| LDKC-Home News Nachrichten Termine&Berichte Archiv Vorstand&Kontakt Bootshaus Fotostrecken Kanurennsport Kanuwandern Freizeitsport Drachenboot Der Pott brennt DB Schülercup Elefantenrennen Bootsverleih Gästebuch DKV Links Sponsoren Wasserstand Impressum |
Linden - Dahlhauser Kanu - Club e.V. Wir sorgen für Bewegung
80 Jahre Vereinsgeschichte
80 Jahre Vereinsgeschichte
Am
16.Mai 1927 gründeten 18 Sportkameraden den Linden-Dahlhauser Kanu-Club.
Gründungsmitglieder Josef Albers
sen., Josef Albers jun., Hans Bergmann, Ferdinand Herfurt, Heinrich Buschmann
sen., Hans Bube, Otto Herfurt, Heinrich Knippschild, Ewald Klein, August
Poggenpohl, Ernst Lelles, Heinrich Poggenpohl, Heinrich Goldbeck jun., Karl Stöter,
Ernst Sievering, Rudolf Sievering, Wilhelm Sievering, Franz Waldvogel.
Der Schreinermeister Josef Albers sen. wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Im Frühjahr konnte der Grundstein zum Bau des zweiten Bootshauses gelegt werden.Bei der Suche nach geeignetem Material hatte man Glück. Die Notkirche der katholischen Kirchengemeinde, welche überwiegend aus Holz bestand, stand zum Abbruch. Man kaufte für wenig Geld das Gebäude und zerlegte es in Einzelteile. Mit den verschiedenen Materialien begann man sofort mit dem Neubau des neuen Bootshauses. Der Sportbetrieb ruhte in den Sommermonaten, da alle zur Verfügung stehende Zeit in den Neubau gesteckt wurde. Im Herbst des Jahres konnte das neue Heim bezogen werden.
Nach einem arbeitsreichen Jahr und einem neuen Vorsitzenden Oskar Sievering konnte nun der Sportbetrieb wieder aufgenommen werden. Ein erstes Rennboot, ein Zweierfaltboot konnte angeschafft werden. Mit großem Trainingseifer blieben die Erfolge nicht aus. Zahlreiche Siege und vordere Plätze waren der Lohn für Mühe und Ausdauer. Bei den Kurzstrecken Gaumeisterschaften, die der LDKC in Dahlhausen auf der Ruhr ausrichtete, konnten zahlreiche Siege und vordere Plätze errungen werden. Mit den erforderlichen Kenntnissen eines Schreinermeisters begann man mit dem Eigenbau von zwei Einerkajaks und einem Zweierkajak. Später kam dann noch ein Viererkajak hinzu. Auf dieses Bootsmaterial konnte man in der folgenden Saison zurückgreifen. Zum
ersten Mal starteten die Linden-Dahlhauser Kanuten bei der traditionellen
Wuppertaler Stadtregatta, die alljährlich auf dem Beyenburger
Stausee ausgetragen wurde. Von nun an war der LDKC immer bei dieser
Regatta vertreten. Gleich beim ersten Start in Wuppertal konnten Rennfahrerinnen
und Rennfahrer aus Dahlhausen in verschiedenen Bootsklassen erste und zweite Plätze
belegen. Auch auf anderen Regattaplätzen ging
die noch kleine Rennmannschaft des Vereins sehr erfolgreich an den Start. Das Jahr 1931 sollte von der Bedeutung her ein ganz besonderes für die Linden-Dahlhauser werden. Wurde doch in diesem Jahr der Grundstein gelegt, der für den LDKC im weiteren Verlauf seines Vereinsbestehens ganz besonders erfolgreich werden sollte. Nicht nur im Kajak, sondern auch im Canadier, sollten männliche Sportler an den Start gehen. Der damalige Sportwart war zunächst nicht damit einverstanden, ließ sich dann aber doch überzeugen. Diese Entscheidung wurde in vielen Jahren zum Aushängeschild des Vereins. Bei den Gaumeisterschaften gab es schon die ersten Siege im Einer- und Zweiercanadier für den LDKC. Von diesem Zeitpunkt an wurden die Canadierfahrer des LDKC für alle in Westdeutschland eine ernsthafte Konkurrenz. Den Damen aber war es vorbehalten, auch weiterhin in den Faltbootrennen zu starten. Die Hochburg im Canadierennsport innerhalb des Deutschen Reiches war zu diesem Zeitpunkt Hamburg. Von dort stammte auch die Idee, einen Mannschaftscanadier, der mit 10 Fahrern und einem Steuermann besetzt war, zu fahren. Im selben Jahr verfügte der LDKC dann auch schon über ein solches Boot. Der erste Start erfolgte bei den Westdeutschen Meisterschaften und man konnte in dieser Bootsklasse gleich den 2. Platz