeisterung nahmen sie am Training teil und wurden auch bei Regatten eingesetzt. Die Mitgliederzahl des Vereins stieg weiter an, sie lag bald bei 350. Etwa 100 davon betrieben Rennsport. In den Punkten Wandersport und gesellschaftlichen Veranstaltungen bewegte sich das Vereinsleben auf den eingefahrenen Gleisen.

1965  nach oben

Die Damen des LDKC bekommen unverhofft Verstärkung einer Kajakfahrerin von der Holzheimer Sportgemeinschaft, welche 1964 in Tokio Olympiasiegerin wurde. Mit den Stadtmeisterschaften wurde die neue Regattasaison auf der heimischen Regattastrecke eröffnet. Insgesamt 8 Siege im Kajak und gute Platzierungen im Canadier waren die Ausbeute. Ebenfalls 8 Siege gab es eine Woche später bei der Wuppertaler Stadtregatta. Im Rennen der Achtercanadier der Jugendklassen A und B konnte ebenfalls gewonnen werden. Auf einer internationalen Regatta in Zaandam (Holland), die unsere Damenmannschaften besuchten, gab es wiederum 8 Siege, unter anderem im Einer- und Zweierkajak der Leistungsklasse, sowie im Zweierkajak der Jugend. Bei den westdeutschen Meisterschaften belegten  unsere Frauen im Einer, Zweier- und Viererkajak jeweils den ersten Platz. Bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Baldeneysee wurden die Titel im Einer- und Zweierkajak eingefahren. Im Vierer musste man sich mit dem 2. Platz begnügen. Nach den  großartigen Erfolgen wurden 2 Sportlerinnen des LDKC vom Deutschen Kanu-Verband zur Teilnahme an den Europameisterschaften nominiert, wo ein 3. Platz  die Ausbeute war. Im Canadiersport ging es langsam wieder aufwärts. Auf verschiedenen Regattaplätzen konnten einige gute Platzierungen erreicht werden. Im Jugend-Achtercanadier wurde  bei den westdeutschen Meisterschaften der Titel nach Dahlhausen geholt. Die Gruppe der Wanderfahrer war zwar etwas kleiner geworden, aber es wurden weiterhin schöne und erholsame Stunden auf dem Wasser verbracht.  

1966  nach oben

Die Paddelsaison konnte in diesem Jahr erst sehr spät beginnen. Schuld war das lang anhaltende Hochwasser der Ruhr. Eine entsprechende Vorbereitung auf die Saison war nicht möglich. Dadurch hielten sich die Erfolge zunächst in Grenzen. Aber nach einiger Zeit konnten wieder gute Platzierungen auf verschiedenen Veranstaltungen erreicht werden. Die Verstärkung aus Holzheim hatte den LDKC wieder verlassen. Dennoch waren unsere Frauen weiterhin erfolgreich. Durch gute Ergebnisse bei Westdeutschen- und Deutschen Meisterschaften wurde eine Sportlerin des LDKC vom Kanu-Verband bei den Weltmeisterschaften, die in Berlin stattfanden, im Viererkajak eingesetzt, der mit der Silbermedaille belohnt wurde. Beim LDKC zeigten sich durch die gute Jugendarbeit indessen die ersten Erfolge. Sowohl bei den Canadierfahrern als auch bei den Kajakfahrerinnen konnten das ganze Jahr über vordere Plätze belegt werden. Die andauernde Freundschaft zum Polizeisportverein Wien wurde mit einem Besuch von 60 Sportlern und Schlachtenbummlern gefestigt. Auf der stattfindenden Regatta konnten 4 erste, 5 zweite und 3 dritte Plätze herausgeholt werden. Große Erfolge gab es auch im Frühjahr bei der  Bezirkswaldlaufserie des NRW Kanu-Verbandes  und Lauf der Bochumer Wassersportler.

1967  nach oben

Der Linden-Dahlhauser Kanu-Club wird 40 Jahre alt. Dies war  eine Gelegenheit, einen Rückblick zu halten. Bei einer Morgenfeier, die aus Anlass des 40jährigen durchgeführt wurde, erschienen Abordnungen des Kanu-Verbandes, der Stadt Bochum und befreundeten Vereinen. Der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes lobte bei seiner Rede die gute Jugendarbeit im LDKC. Die Reihe der Veranstaltungen im diesem Jahr begann mit einer Bootstaufe, auf der 12 Boote ihren Namen erhielten. Die Jugend war in diesem Jahr besonders stark vertreten, man konnte ohne zu übertreiben, feststellen, dass der LDKC eine der stärksten Jugendgruppen im Deutschen Kanu-Verband hatte. Das führte dazu, dass die Jungen und Mädchen auf Einladungsregatten sowie auf  Meisterschaften mit guten Ergebnissen aufwarteten. Durch die vielen Erfolge der Rennmannschaft in den zurückliegenden Jahren hatte sich der LDKC einen Namen im Kanusport erworben.  Eine Bilanz  nach 40 Jahren, von 1927 bis 1967, waren 1705 Siege.  Sei Einführung der Stadtmeisterschaften 1957 konnten insgesamt 153 Titel gewonnen werden. Die Wanderfahrer waren im Jubiläumsjahr besonders aktiv. Nach dem Refrain des Vereinsliedes: „LDKCer fahren in die Welt“, wurden  neben den Fahrten auf inländischen Flüssen auch wieder solche im Ausland befahren.

1968  nach oben

Nach dem Jubiläumsjahr kann die Vereinsarbeit etwas ruhiger angegangen werden. Im Linden-Dahlhauser KC  wird weiter auf gute Jugendarbeit gesetzt. Auf der Jahreshauptversammlung wurde ein neuer Sportwart gewählt, der auch gleichzeitig Sportwart im Kanu-Verband NRW war. Durch die Verbandsarbeit hatte der LDKC in manchen Dingen einen Informationsvorsprung. Im Seniorenbereich der Rennmannschaft kam man auf Veranstaltungen nur zu einigen guten Platzierungen. Die Jugendlichen dagegen  konnten im Canadiersport große Erfolge erringen. Wurden im Einer- und Zweiercanadier  vordere Plätze belegt, so war ein neuformierter Achter nicht zu schlagen und wurde gleich westdeutscher Jugendmeister. Bei den Deutschen Meisterschaften, welche in Hannover auf den Maschsee ausgetragen wurden, konnten die Dahlhauser Jungen mit knappem Vorsprung als erste das Ziel durchfahren. Auch die weibliche Jugend steuerte zu den Erfolgen bei. Im Viererkajak wurden die Mädchen Westdeutscher Meister. Das übrige Vereinsleben lief in gewohnter Form ab. Neben einigen anderen gesellschaftlichen Ereignissen  im Verein stand die internationale Ruhrregatta wieder im Mittelpunkt. Viele erfolgreiche Kanusportler aus dem In- und Ausland waren abermals am Start. 

1969  nach oben

Für den Vorstand begann das Jahr überaus sorgenvoll. Sollte doch nach Plänen der Behörden die neue Trasseführung der „DüBoDo“, die zur Entlastung der alten B1 dienen sollte, durch Dahlhausen und mit einer Brücke über unser Bootshaus gebaut werden. Da der LDKC kein Grundstückseigentümer war, wäre es das Aus für den LDKC gewesen. Doch glücklicher Weise sind die Pläne nicht umgesetzt worden. Trotzdem wurden Überlegungen über eine Erweiterung der oberen Toilettenräume geschmiedet. Einzelheiten vertagte man aber auf die Wintermonate. Im Rennsport konnte man die erhofften Erfolge des Vorjahres nicht wiederholen. Einige Sportler und Sportlerinnen schieden aus und mussten ersetzt werden. Auf Regatten in Nordrhein Westfalen konnten dennoch einige Siege und gute Plätze errungen werden. Aber die guten Ergebnisse von 1968 auf Meisterschaften  blieben für die Dahlhauser Kanuten aus.  Die Wanderfahrer waren bemüht, weitere Interessenten für den Wandersport zu begeistern. Der Mitgliederstand hielt sich mit Neuaufnahmen und Vereinsaustritten die Waage.  

1970  nach oben

Gemäß einem gefassten Beschluss wurde in diesem Jahr mit dem Anbau begonnen, der die Erweiterung der Toilettenanlagen vorsah. Damit wurde auch gleichzeitig für die Wohnung des Kastellans ein Badezimmer mit Toilette geschaffen. Es wurde beschlossen, dass alle aktiven Mitglieder 10 Arbeitsstunden ableisten oder für jede nicht geleistete Arbeitsstunde DM 6,00 zahlen mussten. Mit dem Rest der Wanderfahrer bemühte sich der neue Wanderwart, auch andere Vereinsmitglieder für eine Wanderfahrt, die vom Niederländischen Kanu-Verband ausgerichtet wurde, zu aktivieren. Fahrten auf dem Hausfluss Ruhr wurden sowohl  mit Kleinbooten als auch mit Achtercanadiern immer wieder durchgeführt. Rennsportlich gesehen ging es 1970 wieder aufwärts. Mehr Sportlerinnen und Sportler hatten sich zur Durchführung des Rennsports bereit erklärt. Die Aktivitäten der Hugo-Schultz-Realschule ließen immer  mehr nach. Bisher waren es die Frauen und Mädchen, welche den LDKC bestens vertreten  hatten, so konnte man 1970 ein Übergewicht im Canadiersport feststellen. Außer guten Plätzen auf Regatten in Wuppertal und dergleichen wurden bei den NRW-Jugendmeisterschaften 2 Titel im Kajakzweier und Achtercanadier geholt. Mit deutlichem Vorsprung siegte der Jugend-Achtercanadier auch bei den  Deutschen- Meisterschaften  auf dem Werdersee in Bremen. Auf verschiedenen internationalen Regatten wurden Dahlhauser Kajakfahrerinnen in der Auswahlmannschaft des DKV und des Kanu-Verband NRW eingesetzt.

1971  nach oben

Der Anbau, der ausschließlich durch Eigenarbeit der Mitglieder errichtet wurde, konnte in Betrieb genommen werden. Die internationale Ruhrregatta nahm immer größere Formen an. Das Interesse  der Kanusportler aus dem In- und Ausland wurde von den Organisatoren mit Freude aufgenommen. Der Auftakt zur Vorbereitung auf das Sportjahr 1971 war, wie schon in den Vorjahren, die erfolgreiche Teilnahme an den Bezirkwaldlaufserien und Lauf der Bochumer Wassersportler. Die Saison auf dem Wasser begann für die Dahlhauser Kanuten mit den Stadtmeisterschaften und Bezirksregatten sehr erfolgreich. Einen Sieg bei den Deutschen Meisterschaften gab es in diesem Jahr leider nicht. Anders war es bei den Westdeutschen Meisterschaften, hier konnten in der Leistungsklasse der Titel im Achtercanadier und im Viererkajak  nach Dahlhausen geholt werden. Auf einer internationalen Regatta in Zaandam (Holland) konnte die Rennmannschaft des LDKC mit 10 Siegen, 10 zweiten und 10 dritten Plätzen die beste Vereinswertung erringen. Die Wanderfahrer waren besonders aktiv, auf Bezirkswanderfahrten, NRW-Kanu-Ralley, Wanderfahrertreffen in Minden und verschiedenen Fahrten auf der Ruhr wurden in diesem Jahr insgesamt 2812 km zurückgelegt.

 

Textfeld: Günter Rohrbach
1972 - 1992

 

 

 

 

1972  nach oben

Auf der Jahreshauptversammlung gab es einen unvorhergesehenen Wechsel an der Vereinsspitze des Linden-Dahlhauser Kanu-Club. Der 1.Vorsitzende  Ewald  Höfgen,  der  25 Jahre  mit viel Geschick und Umsicht den Vorsitz geführt hatte, teilte der Versammlung mit, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidieren werde. Als jungem Mann hatte man ihm 1947 das Vertrauen geschenkt. Das Vertrauen hatte 25 Jahre gehalten und es wären bestimmt noch einige Jahre hinzugekommen, hätte nicht eine schwere Krankheit ein Ende gesetzt. Die Jahreshauptversammlung nahm  die  Entscheidung  schweren Herzens an, wählte ihn anschließend für seine langjährige aufopfernde Tätigkeit zum Ehrenpräsidenten. Außerdem wurde ihm  die Vereinsehrennadel in Gold mit 3 Brillanten verliehen. Sein Denkmal hatte sich Ewald Höfgen selbst gesetzt. An dem Bootshausneubau hatte er

1973  nach oben

Das Olympiajahr 1972 hatte für die deutsche Nationalmannschaft der Kanuten nicht die erhofften Erfolge auf der Regattabahn in München gebracht. Im gleichen Jahr waren die Sportlerinnen und Sportler des LDKC bei den Deutschen Meisterschaften in Hannover auch wenig erfolgreich. Für das Jahr 1973 hatte man sich trotzdem einiges vorgenommen, bedingt auch dadurch, dass sich einige Canadierfahrer vom Bochumer Kanu-Club dem Linden-Dahlhauser KC angeschlossen hatten. Die Rennmannschaft war in vielen Klassen gut besetzt. Schon bei den Westdeutschen Meisterschaften zeichnete sich ab, wie stark die Fahrer waren. In der Senioren- und Juniorenklasse gab es wie erwartet 1. und 2. Plätze in allen Canadierklassen. Die Jugendlichen  standen ihren älteren Sportkameraden nicht viel nach und siegten im Einer- und Zweiercanadier. Die Deutschen Meisterschaften in München sollten dann eine der erfolgreichsten des LDKC werden. Die Jugendmannschaft konnte in 5 Rennen  der Canadierklasse  4 für sich entscheiden. Im Junioren- und Seniorenbereich gab es im Zweier- und Achtercanadier 2. und 3. Plätze. Insgesamt konnte der LDKC aus München 4 Siege, 7 zweite und  4 dritte Plätze mit nach Hause nehmen. Zu erwähnen ist noch der 4. Platz im Einerkajak der Frauen. Diese Platzierung brachte  die Nominierung für die Weltmeisterschaft in Tampere ein. Die Dahlhauserin wurde im Viererkajak eingesetzt, wobei der dortige 4. Platz ein gutes Ergebnis war. Die Wanderfahrergruppe war auf 9 Flüssen in ganz Deutschland unterwegs. An der Kanu-Rallye nahmen 33 Vereinsmitglieder teil. 

1974  nach oben

Auf der Jahreshauptversammlung gab es in der Geschäftsführung eine Satzungsänderung. Der Gesamtvorstand wurde in 2 Gruppen aufgeteilt, um den Vorstandsmitgliedern die Möglichkeiten zu geben, ihr Programm auf 2 Jahre ausdehnen zu können. Jedes Vorstandsmitglied bleibt damit 2 Jahre im Amt. Die Tätigkeiten im Wandersport zeigten sich 1974 erfreulich. Nach dem Vereinsanpaddeln am 21. April auf der Ruhr  starteten 22 Vereinsmitglieder am 19. Mai bei der  Ruhr - Rallye. Am 22. Juni fand auf dem Gelände des Linden-Dahlhauser KC die Bezirkssonnenwendfeier statt, an der einige hundert Kanuten teilnahmen. Außerdem wurden noch weitere Flüsse befahren. Ingesamt wurden in diesem Jahr 2044 km auf dem Wasser zurückgelegt. Im Rennsport gab es zunächst einen Wechsel, ein neuer Sportwart wurde gewählt. Mit Saisonbeginn widmete man in Dahlhausen in noch größerem Maß als bisher dem Sport der Schülerinnen und Schüler große Aufmerksamkeit. Der DKV hatte nun auch die Schülerrennen in das Wettkampfprogramm aufgenommen. Infolge der Erweiterungen wurden zahlreiche neue Boote angeschafft. Die diesjährige Bootstaufe wurde mit insgesamt 15 Booten gefeiert, davon 1 neuer Achtercanadier.  Leider fehlten durch die immer größer werdende Rennmannschaft Ausbilder. Erfolge gab es aber trotzdem. So fuhren Boote mit Besatzungen von LDKC- Sportlerinnen und Sportlern 1974, 66 Mal als Erste über die Ziellinie. Daneben gab es 66   zweite und 60 dritte Plätze. Die Erfolge wurden in der Hauptsache in den Rennen der Nachwuchsklasse erzielt. Bei den Deutschen Meisterschaften wurde im Zweiercanadier der Senioren der 2. Platz belegt, im Viererkajak der Frauen der 3. Platz.  Im Juniorenbereich gab es Titel im Zweiercanadier und Achtercanadier. Titelgewinne hatte es vorher auch bei den Westdeutschen Meisterschaften gegeben. Es waren eigentlich dieselben Boote, die auch später bei den Deutschen Meisterschaften die Nase vorn hatten.  

1975  nach oben

Das Bootshaus stand jetzt schon über 20 Jahre und es mussten die ersten größeren Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Zum Jahresbeginn hatte man auf der Jahreshauptversammlung beschlossen, einen Bootshausausschuss fest in die Vereinssatzung aufzunehmen. Dieser Ausschuss wurde gebildet, um den Vorstand mit allen baulichen Angelegenheiten im Bootshaus und auf dem Vereinsgelände zu entlasten. Bei den Wanderfahrern versuchte ein neuer Wanderwart mehr Vereinsmitglieder für diese schöne Freizeitbeschäftigung zu interessieren. Im Rennsport dagegen konnte man an die Erfolge früherer Jahre anknüpfen. Vor allen Dingen konnte der Nachwuchs den LDKC erfolgreich vertreten. Bei den Westdeutschen Meisterschaften gab es im  Juniorenbereich hervorragende Ergebnisse.  Im Jugend- und Schülerbereich, der getrennt von den Meisterschaften in der Junioren- und Leistungsklasse durchgeführt wurde, gab es ebenfalls gute Platzierungen. Vordere Plätze konnten auch bei den Deutschen Meisterschaften in der Junioren- und Leistungsklasse auf der Regattabahn in Duisburg belegt werden. Insgesamt kam man  1975 zu 85 Siegen. Der Hauptanteil lag ohne Zweifel bei den Canadierfahrern. Die Mädchen und Damen konnten leider nicht an die Erfolge früherer Jahre anknüpfen.

1976  nach oben

Der LDKC rüstet für die Feier zum 50- jährigen Vereinsbestehen im Jahr 1977. In vielen Gesprächen befasste sich der Vorstand mit der Durchführung des Vereinsjubiläums. Man hatte sich entschlossen, an diesem Fest auch Bürgerinnen und Bürger aus Linden-Dahlhausen teilnehmen zu lassen. Ein Festzelt mit diversen Unterhaltungsgeschäften sollte aufgebaut werden. Daneben wurden aber auch die anderen erforderlichen Arbeiten nicht vergessen. Unter anderem musste das Heizungssystem erneuert und die unteren Räume renoviert werden. Auf der Jahreshauptversammlung wurde das Aufstellen von Wohnwagen auf dem Vereinsgelände mit gewissen Auflagen beschlossen. Trotz aller Bemühungen des Wanderwartes konnte kein Aufwärtstrend im Wasserwandern erreicht werden. Immerhin  konnten 3 Vereinswanderfahrten durchgeführt werden, bei denen im laufenden Jahr 1.023 Wanderkilometer zurückgelegt wurden. Die Rennfahrerinnen und Rennfahrer unseres Vereins nahmen im Jahr 1976 an 13 Regatten teil. Dazu kamen 2 Veranstaltungen, bei denen Mitglieder unseres Vereins innerhalb der Mannschaften des DKV und des Kanuverbands NRW starteten. 17 weibliche Sportlerinnen und 24 männliche Sportler konnten bei der Westdeutschen- sowie bei den Deutschen Meisterschaften einige Titel und vordere Plätze nach Dahlhausen holen. Obwohl sich die Erfolge nicht immer in Titelgewinnen niederschlugen, bewirkte die Breitenarbeit im LDKC, dass der DKV 5 von Ihnen in seinen B- und C-Kader berief. Der Kanuverband NRW berief sogar 7 Sportlerinnen und Sportler in seinem Kader. 