belegen. Außerdem konnten die älteren Mitglieder in dem so genannten „Zehner“ auch Wanderfahrten unternehmen. In den folgenden Jahren wurde die Bootsbesatzung auf acht Fahrer mit Steuermann reduziert. Getreu dem Refrain des Vereinsliedes „LDKC´er fahren in die Welt“ waren die Mitglieder des Vereins schon in den ersten Jahren nach der Vereinsgründung auf fast allen Flüssen im In- und Ausland zu finden. In Deutschland war vor allem die Mosel der bevorzugte Fluss. Der Rennsport entwickelte sich 1933 weiter. Vor allem jüngere Sportler schoben sich mehr in den Vordergrund. Teilnahmen an den Westdeutschen und Deutschen Meisterschaften gehörten zu diesem Zeitpunkt für die Linden-Dahlhauser Sportler bereits zum Standart. Weniger aktiv waren in diesem Jahr die Damen des Vereins. Sie waren nicht gänzlich von der Bildfläche verschwunden, aber ihre Aktivitäten waren um einiges zurückgegangen. Die Sportler der ersten Stunde verschwanden mehr und mehr aus den Reihen der Rennsportler und hatten sich zur Ruhe gesetzt. Allerdings hatten sie ihre Kenntnisse an jüngere Sportkameraden weitergegeben. Aus den Reihen der Nachwuchsfahrer konnten einige schöne Erfolge verzeichnet werden. Bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg konnte im Einercanadier der Anfängerklasse der erste Platz errungen werden. Ein großer Erfolg für die Dahlhauser war bei derselben Regatta der dritte Platz im Achtercanadier der Meisterklasse. Damit hatte man die starke Konkurrenz regelrecht überrascht. Auch die Wanderfahrer setzten ihre Fahrten im In- und Ausland fort. Der Vereinswimpel des Linden-Dahlhauser KC war mehr und mehr in Bootshäusern befreundeter Vereine zu finden. Linden-Dahlhauser
Kanuten waren erstmalig auf einer internationalen Veranstaltung dabei. Auf einer
Regatta in Zoppot gingen Sportler des LDKC an den Start und konnten im
Zweiercanadier einen hervorragenden zweiten Platz belegen. Ihr zweiter Platz
wurde mit einem erneuten internationalen Einsatz auf einer Regatta in Lüttich
erfolgreich durch einen ersten Platz belohnt. Nach solchen Erfolgen war die Berufung in die Kernmannschaft
zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 1936 in Berlin nur noch eine reine
Formsache. Durch diese enormen Leistungen wurden die Sportkameraden im LDKC
motiviert und konnten ebenfalls gute Ergebnisse auf verschiedenen Regattaplätzen
erzielen. Der Schlüssel zu diesen Erfolgen lag vor allen Dingen bei der Jugend.
Schon seit man in Dahlhausen mit dem Rennsport begonnen hatte, galt der Jugend
das ganz besondere Augenmerk. Bei Vereinswanderfahrten auf der Ruhr und anderen
Flüssen war die Jugend immer dabei. Vor allem konnte man beobachten, wie sich
die älteren Mitglieder liebevoll um die Jugend kümmerten bzw. sie betreuten.
Dies führte dazu, dass ein familiäres Verhältnis zu Stande kam. In
diesem Jahr fanden die Olympischen Spiele in Berlin statt. Zum erstem mal war
auch Kanu-Rennsport im Olympiaprogramm. Durch hervorragende Erfolge auf
verschiedenen Regatten standen im Zweiercanadier Linden - Dahlhauser
Sportkameraden im Kader des Deutschen Kanu-Verbandes. Erst in einem
Ausscheidungsrennen wurden die Dahlhauser Kanuten geschlagen und leider damit
Ersatzfahrer. Die Dahlhauser Wanderfahrer dehnten ihre Ferienfahrten in den
Osten zu den Masurischen Seen aus. Die
ersten Anzeichen eines nahenden Krieges waren schon 1937 zu erkennen. Viele
junge Sportler, auch aus dem LDKC, wurden zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht
einberufen. Dadurch wurde die Rennmannschaft stark reduziert. Trotzdem kamen
LDKC Boote in neuer Zusammensetzung noch zu tollen Erfolgen bei den Deutschen
Meisterschaften auf dem Maschsee in Hannover. Die
Linden DahlhauserRennfahrer wurden immer stärker. Unter ihrem Trainer Heinrich
Goldbeck stiegen die jungen Ruhrkanuten langsam zur Hochburg im Canadiersport
auf. In diesem Jahr wurden die Deutschen Meisterschaften in Breslau durchgeführt.