1977  nach oben

Der Linden-Dahlhauser Kanu-Club wird 50 Jahre alt. Der Vorstand hatte ein Programm ausgearbeitet. Um dies in die Tat umsetzen zu können, wurden zahlreiche Mitglieder eingebunden. Ein Festprogramm mit vielen Ereignissen, dass innerhalb 4 Tagen stattfinden sollte, wurde mit großem Aufwand vorbereitet und erfolgreich abgeschlossen. Eine Festschrift wurde herausgegeben, die reich bebildert war und den Werdegang des Vereins von 1927 bis 1977 wiedergab. Eindrucksvoll war der Festakt am Sonntagvormittag, zu dem etwa 800 Personen im Festzelt erschienen waren. Musikalisch wurde diese Veranstaltung vom Kinder- und Jugendchor des Sozialwerks Bochum Dahlhausen, sowie vom Chor der Bundesbahn Dahlhausen umrahmt. Die Laudatio zum Jubiläum hielt der Präsident des Deutschen Kanuverbandes Peter Maaßen. Er würdigte ganz besonders die Leistungen des Vereins in Bezug auf die Jugendpflege. Zum Schluss des Festaktes brachten die anwesenden Vereine und Verbände Ihre Glückwünsche dar. Neben Gratulanten, die persönlich erschienen waren, kamen etliche Briefe und Telegramme in großer Zahl aus dem In- und Ausland. Der Bürgermeister der Stadt Bochum überbrachte die Glückwünsche der Stadt und des Stadtsportbundes. Der Verein nahm die Gelegenheit war, verdiente Mitglieder des Vereins auszuzeichnen. Die Mitgründer des LDKC Heinrich Goldbeck und Ernst Sievering sowie der Ehrenpräsident Ewald Höfgen erhielten Erinnerungsgeschenke. In den Rahmenrennen der Stadtmeisterschaften, die am Samstag und Sonntag ausgetragen wurden, starteten viele deutsche Spitzenfahrer, darunter  Europameister, Weltmeister und Olympiasieger. Im Jubiläumsjahr waren die Rennsportler des Vereins bemüht, sich mit Leistungen in die Liste der Gratulanten einzutragen. Bei vielen Regatten im laufenden Jahr konnten hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Vor allem bei den Westdeutschen- und Deutschen Meisterschaften konnten Dahlhauser Boote, ob bei den Damen oder bei den Herren, vordere Plätze belegen.  Die großartigen Erfolge im Zweiercanadier der Leistungsklasse brachten für die Dahlhauser Mannschaft einen Platz in der DKV–Auswahl zum Start bei den Weltmeisterschaften in Sofia ein. Die Wanderfahrer hatten in diesem Jahr ihr größtes Ereignis im Wanderfahrertreffen des Kanuverbandes NRW, das aus Anlass des Vereinsjubiläums Anfang September in Dahlhausen stattfand. Zum Abschluss an diesem Treffen nahmen 500 Sportlerinnen und Sportler an einer Wanderfahrt Ruhr abwärts teil.

1978  nach oben

Das Jahr brachte für den Verein gleich zu Anfang einige Probleme mit sich. Zunächst einmal war man froh, dass die angefangenen Renovierungsarbeiten, neue Heizungsanlage, Renovierung der unteren Umkleide- und Waschräume und diversen Arbeiten in den oberen Räumen abgeschlossen werden konnten. Die Finanzierung war nur durch eine Beihilfe aus dem Investitionshilfeprogramm des Landessportbundes möglich. Von Seiten der Verwaltung der Stadt wurde wegen Umweltverschmutzung dem Verein eine Auflage erteilt, welche eine Pflasterung des Parkplatzes inklusive Ölabscheider vorsah. Für diese Maßnahme waren keine finanziellen Mittel vorhanden. In vielen Gesprächen mit den Behörden wurde vereinbart, dass die Stadt Bochum die Materialien zur Verfügung stellte, und  die Pflasterungen übernahm der Verein in Eigenarbeit durch die Mitglieder. Vom LDKC wurden in diesem Jahr insgesamt 11 Regatten besucht. Bei den Westdeutschen- und Deutschen-Meisterschaften gab es wie schon im Vorjahr in allen Bootsklassen  hervorragende Ergebnisse. Etliche Titel und vordere Plätze konnten im Jugend, Junioren- und Seniorenbereich nach Dahlhausen geholt werden. Wie schon 1977 so wurde auch 1978 die Dahlhauser Mannschaft im Zweiercanadier bei den Weltmeisterschaften über 500 m erfolgreich  eingesetzt. Im Wandersport war trotz einiger schöner Wanderfahrten auf verschiedenen Flüssen eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr nicht zu erkennen.

1979  nach oben

Im Herbst des vergangenen Jahres hatte der Kastellan, der für die Bewirtung des Bootshauses zuständig war, seine Tätigkeit aufgegeben. Anfang des Jahres wurde ein Nachfolger gefunden, der seine Arbeit sehr gut machte. Der Bootshausbetrieb nahm dadurch wieder neuen Aufschwung. Die vom Vorstand angeregte Mitgliederwerbung war weniger erfolgreich. Ansonsten war die Vereinsarbeit sehr intensiv, ohne große Besonderheiten. Auf der Jahreshauptversammlung konnte kein Sportwart gefunden werden. Es wurde ein Sportausschuss gebildet, der die Geschicke der Rennmannschaft leiten sollte. Da einige Leistungsträger der vergangenen Jahre aufgehört hatten, lag der Schwerpunkt vor allem im Jugend- und Schülerbereich. Dennoch konnten auf verschiedenen Veranstaltungen, wenn auch ohne Titel, einige gute Erfolge errungen werden. Zugute kam, dass das Kanu-Trainingsbecken im Schulzentrum Bochum Südwest fertig wurde. Nun hatte man die Möglichkeit, ein kanusportspezifisches Training in den Wintermonaten durchzuführen. Der Wandersport hatte einen herben Verlust zu erleiden. Der langjährige Wanderwart, der die Geschicke dieses Sportzweiges geleitet hatte, verstarb. Zum Glück stellte sich ein Vereinsmitglied zur Verfügung, dieser versuchte den Wandersport im LDKC aufrecht zu erhalten.

1980  nach oben

Der Linden-Dahlhauser KC hatte 1980 den Tod eines seiner prominentesten Mitglieder zu beklagen. Nach langjähriger Krankheit verstarb unser Ehrenvorsitzender Heinrich Goldbeck. Er war Gründungsmitglied des Vereins und hatte in den 53 Jahren seiner Mitgliedschaft zahlreiche Vorstandsfunktionen ausgeübt. Im Deutschen-Kanuverband war er einige Jahre als Jugendwart tätig. Am und im Bootshaus wurden weitere Arbeiten verrichtet. Eine neue Küche wurde eingebaut. In den oberen Clubräumen wurden neue Kunststofffenster angebracht. Über die Fiege-Brauerei   konnten für den vorderen Clubraum und für die Terrasse neue Bestuhlungen angeschafft werden. Im Rennsport ging es wieder aufwärts. Im Canadier und Kajak wurden im Jugend- bzw. Schülerbereich gute Ergebnisse erzielt. Eine große Anzahl Titel waren die Ausbeute. Die 29. Internationale Ruhrregatta in Bochum-Dahlhausen brachte dem LDKC den  2500. Sieg im Kanu-Rennsport seit Bestehen des Vereins. Auf dem Wanderfahrtsektor tat sich einiges. Der neue Wanderwart ging mit Elan und Schwung an die Arbeit. Von Wanderfahrern des Vereins wurden 1738 km zurückgelegt. Für besondere Leistungen bekamen Dahlhauser Wanderfahrer ein goldenes und ein silbernes Wanderfahrerabzeichen verliehen. 

1981  nach oben

Das Geschäftsjahr verlief für den LDKC im Allgemeinen zufriedenstellend. Nur die Bundesbahn machte dem Vorstand einige Sorgen. Man hatte dem Verein mitgeteilt, dass das Grundstück, auf dem unser Bootshaus steht, verkauft werden sollte. Letztendlich wurde das Vorhaben aber auf das nächste Jahr zurückgestellt. Die Aufbauarbeit im Rennsport machte 1981 weiter Fortschritte. Man versuchte mit Jugendlichen und Schülern nach vorn zu kommen. Mit  insgesamt 46 Personen wurde über Pfingsten ein Trainingslager am Edersee durchgeführt. Dieses wirkte sich dann auch bei den anstehenden Einladungsregatten, Westdeutschen- und Deutschen Meisterschaften durch herausragende Erfolge aus. Vor allem der Achtercanadier war das Paradeboot der Dahlhauser. Nur die Mädchen konnten sich noch nicht so durchsetzen, wie man es erwartet hatte. Der LDKC kam immerhin in diesem Jahr zu 35 ersten, 36 zweiten und 36 dritten Plätzen. Die Internationale Ruhrregatta in Dahlhausen nahm immer größere Formen an.  Die Regattagemeinschaft arbeitete vorbildlich zusammen, so dass von Seiten der Teilnehmer viel Lob ausgesprochen wurde. Die Aktivitäten der Wanderfahrer hätten besser sein können. Dennoch wurden insgesamt 1519 Fahrtenkilometer auf dem Wasser zurückgelegt.

1982  nach oben

Im Geschäftsleben des Vereins nahm auch 1982  immer noch der Kauf des Grundstücks einen bedeutenden Platz ein. Der Wert des Grundstücks lag bei ca. DM 53.000. Die finanzielle Belastung wäre für den Verein zu groß gewesen. Da die Bundesbahn auf jeden Fall verkaufen wollte, musste der Vorstand, um nicht in eine Zwangslage zu kommen, Gespräche mit der Bundesbahn und den Behörden aufnehmen. Da die Existenz des Vereins auf dem Spiel stand, legte sich der Vorstand fest, diesen Punkt eingehend mit den Mitgliedern in der nächsten Jahreshauptversammlung zu diskutieren. Danach sollte die Entscheidung getroffen werden. In den Wintermonaten hatten sich die Sportlerinnen und Sportler auf die neue Saison gut vorbereitet. Man wollte weiter nach vorne kommen. Das Trainingslager in diesem Jahr fand beim Herdecker Kanu-Club statt. Die gute Vorbereitung wirkte sich gleich durch gute Platzierungen auf Einladungsregatten aus. Bei den Westdeutschen Meisterschaften wurden im Jugend- und Schülerbereich 8 Titel geholt. 2 Titel und einige vordere Plätze waren eine erfreuliche Ausbeute bei den Deutschen Meisterschaften. Die Altherrenabteilung machte eine Jahresabschlussfahrt zur Mosel. 58 Sportlerinnen und Sportler erfüllten die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen.

1983  nach oben

Die Grundstücksangelegenheiten konnten endlich erledigt werden. Weitere Verhandlungen mit der Bundesbahn hatten ergeben, dass das uns zugesicherte Vorkaufsrecht nicht zu halten war. Die Bundesbahn hatte dieses Recht bereits zu einem früheren Zeitpunkt der Stadt Bochum zugesichert. In verschiedenen Verhandlungen mit den Politikern und der Verwaltung wurde erzielt, dass die Stadt Bochum das Grundstück kauft und mit dem Linden-Dahlhauser Kanu-Club einen Erbbaurecht-Vertrag über 50 Jahre abschließt. In diesem Vertrag wurde dem LDKC dann allerdings das Vorkaufsrecht zugesichert, falls die Stadt Bochum das Grundstück wieder veräußern will. Die Rennmannschaft konnte die Erfolge vom Vorjahr auf kleineren Regatten sowie auf Meisterschaften  in etwa wiederholen. 48 Mal durchfuhren Boote unseres Vereins als erste die Ziellinie. Ärger gab es mit der Benutzung des Trainingsbeckens im Schulzentrum Süd-West. Schon kurz nach der Inbetriebnahme hatten sich Störungen eingestellt. Die Wanderfahrer beteiligten sich mit 8 Sportkameraden an der Lennerallye. Weitere Ziele waren die Weser, Ems und der Hausfluss Ruhr. In verschiedenen Klassen erfüllten 61 Vereinsmitglieder die Bedingungen für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens.

1984  nach oben

Vom Vereinsleben ist aus 1984 nichts Besonderes zu berichten. Alles lief seinen gewohnten Gang und in gewohnten Bahnen. Der Bootshausausschuss, der nun schon einige Jahre tätig war, erledigte die anfallenden Arbeiten unter Mithilfe der Vereinsmitglieder zufriedenstellend. Schon in diesem Jahr machte man sich im Vorstand Gedanken über die Ausrichtung der Feier zum 60-jährigen Bestehen des Vereins 1987. Die Feier sollte nicht in einem zu großen Rahmen stattfinden, aber das Image des Vereins sollte dabei nicht vergessen werden. Eine erfreuliche Feststellung des Wanderwartes ergab, dass es mit dem Wandersport im LDKC aufwärts geht. Viele neue Interessierte entdeckten dieses schöne Hobby. Das führte dazu, dass mehr Wanderkilometer gefahren wurden. Die Wanderabteilung nahm an 3 Rallyes teil, und außerdem wurden die Flüsse Lenne, Altmühl, Weser, Ahr, Rur, Agger, Wied, Ain, Segre, Lippe sowie Rhein und Neckar befahren. Die Rennmannschaft holte sich die ersten Konditionsergebnisse bei den Frühjahrswaldläufen mit guten Erfolgen. Auch im  Trainingslager zu Ostern wurde an Technik und Ausdauer gearbeitet. Im Junioren- und Jugendbereich konnten auf einer großen Anzahl Regatten vordere Plätze belegt werden. Im Einer- und Zweiercanadier der Schüler wurden Dahlhauser Jungen auf Meisterschaften Erster über 500 m und 2000 m. Die Altherrenmannschaft, die ebenfalls an manchen Regatten im Achter teilnahm, konnte die meisten Rennen für sich entscheiden.  

1985  nach oben

Ein Sportjahr ohne größere Ereignisse. Die Zahl der Mitglieder hatte sich leicht erhöht, aber die Wunschzahl 300 konnte leider nicht erreicht werden. Eine Anregung des Sportkameraden Rolf-Dieter Sievering, eine Vereinszeitschrift zu erstellen, um Vereinsmitglieder über alle Geschehnisse  im LDKC zu informieren, wurde vom Vorstand mit Interesse entgegengenommen. Die mit viel Engagement erstellte Zeitschrift „Dahl`sen Ahoi“ wurde von nun an allen Mitgliedern 4-mal im Jahr zugestellt.    Wie so oft gab es  wieder Hochwasser, das natürlich viel Schlamm und Unrat mit sich brachte. Für die Mitglieder waren die Aufräumungsarbeiten wie immer mit viel Arbeit verbunden. Die unermüdliche Arbeit der Trainer, die ihren Schützlingen immer mit Rat und Tat zur Seite standen, zahlte sich in allen Belangen mit guten Ergebnissen aus. Mit dieser Einstellung kam man 1985 zu insgesamt 34 Siegen. Eingeleitet wurde die Saison wie so oft mit der Teilnahme an den verschiedenen Waldläufen des Bezirks Ruhr-Wupper, als auch beim Lauf der Bochumer Wassersportler. Gut vorbereitet ging man in die Regattasaison nach Wuppertal auf dem Stausee in Beyenburg. War die Ausbeute für unseren Verein  bei dieser Regatta noch gering, so steigerten sich die Sportler in den nächsten Wochen und hatten ihren Höhepunkt bei den Westdeutschen Meisterschaften. Auf dem Baldeneysee in Essen gab es für den LDKC 5 Titelträger im Einer, Zweier- und Achtercanadier. Mit großen Hoffnungen fuhr man zu den Deutschen Meisterschaften nach München. Leider erfüllten sich aber diese Hoffnungen nicht. Unsere Boote erzielten mit einigen  2. und  3. Plätzen trotz allem noch gute Erfolge.  

1986  nach oben

Zum 34. Mal wurde in diesem Jahr die Internationale Ruhrregatta ausgetragen. Und zum letzten Mal war die Ruhr in Dahlhausen der Austragungsort. Die immer größer werdenden Teilnehmerzahlen und die Wasserverhältnisse, bedingt durch Hochwasser, erforderten eine Reaktion der Regattagemeinschaft Bochum, diese Veranstaltung auf den Kemnader Stausee zu verlegen. In langen Verhandlungen mit der Stadt Bochum und Freizeit-Gesellschaft Kemnade wurde die Zusage von diesen Stellen gegeben. Ein Jahr lang viel Arbeit für die 4 Bochumer Kanusport-Vereine, um die Regatta 1987 am neuen Austragungsort erfolgreich durchführen zu können. Um unseren Sportlerinnen und Sportlern noch bessere Trainingsmöglichkeiten zu geben, wurde vom Vorstand angeregt, einen Kraft- und Gymnastikraum zu bauen. Mit dem Bau sollte, wenn die Finanzierung gesichert und die Baugenehmigung erteilt ist, unmittelbar begonnen werden. Aus Berlin kam von einem Sponsor eine Spende über DM 5000,- die den Leistungssportlern im LDKC für die Anschaffung von Trainingsanzügen zur Verfügung gestellt wurde. Eine weitere Spende kam von einem  früheren Vereinsmitglied und Rennfahrer, der uns den Kaufbetrag für einen neuen Viererkajak zur Verfügung stellte.  Dieser Viererkajak und noch 2 Einercanadier bekamen bei einem festlichen Taufakt ihre Namen. Um die Grundlage für Kondition und Leistungen zu schaffen, wurde ein Pfingsttrainingslager für unsere Rennmannschaft durchgeführt. Die Regattasaison verlief zufrieden stellend, zahlreiche Siege und vordere Plätze waren die Ausbeute bei Aufbauregatten, Westdeutschen- und Deutschen Meisterschaften. Im Wandersport war nur eine kleine Gruppe tätig. Trotzdem wurden in 1986 die Flüsse Werra, Diemel, Rur, Niers, Ruhr und Lippe befahren.  

1987  nach oben

Der Linden-Dahlhauser Kanu-Club wird 60 Jahre alt. Obwohl das 60-jährige Bestehen kein Jubiläum im üblichen Sinne war, sollte das Jahr 1987 innerhalb des Vereinslebens hierdurch geprägt werden. Man plante keine große Feier wie beim 50- jährigen Bestehen, aber man wollte den Mitgliedern und der Öffentlichkeit einiges bieten. Der Gründungstag am 16. Mai nur für Mitglieder und der Festakt am 12. September für Mitglieder, befreundete Vereine und geladene Gäste waren wohl die besonderen Feiern unter vielen Aktivitäten des Jubiläumsjahres. Vom 11. bis 13. September wurde ein umfangreiches Programm aus Anlass des Jubiläums abgewickelt. Am Freitag, dem 11. September wurde ein Volksfest eröffnet unter Mitwirkung zweier Spielmannszüge und Gesangvereinen. Der Festakt am Samstagmorgen wurde unter großer Beteiligung unserer Mitglieder, Vertreter befreundeter Vereine und geladener Gäste abgewickelt. Die Veranstaltung wurde musikalisch vom Akkordeonorchester  der Musikschule Bochum festlich umrahmt. Auch die Laudatio des 1. Vorsitzenden fand großen Anklang. Die Sportkameraden Günter Rohrbach, 37 Jahre Vorstandsmitglied und Willi Borgardt, 26 Jahre Kassierer, wurden mit der Vereinsehrennadel in Gold mit Brillant ausgezeichnet. Am Nachmittag wurden unter anderem erstmals Rennen im Sechser-Canadier für nicht kanusporttreibende Vereine aus Linden-Dahlhausen durchgeführt. Diese Rennen wurden dann am Sonntagnachmittag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fortgesetzt. Abends traf man sich zum Abschluss im Bootshaus zum Kanutenball, wo nach dem offiziellen Teil das Tanzbein geschwungen wurde. Eine Jubiläums-Herbstregatta im Oktober, zu der man viele Vereine aus dem In- und Ausland eingeladen hatte, fand großen Anklang. Die Rennfahrerinnen und Rennfahrer wollten im Jubiläumsjahr nicht hinten anstehen. Sie lieferten ihren Beitrag in Form von hervorragenden Leistungen ab. Nach einem guten Auftakt bei den ersten Regatten der Saison bereitete man sich am Sorpesee in einem Trainingslager auf die kommenden Meisterschaften vor. Von den Westdeutschen Meisterschaften, die auf dem Baldeneysee ausgetragen wurden, brachten unsere Mädchen und Jungen 11 Titel in verschiedenen Klassen mit nach Dahlhausen. Bei den Deutschen Meisterschaften, welche in Hamburg-Allermöhe stattfand, konnten ebenfalls gute Ergebnisse erzielt werden. Die Ausbeute waren 2 Titel sowie etliche 2. und 3. Plätze. Insgesamt kam man in diesem Jahr zu 59 Siegen. Alles im allem darf man feststellen, dass das Jubiläumsjahr 1987 für den LDKC ein überaus erfolgreiches war.