Sportkameraden vom LDKC holten die erste „Deutsche Jugendmeisterschaft“ im
Zweiercanadier an die Ruhr. Im Jugendachter schaffte unsere Jugendmannschaft die
Vizemeisterschaft. Viele fleißige Vereinmitglieder bauten unser Bootshaus
weiter zu einem Schmuckkästchen aus.
In
den folgenden Jahren erlebten die Dahlhauser Kanuten den Alle
aktiven Fahrer des LDKC waren bis Ende des Jahres 1940 zur Wehrmacht eingezogen.
Trotzdem gelang es noch, die erste Deutsche Jugendmeisterschaft im Einercanadier
nach Dahlhausen zu holen. Im Achtercanadier belegte die Mannschaft des LDKC den
2. Platz. Ebenso gelang den Dahlhauser Jungen die Vizemeisterschaft im
Zweiercanadier. Auch die Kajakfrauen machten durch die ersten schönen Erfolge
auf sich aufmerksam. Trotz
des Krieges lief der Sportbetrieb beim LDKC weiter auf vollen Touren. Von den
Kriegsschauplätzen kamen die ersten traurigen Nachrichten, von denen auch
Sportkameraden des Linden-Dahlhauser KC betroffen waren. Der Krieg hatte ihrem
jungen Leben ein Ende gesetzt. Einige kamen auch von der Front zurück, die
durch Verwundung nicht mehr einsatzfähig waren. Dennoch lief der Sportbetrieb
vor allem mit jüngeren Sportlern mit guten Ergebnissen auf Regatten weiter. Das
Paradeboot in diesem Jahr war der Jugendachter, der bei den
Gebietsmeisterschaften unangefochten zum Sieg fuhr. Bei den Deutschen
Meisterschaften gingen vom LDKC zwanzig Boote an den Start, die in verschiedenen
Rennen gute Plätze belegten. Hervorragend war der Jugendachter, der sich schon
in Vor- und Zwischenläufen gegen seine Gegner durchsetzen konnte. Im Endlauf
war das Dahlhauser Boot ebenfalls nicht zu schlagen und somit ging der erste
Meistertitel im Jugendachter nach Dahlhausen. Es
wird immer schwieriger, den Sportbetrieb im Linden-Dalhauser KC aufrecht zu
erhalten. Für die jungen Sportler, die noch zu Hause verweilten, waren die
Belastungen enorm, bedingt auch durch den häufigen Fliegeralarm zur Tages- und
Nachtzeit. Der Trainer, der die Geschicke des Vereins geleitet hatte, wurde auch
zur Wehrmacht eingezogen und somit mussten sich die Sportlerinnen und Sportler
selbst helfen, oder man griff auf Soldaten zurück, welche gerade im
Heimaturlaub waren. Schwierig war auch der Transport der Boote zu Regattaplätzen.
Dies bewältigte man teilweise mit Waggons der Reichsbahn. Trotzdem wurden
einige Sportler in verschiedenen Bootsklassen Gebietsmeister und qualifizierten
sich somit für die deutschen Jugendmeisterschaften, die in Berlin stattfanden.
Hier konnten einige gute Plätze errungen werden. Die Senioren starteten bei den
Deutschen Meisterschaften in Bromberg, wo im Einercanadier der Herren und
im Viererkajak der Damen je ein zweiter Platz heraus gefahren werden konnte. Die
Schar der Jugendlichen hatte sich weiter verkleinert. Viele wurden zur Wehrmacht
eingezogen. Der Sportbetrieb lief im Frühjahr trotzdem wieder an und die
Hoffnungen lagen in diesem Jahr im Einercanadier und im Jugendachtercanadier.
Trotz Trainingseifer sollte vieles anders werden. Eine britische Fliegerbombe
hatte Anfang Mai die Staumauer der Möhnetalsperre getroffen. Das verheerende
Hochwasser, das daraus entstand, kam auch noch in Dahlhausen an und traf mit
voller Wucht das Bootshaus. Auch das Bootsmaterial, das in den unteren Räumen
lag, wurde in Mitleidenschaft gezogen. Das Hochwasser hinterließ natürlich
viel Schlamm im und am Bootshaus, was zur Beseitigung mit viel Arbeit verbunden
war. Der Trainingsbetrieb wurde schon bald nach Abzug des Hochwassers wieder
aufgenommen. So konnte der LDKC mit einer beachtlichen Truppe zu den
Gaumeisterschaften nach Gelsenkirchen fahren, wo hervorragende 1. Plätze im
Einer, Zweier- und Achtercanadier belegt wurden.