1988  nach oben

Durch die Aktivitäten im Jubiläumsjahr konnte der Verein durch die verschiedenen Darstellungen neue Freunde gewinnen und alte Freundschaften festigen. So war es klar, dass auch nach dem großen Erfolg mit den so genannten „Elefantenrennen“, die im Sechserwandercanadier für Linden-Dahlhauser Vereine durchgeführt wurden, diese auch während unseres Sommerfestes nicht wegzudenken waren. Im Mittelpunkt des Vereinslebens stand der Weiterbau des Kraftraumes. Der Rohbau wurde 1988 fertig gestellt. Das Dach war zum Jahresende ebenfalls angebracht worden. Die Arbeiten am Kraftraum konzentrierten sich nun auf die Außenverkleidung und den Innenausbau. Besonders rege war der Vorstand wieder in Bezug auf die Mitgliederbewegung; leider gelang es nicht die magische Zahl 300 zu erreichen. Die Kanu-Regattagemeinschaft, die 1963 gegründet wurde, feierte in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Die Internationale Ruhrregatta wurde in eine Nachwuchsveranstaltung umgewandelt. Es entstand der Junioren-Länderkampf. Nachdem die Internationale Regatta zum Kemnader See verlegt wurde, vermisste die Linden-Dahlhauser Bevölkerung eine Regatta vor der Haustür. So entschloss sich der Verein, alljährlich im Herbst eine Regatta auf der Ruhr durchzuführen. Die Leistungen unserer Rennkanuten knüpften an die Erfolge des Vorjahres an. Nach den Medaillengewinnen  bei den Frühjahrsregatten und bei der Internationalen Ruhrregatta konnten bei den Westdeutschen Meisterschaften 3 erste-, 2 zweite- und 5 dritte Plätze errungen werden. Die Erfolge setzten sich bei den Deutschen Meisterschaften fort mit 5 Siegen und einer großen Anzahl vorderer Plätze. Eine erfreuliche Bilanz, seit Vereinsbestehen wurde in diesem Jahr die 50. Deutsche Meisterschaft nach Dahlhausen an die Ruhr geholt.

1989  nach oben

Am 10. November konnte der Kraft- und Gymnastikraum fertig gestellt und unter Anwesenheit einiger Vertreter der Stadt Bochum eingeweiht werden. Fast 80.000 DM hatten der Bau und die Ausrüstung des Raumes gekostet. Auf der Jahreshauptversammlung gab es einige Veränderungen innerhalb des Vorstandes. Der 1. Geschäftsführer und der 1. Kassierer mussten neu gewählt werden. Die Bürgertage des Stadtbezirks Südwest fanden erstmals in der Ruhraue beim LDKC statt. Die Selbstdarstellung der Vereine und ihre Darbietungen fanden bei der Bevölkerung viel Interesse und Anerkennung. Die Saison 1989 hatte für die Dahlhauser Sportlerinnen und Sportler nicht gerade gut begonnen. So waren bei Waldläufen die Beteiligungen und Leistungen  eher mäßig. Bei den Auftaktregatten klappte es dann aber besser. Von den Westdeutschen Meisterschaften, die in Köln ausgetragen wurden, kehrte unsere Mannschaft mit hervorragenden Ergebnissen zurück. 9 Siege, 5 zweite Plätze und 3. Plätze sowie noch einige gute Platzierungen waren die Ausbeute der Dahlhauser Kanuten. Auch bei den Deutschen Meisterschaften in München waren die Erfolge mit 5 goldenen-, 2 silbernen- und 5 bronzenen Medaillen großartige Leistungen. Mit 22 Vereinen bei der Herbst-Einladungsregatta im September beendete unser Verein die Regattasaison. Im Wandersport versuchte man die Aktivitäten wieder intensiver zu gestalten. Eine Urlaubswanderfahrt auf der Dordogne in Frankreich sollte dazu beitragen. Es fanden sich 13 weibliche und männliche Clubmitglieder, die daran teilnahmen. Mit der Altherrenabschlussfahrt auf der Mosel wurde die Wandersaison beendet. 

1990  nach oben

Obwohl die Trainingsbedingungen für die Sportler sich durch die Nutzung des neuen Kraft- und Gymnastikraumes entschieden verbessert hatten, entsteht durch Dissonanzen in der Traineretage und Streitfragen bei den Trainingsmethoden kräftige Unruhe in der Mannschaft. Zusätzlich sind in allen Klassen die Sportler je in eine höhere  Altersgruppe gekommen. Einen besonderen Einschnitt erfährt vor allem die Schüler- und Jugendabteilung. Hier wurde mit Blick auf die Spitzensportler versäumt, für Nachwuchs zu sorgen. Intensive Bewerbungen und verschiedene Aktionen zur Nachwuchssuche scheitern jedoch. Es verbleiben lediglich Erfolge bei den wenigen verbliebenen Junioren und den Leistungsklassefahrern zu verbuchen: 2. und 3. Plätze bei der Deutschen Meisterschaft. Zusätzlich zum Kraftraum werden weitere Arbeits- und Betriebsräume des Anbaus als Werkstatt und Lagerräume erschlossen; der Bau einer Grillstation wird vorbereitet, auch Planungen zum Anschluss des Bootshauses an die öffentliche Abwasserleitung aufgenommen. Betrüblich ist die „Pensionierung“ des so erfolg- und hilfreich eingesetzten Bootstransport-LKW. Im Gedenken an seine verstorbenen Eltern gründet der ehemalige Rennfahrer Willy Strothotte eine Stiftung für den LDKC. Aus dieser sollen aus einem Stiftungskapital in der Zukunft förderungswürdige  Projekte und Maßnahmen des Vereins unterstützt werden.  

1991  nach oben

Weitere Diskussionen bei den Rennsportverantwortlichen brachten das Ergebnis, dass die Mannschaft völlig auseinander brach, die Aktivitäten einstellten oder sich anderen Vereinen anschlossen. Die Devise des Vorjahres wurde intensiviert: Aufbau einer breit angelegten Kampagne, um über den Breitensport über die Jahre hinweg wieder zu einer erfolgreichen Mannschaft zu gelangen.  Verstärkt  wurden die Bemühungen durch  Anschaffung  eines  Anhängers für Bootstransporte, der nun von einem zuvor gekauften VW-Transporter zu Wettkampf- und Trainingsstätten gezogen wurde. Eine  besondere  Bereicherung  war  natürlich  die  Fertigstellung  des  überdachten  Grillplatzes vor dem Bootshaus. Besonders hervorgetan haben sich bei diesen und anderen wichtigen Restaurierungsarbeiten die damals sehr bekannte „ Rentnerband“.

1992  nach oben

Das Jahr 1992 war bezeichnend für einen vorübergehenden Status des Vereins: mit 65 Jahren seit der Gründung wurde er `Rentner´. Alle Veranstaltungen dieses Jahres wurden intensiv benutzt, die bekannten Aktivitäten so zu beleben, dass der LDKC an seinen Bekanntheitsgrad wieder anschließen konnte. Insbesondere wurde durch Anreize in der Jugendarbeit ein verstärktes  Interesse auch der Eltern und Schüler registriert. Aber genügend gesellschaftliche Anlässe boten den Vereinsmitgliedern genügend Raum, den Verein in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nachdem bereits im Vorjahr die Bürgertage Südwest wieder in die Ruhrwiesen des LDKC zurückgekehrt waren, wurde neben dem Elefantenrennen mit neuer  Spitzenbeteiligung beim Sommerfest und der Herbstregatta ein dreitägiges Vereinsjubiläum „Dahlhausen steht Kopf“ zelebriert. Die Einsatzkräfte aller Vereinsmitglieder waren bis aufs äußerste gefordert. Allein  beim Jubiläumsfest wurden ca. 6.000 Besucher gezählt. Ein besonderes Jubiläum konnten unsere Frauen im Strick-Club feiern: Das Nadelwerk arbeitete hier bereits 15 Jahre an der Herstellung von Pullovern und Schals, die in der Winterzeit manch einem angenehme Wärme brachten.

 

Textfeld: Karl-Heinz Borgardt
1993 - 1999

 

 

 

 

 

1993  nach oben

Für das neue Jahr stand zum Jahresbeginn zunächst ein Nyala"> Führungswechsel an: Günter Rohrbach, der dem Verein bisher vorstand, hatte bereits zuvor  ange-kündigt, dass er nicht  mehr zur  Wahl ansteht.  Er  hatte  als  Nachfolger Karl-Heinz Borgardt vorgeschlagen, der zum  neuen  Vorsitzenden   gewählt   wurde.  Günter  Rohrbach  wird   in Würdigung  seiner Verdienste neben  Ewald Höfgen zum zweiten Ehrenpräsidenten gewählt. Die neue Mannschaft übernahm einen Verein, bei dem die Mitgliederzahl  stark im Aufwind war. Bereits im Vorjahr wurde die „magische Zahl“ von 300 Mitgliedern bereits erreicht; in diesem Jahr stetig weit darüber gehalten. Bemerkenswert war vor allem, dass an diesem Trend die Rennmannschaft großen Anteil hatte. Deren Erfolge konnten sich rasch auf den einschlägigen Wettkampfbahnen sehen lassen. Bei insgesamt 11 Regatten war der LDKC wieder durch Sportler aller Altersklassen vertreten. Vor allem die wieder erreichte Teilnahme bei den  Deutschen Meisterschaften in München machte den Verein stolz. Die Wanderabteilung machte durch Teilnahme von Vertretern aus dem Rennsport besonders von sich reden, da diese ausgedehnten Touren auf mehreren inländischen Flüssen, Kanälen und Seen unvergessene Erlebnisse für junge Nachwuchssportler, aber auch für die aktiven Wanderfahrer brachten. Umfangreiche Bauaktivitäten hatte wiederum der Bauausschuss und die Rentnerband produziert: Herrichtung des Außengeländes, Ausgestaltung der Clubräume und Bau einer Garage.

1994  nach oben

Das neue Jahr begann wie so häufig an der Ruhr mit Hochwasser! Die Sylvesterraketen fielen nicht nur ins Wasser, das Hochwasser hinterließ auch noch so viele Schäden und Schlamm, die noch wochenlang später beseitigt werden mussten. Nicht nur die steigende Zahl der Mitglieder war erfreulich zu beobachten (in diesem Jahr stieg sie auf beachtliche 368), sondern auch das Interesse an der Mitarbeit auf verschiedenen Ebenen schlug sich auch in der Teilnehmerzahl bei der Jahreshauptversammlung von einmaligen 102 stimmberechtigten Mitgliedern nieder. Diese war so stark besucht wie selten eine Versammlung zuvor. Ein Grund wird vermutet: die Zerwürfnisse beim Rennsport und in der Jugendarbeit. Aber alle Verhandlungs- und Kompromissbereitschaften schlugen fehl. So war man gezwungen, in vielen Belangen einen Neuanfang zu beginnen. Eine Schlagzeile erschreckte die Bochumer Bevölkerung nach langer Zeit dennoch: „Ein Achter kenterte“. Diese wohl aufregendste Szene gab es sonst nur in längst vergangen geglaubten Zeiten. Aber es traf Gott sein Dank kein Dahlhauser Boot. Auf der Herbstregatta hat der enorme Wellenschlag die Mannschaft des KC Wiking über Bord gefegt. Nach bangen Minuten erreichten alle Paddler das rettende Ufer und das leider auch noch bei typischem Dahlhauser „Regattawetter“ 

1995  nach oben

Dieses Jahr hatte eine Reihe unterschiedlicher Höhepunkte und Entwicklungen auf Lager. Wieder einmal hieß es für die Kanuten, nicht die Hände an die Paddel, sondern an die Arbeitsgeräte: Infolge kritischer Beobachtungen und einiger Auflagen der Feuerwehr für den Brandschutz mussten im Bereich der Wohnung des Vereinswirtes und der Schanktheke Änderungen vorgenommen werden. Diese waren so einschneidend, dass auf Vorschlag des Bootshausausschusses die Gelegenheit genommen wurde, den Thekenbereich neu zu gestalten.  Dieser hat auch noch heute sein gleiches einladendes Aussehen. Gleichzeitig wurde im Erdgeschoß unterhalb der Theke mit eigener handwerklicher Fähigkeit der Kanuten ein Kühlkeller eingerichtet. Auch die gesamte elektrische Installation im Bootshaus wurde modernisiert. So erstrahlte das Vereinsheim wie oft schon nach Renovierungen mit neuem Charme. Der Wandersport hatte, wie in den Jahren zuvor, schon lange nicht gekannte Aktivitäten am Vereinsheim und auf reichlich Paddeltouren weiterentwickelt. Und dies, obwohl durch die lang anhaltende feuchte Jahreszeit erst am 7. Mai angepaddelt werden konnte. Bei der Jugend wurden ebenfalls neue und abwechslungsreiche Events angeboten. Dies hatte gleich durchschlagenden Erfolg auf den Rennsport, weil sich die Verantwortlichen aus der  Jugendarbeit gleichermaßen als Trainer der Jungen und Mädchen engagierten. So war überraschend zu beobachten, dass bereits wieder 12 Siege, 15 zweite und 23 dritte Plätze auf Regatten herausgefahren wurden. Insbesondere die Deutsche Meisterschaft konnte, wenn auch dort noch kein vorderer Platz herauskam, wieder beschickt werden. Neben dem immer stärkeren  Zulauf beim Elefantenrennen des Sommerfestes und der Herbstregatta vor der Haustür waren die Mitglieder auch bei den sonstigen Veranstaltungen des Frühjahrs und des Herbstes mit Schießwettkämpfen, Knobel- und Skatturnier und geselligem Winterfest äußerst gefordert, da die Anreize für Mitglieder und Besucher bereits in den Vorjahren hierfür geschaffen wurden. Ein allerdings nicht alltägliches Ereignis sollte den Veranstaltungskalender des LDKC in diesem Jahr besonderen Glanz geben: Im April wurde zu einem „Seniorentreffen“ eingeladen. Vor allem Mitglieder, die dem Verein schon vor und während des 2. Weltkrieges angehört hatten. 47 Kameradinnen und Kameraden konnten der Einladung folgen und haben sich im Bootshaus eingefunden; darunter auch 3 ehemalige Mitglieder, die bereits älter als 80 Jahre waren. Hier wurden die Ereignisse der vergangenen `wilden Zeiten´ mit großem Interesse und vorhandener Vehemenz ausgetauscht.

1996 nach oben

Der Trend der Höhen und Tiefen setzte sich auch im Folgejahr fort. „Geselligkeit im Mittelpunkt“, so hatte der Stadtspiegel zu Ende des Jahres den LDKC resümiert. Für das Vereinsleben war der Satz symbolisch für den Ablauf des Jahres. Nach dem hoffnungsfrohen Neuansetzen im sportlichen Bereich war wieder keine Fortsetzung des Aufschwungs zu erkennen. Eine Ausnahme war jedoch Glanzlicht in dieser Rennsaison: der wiederbelebte Achter, der sich vornehmlich aus `Ehemaligen´ mit viel Motivation zusammengefunden und auf den meisten Regatten nur vordere Plätze herausgefahren hatte. Dagegen konnte der Wanderwart bereits über die tollen Erlebnisse des Vorjahres in der Jahreshauptversammlung berichten und die unvergessenen Fahrten auf der Ruhr und anderen lange nicht mehr befahrenen Gewässern mit reichlich 28 aktiven Paddlern im ganzen Jahr fortsetzen. Auch das An- und Abpaddeln gehörte hier seit langer Zeit wieder routinemäßig zum Programm. Verfolgt man die Aufzeichnungen der Vereinsannalen, haben sich die übrigen Aktivitäten jedoch überwiegend auf den gesellschaftlichen, geselligen Teil kapriziert. Jedoch auch wie in den Vorjahren mit steigender Intensität. Allerdings konnte das Jahr 1996 auch zwei 10jährige Jubiläen vorweisen: Das 10. Elefantenrennen bei den Sommerfesten sowie die 10. Herbst-Einladungsregatta des LDKC. Überschattet wurden die Vereinsaktivitäten jedoch jäh durch Todesfälle zweier Persönlichkeiten, die in den letzten Jahrzehnten das Vereinsleben mitgeprägt hatten. Mitte des Jahres verstarb nach zunächst harmloser erscheinenden Krankheit plötzlich der Ehrenpräsident Ewald Höfgen, der als erster Nachkriegsvorsitzender mit 25 Jahren Lebensalter seit 1947 wiederum 25 Jahre lang die Geschicke des Vereins geleitet hat und später über den Vorsitz im Bootshausausschuß  die vor erwähnten Erweiterungs- und Sanierungsbauten stets mit realisiert hat. Der zweite Todesfall erschreckte die Mitglieder am Jahresende. Hier holte eine tückische Krebserkrankung „Heinemann“ Schrage von uns. Ihm war neben seiner eigenen sportlichen Laufbahn zu verdanken, dass die Nachwuchsarbeit im Rennsport stets eine breite Basis fand und zu den steten Erfolgen führte. Mit viel Einfühlungsvermögen hat er die jungen Sportler über die vielen Jahre geführt und betreut.    