Der
Sportbetrieb kam durch die Kriegseinwirkung völlig
zum erliegen. Es konnte kein
Trainingsbetrieb mehr aufgenommen werden. Die Hitlerjugend beschlagnahmte das
Bootshaus für eine Katastrophen-Einsatzgruppe, die dort eine Unterkunft fand.
Nach Einmarsch der Alliierten Truppen war die Hitlerjugend
verschwunden und die Vereinsmitglieder des LDKC, die zu Hause waren, übernahmen wieder das Bootshaus.
Aufräum- und Reparatur- arbeiten
mussten
durchgeführt werden. Ein Befehl der Militärregierung, alle Vereine aufzulösen,
wurde schon bald wieder aufgehoben. 28 Personen fanden sich im Bootshaus ein
und gründeten mit altem Namen den Linden-Dahlhauser Kanu Club neu. Als
1. Vorsitzenden hatte man Heinrich Beckemeier gewählt, der schon lange Mitglied
war und maßgebenden Anteil am Wiederaufbau des LDKC hatte. Alles in allem hatte
man noch Glück, das Bootshaus war zwar beschädigt aber erhalten geblieben. Obwohl die Alltagssorgen um die bloße Existenz überwiegten, waren die Wanderkanuten bald wieder auf dem Wasser zu finden. Zunächst musste man sich mit Fahrten auf der Ruhr begnügen, später wurden dann wieder andere Flüsse mit in das Programm einbezogen. Auch die Rennfahrer waren wieder tätig. Die Boote wurden überholt bzw. fahrbereit gemacht und dann ging es bereits zu der ersten Regatta in Wuppertal. Schon bei dieser ersten Veranstaltung waren die wenig gestarteten Dahlhauser Boote erfolgreich. Selbst in Hamburg startete der LDKC und schnitt in der Canadierhochburg hervorragend ab. Durch die Erfolge fanden sich wieder Jugendliche ein, die Interesse am Kanusport hatten. Da zurzeit das tägliche Leben wenig Abwechselung brachte, wurde auch der Kreis derer, die auf dem Wasser Erholung suchten, immer größer. Dadurch stieg die Mitgliederzahl sprunghaft an.
Die Wintermonate 1946 - 1947 hatte man mit Ausgleichstraining genutzt, um die erfolgreichen Regattaergebnisse des vergangenen Jahres in der neuen Rennsaison wiederholen zu können. Einige Sportkameraden kamen aus der Kriegsgefangenschaft zurück und schlossen sich gleich wieder dem LDKC an. Zunächst aber stand die Jahreshauptversammlung an, die jüngere Generation strebte nach vorne, und man wählte den ebenfalls aus dem Krieg zurück gekommenen Sportkameraden Ewald Höfgen zum 1. Vorsitzenden. Der Rennsport wurde trotz des nicht optimalen Bootsmaterials mit Freude und Eifer betrieben. Bei den Westdeutschen Meisterschaften auf dem Rhein in Kaiserswerth wurden Linden-Dahlhauser Kanuten 1. im Einer- und Zweiercanadier. Bei den Deutschen Meisterschaften, welche auf der Regattabahn in Duisburg ausgetragen wurden, konnte im Einer- und Zweiercanadier jeweils der 2. Platz belegt werden. Die Wanderfahrer standen dagegen aber nicht zurück, ihr Aktionsradius wurde immer größer. Zwar musste man sich mit alten Booten begnügen, aber die mit viel Liebe Nach
den Erfolgen 1947 hatten sich die älteren Rennfahrer zum Ziel gesetzt, durch
ihre eigenen Erfolge die Jugend im Verein zu ermuntern und
an die Spitze heranzuführen. Das war nicht von heute auf morgen
möglich. Aber in ihren Klassen kamen die Jugendlichen bei allen sich
bietenden Gelegenheiten in Westdeutschland zu schönen Erfolgen. Die
altgedienten Rennfahrer setzten ihre Erfolgserie in Westdeutschland fort. Voll
Hoffnung fuhr man zu den Deutschen Meisterschaften nach Wiesbaden. Auch viele
neue Jugendliche waren dabei. Bei der Regatta, die auf dem Rhein ausgetragen
wurde, konnten sowohl im Einer- und Zweiercanadier dritte Plätze belegt werden.
Auch die Jugendlichen setzten sich im Allgemeinen
gut durch. Die Währungsreform in diesem Jahr brachte die Möglichkeit,
Materialien, die dringend benötigt wurden, zu kaufen, um die wenigen Boote, die
noch vorhanden waren, zu reparieren. Auch die Wanderfahrer profitierten davon.
Man konnte die ersten neuen Boote kaufen, um vom Wasser her die Natur zu genießen.