1997 nach oben

Der Linden-Dahlhauser Kanu-Club wird 70 Jahre alt. Am 16. Mai trafen sich die Mitglieder im Bootshaus, um dem Gründungstag des LDKC zu gedenken.   Beim Rückblick konnte man feststellen, dass der Verein zwar schwere, aber überwiegend erfolg- und erlebnisreiche Jahre hinter sich bringen konnte. Das Jubiläum sollte Bestandteil aller Veranstaltungen in 1997 sein. Am Samstagmorgen, dem 17 Mai fand im Bootshaus die Jubiläumsfeier mit geladenen Gästen und Vereinen statt. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Borgardt hielt der Ehrenpräsident Günter Rohrbach die Laudatio. Anschließend wurden den Vertretern der Kommunen und den Vereinen Gelegenheit gegeben, zu gratulieren. Die Feier wurde durch den  Seemanns-Chor der Marinekameradschaft Linden-Dahlhausen begleitet. Dem 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Borgardt wurde für seine langjährige Mitgliedschaft,  Vorstandsarbeiten in verschiedenen Bereichen und zuletzt als 1. Vorsitzender, die goldene Vereinsehrennadel mit Brillant verliehen. Außerdem war er 18 Jahre als stellvertretender Vorsitzender im Vorstand der Kanu- Regattagemeinschaft Bochum tätig. Die Sportkameraden Rolf-Dieter Sievering und Willi Borgardt wurden für 50jährige Mitgliedschaft und verantwortungsvolle Vorstandsarbeiten zu Ehrenmitgliedern ernannt. Das Sommerfest des LDKC fand unter großer Beteiligung der Linden-Dahlhauser Bevölkerung statt,  auf dem wie schon seit einigen Jahren die beliebten Elefantenrennen für nicht kanusporttreibende Vereine durchgeführt wurden. Über 20 Vereine hatten gemeldet, um ihre Kräfte im Wandersechsercanadier auf der Ruhr zu messen. Die Herbst-Einladungsregatta nahm immer größere Formen an, 26 Vereine aus dem In- und Ausland hatten ihre Zusage gegeben. Während der Regatta wurden in einem Einlagerennen Drachenboote vorgestellt, mit großem Interesse verfolgten die Zuschauer die für sie neue Bootsart. Wenn auch im Rennsport keine Meistertitel nach Dahlhausen geholt werden konnten, so gab es dennoch eine große Anzahl guter Platzierungen auf verschiedenen Veranstaltungen in der Saison 1997. Erfreulich war, wenn auch nur mit einer kleinen Gruppe, dass der Wandersport im LDKC wieder an Bedeutung zunahm. Das ganze Jahr über waren Dahlhauser Wanderfahrer auf vielen Flüssen anzutreffen.

1998  nach oben

Ein arbeitsreiches Jahr 1997 hatten die Verantwortlichen und Mitglieder  des LDKC hinter sich gelassen. Die im Frühjahr einberufene Jahreshauptversammlung hatte einen guten und harmonischen Verlauf. Der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Borgardt informierte die Versammlung, dass er 1999 aus Altersgründen nicht mehr kandidieren werde. So hatte man genügend Zeit, einen neuen Sportkameraden zu finden, um diese arbeitsreiche Tätigkeit fortzuführen. Im und am Bootshaus wurden vom Bootshausausschuß, im Einvernehmen mit dem Vorstand, weitere Verschönerungsarbeiten durchgeführt. Unter anderem wurde die Deckenbeleuchtung im vorderen Clubraum  erneuert, der obere Eingang zum Bootshaus behindertengerecht umgebaut und eine Parkplatzbeleuchtung installiert. Alle anfallenden Arbeiten konnten unter Mithilfe der Mitglieder in Eigenarbeit durchgeführt werden. Auch in diesem Jahr gab es wieder eine große Anzahl gesellschaftlicher Ereignisse, wobei das Sommerfest des LDKC wieder die herausragende Veranstaltung war. Die Herbst-Einladungsregatta in Dahlhausen auf der Ruhr konnte wieder unter enormem Einsatz vieler Vereinsmitglieder erfolgreich abgeschlossen werden. Nicht nur bei der Dahlhauser Regatta konnte unsere Rennmannschaft gute Ergebnisse erzielen, sondern auch auf vielen anderen Regattaplätzen waren unsere Rennfahrerinnen und Rennfahrer auf vorderen Plätzen zu finden. Um die Internationale Ruhrregatta auf dem Kemnadersee erfolgreich durchführen zu können, waren neben den anderen Bochumer Kanuvereinen auch unsere Vereinsmitglieder wie schon in den vielen Jahren davor im Einsatz. Ob beim Auf- oder Abbau der Regattastrecke, oder  auch an den Regattatagen trugen Sportkameradinnen und Sportkameraden zum Gelingen der Veranstaltung dabei.   

Textfeld: Josef Steinke
1999 - 2005

 

 

 

 

 

 

1999  nach oben

Auf der Jahreshauptversammlung gab es den in  1998 angekündigten Rücktritt des 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Borgardt. Während seiner langjährigen  Mitgliedschaft hat er, neben seiner hervorragenden sportlichen Laufbahn im Canadierrennsport, zahlreiche Vorstandsämter im Linden-Dahlhauser Kanu-Club über viele Jahre  hinaus mit  Freude  und  Einsatzwillen  übernommen. Auch bei seiner langen Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender der Kanu-Regattagemeinschaft Bochum, hat er sich mit großem Eifer für die Gemeinschaft und den Kanusport eingesetzt. Für seine Verdienste im LDKC und KRG Bochum wurde Karl-Heinz Borgardt vom neuen Vorstand als  Ehrenmitglied im LDKC vorgeschlagen und von der Versammlung einstimmig gewählt. Neuer 1 Vorsitzende wurde Josef Steinke, der schon seit einigen Jahren als Geschäftsführer im Vorstand tätig war. Auch in diesem Jahr hatte man sich viele Aktivitäten für das Sportjahr 1999 vorgenommen. Wie immer waren das Sommerfest und die

2000  nach oben

Das Vereinsheim des Kanuclubs bekommt ein neues Pächterehepaar. Der alte Wanderachter des Vereins die „Dahlsen“ landet, nachdem er über viele Jahre auf Flüssen und Seen unterwegs war, zum Ende auf dem Osterfeuer. Beim Vereinsosterschießen landen auf den ersten 3 Podestplätzen nur Frauen. Im Rennsport bricht der LDKC mit einer langen Tradition, Jungen dürfen jetzt auch im Kajak trainieren und auf Regatten starten. Noch eine lange Tradition muss aufgegeben werden: der Vorstand beschloss, mangels Beteiligung in diesem Jahr: „keine Regatta mehr in Dahlhausen“. Beim Elefantenrennen während des Sommerfestes kamen die Sieger zum ersten Mal aus einem Verein. Bei Damen und Herren siegte die DLRG. Die Flasche mit den „Lauscheppergroschen“ auf der Theke im Bootshaus, erbrachte zum letzten Mal eine Summe in DM:  591,34. 

2001  nach oben

Auf der Jahreshauptversammlung wurde noch einmal über das Aus der Herbstregatta diskutiert, aber der Vorstand  blieb dabei, keine Regatta mehr in Dahlhausen. Eine schwere Entscheidung, denn seit Bestehen des Vereins wurde, bis auf sehr wenige Ausnahmen, jedes Jahr diese beliebte Veranstaltung durchgeführt.Der Mitgliederstand ging leider wieder etwas zurück. Es wurde versucht, den Rückgang durch Mitgliederwerbung vor allem im Schüler- und  Jugendbereich aufzufangen. Im Rennsport baute man auf den Nachwuchs, es wurde versucht mit den noch verbleibenden älteren Rennfahrerinnen und Rennfahrern eine Mannschaft zu bilden, die den LDKC wie gewohnt erfolgreich auf Regattaplätzen vertreten konnte. Es gab dann auch einige gute Platzierungen nicht nur auf kleineren, sondern auch auf größeren Regatten für die Dahlhauser Kanuten. Der Wandersport bekam neuen Aufschwung. Etliche Vereinsmitglieder beteiligten sich mit der ganzen Familie, um diesen schönen und gesundheitlichen Sport auszuüben. Von der Wanderabteilung kam der Wunsch an den Vorstand, speziell für Wanderboote einen Transportanhänger anzuschaffen, weil der vorhandene Bootstransportanhänger zum größten Teil der Rennmannschaft zur Verfügung stand. Eine traurige Nachricht erschütterte alle Mitglieder des Vereins, der Ehrenpräsident und ehemalige langjährige Vorsitzende Günter Rohrbach war nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Seine ganze Kraft galt dem LDKC, wo er nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft gleich Verantwortung auf verschiedenen Positionen im Vorstand bis zu seinem Tod übernahm. Nicht nur im Verein sondern auch auf Verbandsebene war er mit ganzem Herzen für den Kanusport tätig.  

2002  nach oben

Der Vorstand machte sich über den stetigen Mitgliederrückgang für die Zukunft des LDKC ernsthafte Sorgen. Auf der Jahreshauptversammlung wurde nach ausgiebiger Diskussion ein Gremium gebildet, welches bis zur nächsten Hauptversammlung ein Arbeitspapier für eine neue Strategie im Linden-Dahlhauser Kanu-Club ausarbeiten sollte.Sorgen machte sich auch der Vorstand über die Dacheindeckung des Bootshauses, immer wieder mussten kleine Undichtigkeiten notdürftig behoben werden. Es war nur noch eine Frage der Zeit, dass mit einem größeren finanziellen Aufwand eine neue Dachabdeckung aufgelegt werden musste. Im Rennsport konnte man an die Vorjahresergebnisse anknüpfen. Die Wanderfahrer setzten ihre gemeinsamen Fahrten wie schon 2001 mit großer Anzahl Teilnehmer fort. Außer unserem Sommerfest mit den beliebten Elefantenrennen wurden den Vereinsmitgliedern noch  viele Gegebenheiten  wie Skat spielen, Knobeln und vieles andere im oder am Bootshaus angeboten. Wieder wurden die Mitglieder von einer traurigen Nachricht überrascht. Willi Borgardt, der 26 Jahre die Finanzen des LDKC verwaltet hatte, verstarb plötzlich und unerwartet während eines Urlaubs in Fieberbrunn in Österreich. Über den LDKC hinaus verwaltete er ebenfalls für einige Jahre die finanziellen Angelegenheiten der Kanu-Regattagemeinschaft Bochum.

2003  nach oben

Das angestrebte Arbeitspapier für eine neue Strategie im LDKC wurde mit viel Mühe und Fachbezug erstellt. Leider konnte dieses Vorhaben, das mit Umbauarbeiten der unteren Bootshausräume  und Anschaffung von diversen Sportgeräten verbunden gewesen wäre, aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden. Der vor zwei Jahren von der Wanderabteilung gewünschte Bootstransportanhänger wurde vom Vorstand in Auftrag gegeben  und am Anfang der Wandersaison ausgeliefert. Von nun an konnten Termine ohne große Absprachen mit der Rennsportabteilung festgelegt und durchgeführt werden. Einen kleinen Tiefpunkt hatte der Rennsport zu verzeichnen. Man beschränkte sich in der Hauptsache auf den Schüler- und Jugendbereich, um den Sport im LDKC überhaupt aufrecht  erhalten zu können. Vom Vorstand und von den Verantwortlichen wurde in Sachen Rennsport alles getan, um Schüler und Jugendliche für den schönen Kanusport zu begeistern  und damit für den LDKC zu gewinnen. 

2004  nach oben

Ein Sportjahr, das für den Vorstand kein besonderes aber doch mit einigen nicht erfreulichen Entscheidungen behaftet war. Zunächst einmal musste das in die Jahre gekommene und oft reparierte Bootshausdach neu eingedeckt werden. Für den Verein mal wieder ein finanzieller  Gewaltakt. Außerdem mussten in den unteren Räumen diverse Instandsetzungsarbeiten und im Außenbereich, wie jedes Jahr, Erhaltungsmaßnahmen erledigt werden. Die Herausgabe der beliebten Vereinszeitschrift „Dahl`sen Ahoi“, durch die seit 1985 alle Vereinsmitglieder 4-mal im Jahr über alle Geschehnisse innerhalb des LDKC informiert  wurden,  musste zum  Bedauern  vieler  Mitglieder   vom  Vorstand  eingestellt  werden. Diese Maßnahme war erforderlich, weil sich schon in den letzten Jahren immer weniger Leute für die Gestaltung   mit Berichten oder Informationen zur Verfügung stellten. Der in 1991 angeschaffte VW-Bus, welcher als Zugfahrzeug für die Bootstransportanhänger oder für den Transport der Sportler zu Regatten oder Wanderfahrten  benutzt wurde, ist  mangels Gebrauch und Altersgründen verkauft worden. Erfreulich die Entwicklung im Rennsport, immer mehr Schüler und Jugendliche, oft in Begleitung ihrer Eltern, versuchten das Paddeln zu erlernen. Trainer und Übungsleiter waren an manchen Tagen voll im Einsatz, um allen die Möglichkeit zu geben, einmal ins Boot zu steigen. Der neue Bootstransportanhänger war eine Bereicherung für den Wandersport. Termine für Vereins- oder Verbandswanderfahrten konnten unabhängig vom Rennsport geplant und durchgeführt werden.  

2005  nach oben

Einen vergleichbaren Einschnitt hatte der LDKC bisher noch nicht erlebt.  Obwohl  lange  zuvor  einige  der  Mitglieder im Vorstand erklärt hatten, dass sie nach langjähriger Mitarbeit für eine Wiederwahl nicht mehr zur  Verfügung standen, wurde für Nachfolger keine Sorge getragen. So ergab  sich, dass in der Jahreshauptversammlung zunächst ein Geschäftsführender Vorstand nicht gewählt werden konnte; nach gründlicher Beratung dann doch ein Vorstand aus  der  Versammlung  hervorging. Allerdings –und das war ein Novum- ohne Leitung eines 1. Vorsitzenden. Allerdings war dies ein Ansporn für den Vorstand, die Verhältnisse mit einem komplett besetzten Vorstand im nächsten Jahr wieder herzustellen und mit einer grundlegenden Konzeption die Geschicke des Vereins für die nächsten Jahre auf sichere Basis zu bringen. Allein durch die Einbindung vieler Mitglieder in die Entscheidungen zur Ausgestaltung der Aktivitäten haben sich bei der Vorbereitung und Durchführung des Sommerfestes 102 Mitglieder beteiligt. Der Zielstrebigkeit aller ist es zu verdanken, dass das Engagement für die gesellschaftlichen Ausgestaltungen den Verein wieder in die Schlagzeilen der Presse zurückbrachte. An dieser Stelle zeigt sich einmal wieder ganz deutlich, dass der Wille der Kanuten nur mit guten Charaktereigenschaften besetzt ist, nämlich eine sichere Basis für die eigene Bestätigung gemeinsam mit anderen zu festigen,  und auch in der Lage ist, kleinere Blessuren gelassen wegzustecken. Das Highlight des Jahres war allerdings eben das Sommerfest, dass bei bestem Wetter großen Zulauf aus der Bevölkerung brachte; aber durch gezielte Bewerbung der interessierten Teams beim Elefantenrennen brachte eine bis dorthin nicht gekannte Beteiligung: allein 13 Damen- und 23 Herren-Mannschaften hatten sich in die Startlisten eingetragen, um anschließend aus den begehrten Pokalen Sekt zu genießen und diese nach Hause zu tragen. 

Textfeld: Ralf Höfgen
2006 - 2007

 

 

 

 

 

2006  nach oben

Nach einer Phase gründlicher Beratung im Vorstand und mit allen Beteiligten, die sich stets in  Vereinsaktivitäten eingebracht  haben, konnte  in der nächsten Jahreshauptversammlung eine Konsolidierung berichtet werden. Eine Reihe verwaltungstechnischer und organisatorischer Problempunkte  konnten im Verein und gemeinsam mit Behörden abgestimmt und bereinigt werden. Die Versammlung wählte Ralf Höfgen zum neuen 1. Vorsitzenden. Mit der  starken  Unterstützung  des  gesamten Vorstandes und der Mitglieder konnte ein Bild für eine Weiterentwicklung des Vereins in den letzten zwei  Jahren  gezeichnet werden. In  diesem  heißen  Sommer beschäftigte ein  Phänomen ganz besonders die Mitglieder: fortwährend wurden Diebstähle, Zerstörungen und in der heißen Sommerzeit Belästigungen und Verunreinigungen zur Plage des Vereins. Gemeinsam mit Ordnungskräften der Polizei und der Stadt Bochum konnte eine relative Eindämmung erreicht werden. Immer wieder jedoch wurden die Mitglieder irritiert durch den Diebstahl der für den Verein auf dem Nachbargrundstück gelegenen  Wasseruhr. Aber auch andere Probleme der gesellschaftlichen Entwicklungen wie die Kosten für Energieversorgung und der Renovierung des Eigentums gingen nicht spurlos vorbei. Hier sind mit Hilfe von 1-€-Kräften und mit Einsatz der Mitglieder zahlreiche Arbeiten und Strategien entwickelt worden. In der Jugend- und der Sportarbeit ist dank dem uneigennützigen Einsatz der Fachwarte und Trainer wieder eine spriesliche  Mannschaft mit Schülern und Jugendlichen erwachsen. Bereits an zahlreichen Regatten haben unsere jungen Kanuten wieder vordere Plätze errungen. Das Elefantenrennen beim Sommerfest konnte auf ein 20jähriges Jubiläum bei weiter zunehmender Beteiligung zurückblicken. Einen neuen Kontakt zur Außenwelt hat der LDKC ebenfalls zeitgemäß durch die Internetseite  www.ldkc.eu eingerichtet. Hier werden seit Frühjahr des Jahres aktuelle Nachrichten aus dem Verein veröffentlicht. Durch die dort enthaltenen Email-Anschriften der Vorstandsmitglieder sind Kontaktaufnahmen nun jederzeit möglich. Erfreulich war zudem, dass nach mehrjährigem Stillstand das Kanu-Trainingsbecken im Schulzentrum Südwest mit wesentlichem Anteil des LDKC wieder betriebsbereit wurde und nun für das Ausgleichstrainings im Winter benutzt werden kann. Hier haben umfangreiche Antriebsaggregate und Reinigungsarbeiten stattgefunden, an denen unsere Mitglieder viele Stunden investiert haben.  

2007  nach oben

Der Verein feiert in diesem Jahr sein 80jähriges Bestehen. Zur Zeit der Jubiläumsveranstaltung ist das Jahr bereits fast zur Hälfte abgelaufen. Hier haben sich allerdings sehr erwähnenswerte Ereignisse in der Vereinsgeschichte eingefügt. Dem Einsatz einer Arbeitsgruppe sind Initiativen zu verdanken, dass der LDKC sich in diesem Jahr einem neuen Standbein im Sport verschrieben hat. Der in Deutschland immer populärer werdende Drachenbootsport wird nun auch als dritte Säule des Vereins bei uns betrieben. Umfangreiche Spenden aus unserer Strothotte-Stiftung und externen Sponsoren ist die Anschaffung von zwei Drachenbooten mit samt einem speziellen Transportanhänger zu verdanken. Neben den traditionellen Betätigungen im Renn- und Wandersport eröffnet sich für uns nun eine Möglichkeit, den Verein wieder in aller Munde zu führen. Die „Dahl´sen Dragons“ werden als Team unseren Verein auf den Regatten vertreten.   

Vor genau 50 Jahren wurde unser Bootshaus eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Seither haben sich eine Reihe von Veränderungen in Form von An- und auch Umbauten im und am Bootshaus ergeben. Immer wieder aber ist es der Schaffenskraft der Vereinsmitglieder zu verdanken, dass diese Arbeiten solide und aus finanzieller Sicht für den Verein verträglich durchgeführt werden konnten.

Auf ebenfalls 50 Jahre gründet sich unsere diesjährige Zusammenarbeit mit der Bochumer Stammbrauerei Moritz Fiege. Immer wieder hat diese uns nicht nur rechtzeitig und ausreichend beliefert; unser Vertragspartner hat uns auch bei vielen wichtigen Einrichtungs- und Umbauprojekten in der Vereinsgaststätte und den Gesellschaftsräumen mit Rat und Tat zur Seite gestanden und gemütliche Einrichtungen gestaltet.  

Mit diesen nur schlaglichtartigen Jahresberichten wollen wir unsere Vereinsgeschichte darlegen und wünschen uns, den Mitgliedern des Vereins, für die Zukunft, dass die Gradlinigkeit der Kanuten eine lange Vereinsgeschichte fortsetzen kann. Unseren Nachbarn und Freunden des Vereins, den Vertretern der Verbände, den Politikern und Vertretern der Verwaltung und allen, die wir hier nicht erwähnt haben, danken wir für die stets freundliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit und werden zusagen, dass wir uns für eine Fortsetzung aller guten Kontakte verbürgen.

 Ahoi ! 

 

                                     

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