Die
bis dahin ältesten Sportkameraden traten vom Rennsport zurück. Neben einigen
älteren und einigen Sportkameraden, die aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekommen
waren, waren es vor allem Jugendliche, die im LDKC den Rennsport mit großer
Begeisterung ausübten. Ein
neuer Achtercanadier, der
im Spätherbst
1949 bestellt wurde, konnte
im Frühjahr geliefert werden. Weil
die Finanzen im Verein nicht sonderlich rosig waren, wurden im Winter zwei
Kleinboote in Eigenarbeit gebaut. Damals wurden Einer- und
Zweiercanadier noch in ein und demselben Boot
gefahren. Die Taufe wurde unter anderem vom damaligen Oberbürgermeister Willi
Geldmacher übernommen. Erfolge im Rennsport blieben auch in diesem Jahr nicht
aus. So konnten in der Seniorenklasse Westdeutsche Meistertitel im Einer und
Zweiercanadier heraus gefahren werden. In der Jugendklasse wurde der Titel im
Achtercanadier geholt. Bei den Meisterschaften in Berlin wurden einige gute Plätze
belegt. Die Wanderfahrer waren in diesem Jahr sehr rührig. Auf einer Großwanderfahrt
des Kanu-Verbandes von Trier nach Koblenz wurde in Kröv
Station gemacht. Die Dahlhauser Kanuten schlossen bei einer Weinprobe mit
dem Winzer August Klein eine Freundschaft, welche bis heute Bestand hat. Auf
einer Verbandswanderfahrt, die auf Fulda und Weser stattfand, nahm ein Großteil
der Jugendabteilung teil. Weil
das Bootshaus durch Kriegseinwirkung und diversen Hochwassern stark in
Mitleidenschaft gezogen war, kamen die ersten Ideen von einem Bootshausneubau.
Aus Mitgliedsbeiträgen war dieses Werk nicht zu finanzieren, es mussten
Geldgeber gefunden werden. Ein Bauingenieur kam aus den eigenen Reihen.
Finanzielle Hilfe wurde vom Vorstand bei Stadt
und Land beantragt. Man einigte sich über das Aussehen und man beschloss, dass
der größte Teil der Arbeit in Eigenleistung aller Mitglieder durchgeführt werden sollte. Die
entsprechenden Beschlüsse wurden gefasst und der Baubeginn auf Herbst 1952
festgelegt. Der Rennsport trat 1951 besonders hervor. Die Dahlhauser Regatta
wird in diesem Jahr „International“. Über 1000 m und 10000m bei den
Westdeutschen Meisterschaften konnten im Einer und Zweiercanadier die Titel
verteidigt werden. In diesem Jahr wurde der Kajakrennsport für Frauen und Mädchen
wieder aufgenommen. Um neue Boote zu finanzieren, wurden im Winter Pullover und
dergleichen gestrickt. Die Wanderfahrer
beteiligten sich am Wanderfahrerwettbewerb des Kanuverbandes. Kein Wochenende
verging, wo keine organisierten Vereinsfahrten durchgeführt wurden. Wenn es der
Terminkalender zuließ, beteiligten sich auch die Rennmannschaften. Der
Linden-Dahlhauser Kanu-Club
besteht 25 Jahre. Das Vereinsjubiläum wurde mit
cirka 300 Teilnehmern außerhalb des Bootshauses gefeiert. Am nächsten
Tag wurden die Feierlichkeiten mit einem
Platzkonzert vor dem Dahlhauser Bahnhof beendet. Die Rennfahrer des Vereins
konnten ihre Erfolge fortsetzen und
ihre Titel bei den
Westdeutschen Meisterschaften
verteidigen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg konnten die erhofften
Erfolge nicht realisiert werden. Nicht nur die Wanderfahrer waren mit ihren
Booten unterwegs, sondern auch die jüngere Rennmannschaft beteiligte sich an
einer Verbandsfahrt auf dem Main. Im Herbst wurde dann der erste Spatenstich zur
Errichtung des neuen Bootshauses getan. Der erste Bauabschnitt wurde neben das
bestehende Bootshaus inklusiv Kastellanwohnung gesetzt. An allen Wochenenden sah
man die Kanuten nun wirken. Vom 1. Vorsitzenden bis zum Jugendlichen waren alle
in die Arbeiten eingeschaltet. Alle waren mit großem Eifer dabei, um ein wahres
Gemeinschaftswerk voran zu treiben. In
diesem Jahr gab es eine Verstärkung für die Rennmannschaft des LDKC. Zwei
Sportkameraden aus Hamburg kamen
aus beruflichen Gründen nach Dahlhausen. Da beide Fliesenleger waren, wurden
sie gleich für Arbeiten im Bootshausneubau einbezogen. Die Verstärkung machte
sich auch bei den Westdeutschen
Meisterschaften bemerkbar. Im Einer- und Zweiercanadier der Senioren konnten die
Titel über 1000m und 10000m verteidigt werden. Endlich konnte der LDKC den
Titel im Achtercanadier gewinnen. Gestärkt durch die Erfolge fuhr man nach
Karlsruhe zu den Deutschen Meisterschaften. Der Achter, der im Endlauf die Führung
übernommen hatte, musste auf halber Strecke das Rennen durch Verletzung eines
Fahrers aufgeben. Die Enttäuschung war sehr groß. Durch einen dritten Platz im
Zweiercanadier wurden die Dahlhauser Sportkameraden vom Deutschen Kanuverband für
die Westeuropameisterschaften in Duisburg nominiert. Ein vierter Platz war eine
hervorragende Leistung. Die Jugend
konnte bei den Westdeutschen Meisterschaften den Titel im Zweiercanadier
erringen. In Karlsruhe fuhren die Beiden als dritter durchs Ziel. Nach den
Meisterschaften wurde von der Rennmannschaft auf einer Wanderfahrt ab
Neckargartach der Neckar befahren. Die Fahrt endete im DKV Wanderheim
Urbar bei Koblenz. Nachdem
im ersten Bauabschnitt die Pächterwohnung bezogen werden konnte, und die
weitere finanzielle Seite geregelt schien, konnte man den Weiterbau planen. Am
14. August war es dann so weit. Die Regattasaison war beendet. Die
Vereinsmitglieder trafen sich noch einmal im alten Bootshaus, um sich vom Heim,
mit dem viele Erinnerungen verbunden waren, zu verabschieden. Am Morgen des 15.
August wurde die Arbeitskleidung angezogen und der Abbruch begann. Die Rennboote
wurden in der neuen Bootshalle des ersten Bauabschnittes untergebracht, die
Wanderboote im Wasserturm der Bahnmeisterei Bochum-Dahlhausen.
Ein Waggon für kleinere Treffs wurde von der Bundesbahn gekauft und auf dem
Vereinsgelände aufgestellt. Die Jugendabende fanden in einer Gaststätte in
Dahlhausen statt. Die Probleme auf der Baustelle wurden immer wieder vom 1.
Vorsitzenden Ewald Höfgen und dem Bauleiter Werner Becker hervorragend
gemeistert. Im Rennsport klappte es in diesem Jahr nicht so gut. Der Titel im
Zweiercanadier der Senioren konnte verteidigt werden. Im Zweiercanadier der
Jugend wurde die Westdeutsche Meisterschaft und die Deutsche Meisterschaft nach
Dahlhausen geholt. Auch bei den Mädchen gab es die ersten Siege und
Platzierungen. Die Wanderfahrer hatten die Saison noch mal ausgenutzt.
Denn im kommenden Jahr war an Wanderfahrten kaum zu denken. In Eigenarbeit wird am Neubau mit viel Elan weitergearbeitet. Es war schon ein hartes Stück Arbeit, das sich die Mitglieder vorgenommen hatten. Zwischendurch kamen auch mal Zweifel auf, ob man über die Größe des neuen Bootshauses richtig gehandelt habe. Aber mit neuem Schwung und Eifer wurden die Arbeiten fortgesetzt. Außerdem musste das Gelände aufgeschüttet werden, weil das neue Bootshaus höher gesetzt wurde, um bei Hochwasser verschont zu bleiben. Im Keller des ersten Bauabschnittes wurde ein Raum eingerichtet, wo sich Vereinsmitglieder treffen konnten. Die Damen vom LDKC holten den ersten Titel bei den Westdeutschen Meisterschaften. Auch im Zweiercanadier der Senioren und Jugend konnten die Titel nach Dahlhausen geholt werden. Erstaunlich war, mit welcher Gelassenheit unser Pächterehepaar Familie Korten die Abbruch- und die Neubauarbeiten meisterten. Leider konnte der Ehemann die Fertigstellung nicht mehr erleben, er verstarb am Jahresende durch Herzinfarkt. Die
vom LDKC immer wieder angestrebte und auch vollzogene Breitenarbeit trägt in
diesem Jahr Früchte. Durch die intensive Jugendarbeit ist die Rennmannschaft
stark angewachsen. Von nun an beginnen die erfolgreichsten Jahre der
Sportlerinnen und Sportler. Bei den Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden wurde
neben einigen 3. Plätzen, die erste Deutsche Jugendmeisterschaft im
Achtercanadier an die Ruhr geholt. Auch bei den Westdeutschen Meisterschaften
standen viele Dahlhauser Kanuten auf dem obersten Podest. Die Regattasaison
wurde abgeschlossen mit dem Start bei der Mettlacher Regatta. Groß war die
Freude, dass auf dieser Veranstaltung der 1000. Sieg in der Vereinsgeschichte
errungen wurde. Der LDKC erhielt auf Verbandsebene eine Auszeichnung für die
beste Jugend-Winterarbeit in Nordrhein-Westfalen. Der Bootshausneubau ging zügig
weiter, trotz einiger finanzieller Engpässe. Das
neue Bootshaus ist fertig gestellt. In den Wintermonaten konnten noch die
ausstehenden Innenarbeiten zügig in Angriff genommen werden. Einige Umstände
bei den Beschaffungen des Inventars
brachten aber leider noch mal kurze Verzögerungen. Am 19. Mai war es dann
soweit. In einer eindrucksvollen
Feierstunde wurde das dritte Bootshaus des Linden-Dahlhauser Kanu-Clubs seiner
Bestimmung übergeben. Alle, die mitgeholfen hatten, vom Vorsitzenden bis zum
Jugendlichen, konnten über das Erreichte stolz sein. Man war sich aber schon
bei der Einweihung im Klaren, dass es in
vielen weiteren Jahren noch Arbeiten zur Verschönerung des Hauses geben würde.
Trotz widriger Trainingsbedingungen war 1957 wieder ein erfolgreiches Sportjahr
für die Dahlhauser Rennmannschaft. Dahlhauser Sportler wurden in die
Nationalmannschaft berufen. Die erste Deutsche Meisterschaft im Einercanadier
der Senioren wurde eingefahren. Ebenso im Zweiercanadier der Jugend ging der
Titel an die Ruhr. Die westdeutschen Meisterschaften wurden von Dahlhauser
Kanuten total abgeräumt. Die Kajakfahrerinnen erfuhren sich alle möglichen
Titel. Sportlich
ging es weiter mit vielen Erfolgen. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte
stellten die Kajakdamen eine Teilnehmerin zu den Weltmeisterschaften, welche in
Prag stattfand. Zu den vielen Erfolgen bei den Westdeutschen Meisterschaften kam
erneut der Erfolg im Zweiercanadier der Jugend bei den
Deutschen Meisterschaften in Berlin. In diesem Jahr erhielt zum ersten
Mal ein Dahlhauser Wanderfahrer das „ Goldene Wanderfahrerabzeichen“ des
Deutschen Kanuverbandes. Die Leistungen betrugen: 75 verschiedene Flüsse
befahren und 10.000 KM auf dem Wasser zurücklegen. Am Boothaus wurden Verschönerungsarbeiten
an den Außenanlagen, wie immer in
Eigenleistung, in Angriff genommen. Nachdem
der LDKC über ein herrliches Heim verfügte, bekam das gesellschaftliche Leben
im Verein neuen Aufschwung. Mit großen Teilnehmerzahlen wurden Veranstaltungen,
wie Karnevalsfeier, Sommerfest, Herbstfest und Sylvesterfeier durchgeführt.
Auch der Nikolaus für die Kleinen blieb nicht aus. Der Rennsport war in diesem
Jahr nicht ganz so erfolgreich. Dennoch konnten die Rennfahrer erneut die
deutsche Jugendmeisterschaft im Zweiercanadier nach Dahlhausen holen. Die
Abteilung Wanderfahrer war in 1959 sehr aktiv. Die Boote konnten im
neuen Bootshaus wieder auf ihren angestammten
Plätzen abgelegt werden. Einige tausend Kilometer wurden auf deutschen
Flüssen und Seen zurückgelegt. Auch die Jugendabteilung beteiligte sich stark.
Beliebt waren in dieser Zeit die Ferienfahrten auf größeren Flüssen wie
Mosel, Main, Weser und viele andere. Die
Verschönerungsarbeiten auf unserem Vereingelände wurden fertig gestellt. In
diesem Jahr wurden die ersten Stimmen laut, unser Heim noch einmal zu erweitern.
Die Mitgliederzahlen waren stark angestiegen. Ein ruhiges Jahr mit normalem
sportlichen Verlauf. In zwei West-Ostausscheidungsrennen verpasste eine
Dahlhauser Kajakfahrerin die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rom. Im
Kajak und Canadier konnten bei den westdeutschen Meisterschaften
mehrere Titel im Senioren- und Jugendbereich errungen werden. Abermals
gelang es unseren Canadierfahrern auf den Deutschen Meisterschaften, die auf dem
Chiemsee ausgetragen wurden, den Titel im Jugend- Zweiercanadier nach Dahlhausen
zu holen. Die 10. Internationale Ruhrregatta brachte in diesem Jahr ein
Rekordergebnis. 50 Vereine gingen mit ca. 1500 Teilnehmern in 110 Rennen an den
Start. Die
Mitgliederzahlen stiegen weiter ständig an. Bei den Sportlerehrungen der Stadt
Bochum war der LDKC durch die Damen gut vertreten. Im Damen-Viererkajak hatte
man 1960 auf dem Chiemsee bei den Deutschen Meisterschaften den 2. Platz belegt.
Der 20. März war für die Rennmannschaft ein großer Tag. Sieben neue Rennboote
konnten getauft werden. Die finanziellen Mittel wurden von den Rennfahrern zum
größten Teil selbst aufgebracht. Im
Zweiercanadier der Senioren wurde der LDKC Westdeutscher Meister. Bei den
Deutschen Meisterschaften auf dem Maschsee
in Hannover konnte der Jugend- Zweiercanadier als Erster das Ziel
durchfahren. Eine rennsportliche Verstärkung gab es im Herbst für die Damen.
Zwei Geschwister aus Holland hatten ihren Vereinsbeitritt erklärt. Sorgen
hatten die Verantwortlichen des LDKC vor der Regatta, die nun schon einige Jahre
in Dahlhausen durchgeführt wurde. Starke Regenfälle hatten die Ruhr ansteigen
lassen und somit die Veranstaltung gefährdet. Letztendlich konnte die Regatta
stattfinden, wurde aber durch die Absage einiger
Vereine aus dem In- und Ausland getrübt. Das neue Bootshaus stand nun schon 5 Jahre und das Vereinsleben gestaltete sich immer intensiver. Der Vorstand war bemüht, einige Verbesserungen vorzunehmen, sei es in den Clubräumen oder in den unteren Boots- und Umkleideräumen. Wichtig war, dass das Bootshaus nicht mit Schulden belastet war. Ein großer Verdienst unseres 1. Vorsitzenden Ewald Höfgen. Für die Kajakfahrerinnen gab es großartige Erfolge. Im Einerkajak der Jugend wurden der Westdeutsche und der Deutsche Meistertitel errungen. Ebenfalls wurden die Titel im Einerkajak der Damen nach Dahlhausen geholt. Durch die hervorragenden Erfolge wurden vom Deutschen Kanu-Verband Damen des LDKC bei Länderkämpfen eingesetzt. Bei zwei DKV-Überprüfungsregatten kamen im Zweiercanadier der Senioren Dahlhauser Sportkameraden in der Gesamtwertung auf den ersten Platz. Insgesamt gab es in diesem Jahr 73 Siege für den Linden-Dahlhauser KC. Diese gingen aber zumeist auf das Konto der Kajakfrauen. Die
Ruhrregatta nimmt immer größere Formen an. Meldungen aus Nationalen- und Europäischen
Vereinen, sowie Nationalmannschaften, gingen in den letzten Jahren in immer größer
werdenden Zahlen bei den
Organisatoren ein. Diese Veranstaltung war für den LDKC als alleiniger
Ausrichter zu groß geworden. Da auch das finanzielle Risiko eine große Rolle
spielte, beschloss man, mit Unterstützung der Stadt und des damaligen
Zwecksportverbandes, das alle vier Bochumer kanusporttreibenden Vereine eine
Gemeinschaft bildeten. Von nun an wurden alle Regatten von der
„Kanu-Regatta-Gemeinschaft Bochum“ weiterhin in Dahlhausen auf der Ruhr
ausgerichtet. Sportlerinnen und Sportler des LDKC nahmen im Frühjahr mit Erfolg
an der Waldlaufserie des
Kanuverbandes NRW teil. Im Rennsport mussten sich die Canadierfahrer mit
bescheidenen Platzierungen zufrieden geben. Nur im Einerkajak der Frauen wurde
der Titel bei den Westdeutschen Meisterschaften geholt. Bei den Deutschen
Meisterschaften wurde der 3. Platz belegt. Die oberen Clubräume wurden durch
den Aufbau der seitlichen Terrasse erweitert. Hier entstand ein Mehrzweckraum für
verschiedene Anlässe. Die Wanderfahrergruppe ist etwas kleiner geworden.
Die Unentwegten waren aber weiterhin mit ihren Booten auf deutschen Flüssen
unterwegs. Die
Zusammenarbeit der Regattagemeinschaft ist zufriedenstellend. Die erste Regatta
wird am 13./14.6.1964 unter der Leitung dieser Gemeinschaft in Dahlhausen
durchgeführt. Um internationalen Standard zu bekommen, wurden Ballonierungen
einschließlich Startpontons für die Regattastrecke
angeschafft. Einen Zielturm stellte die Stadt Bochum zur Verfügung. Der
Rennsport im LDKC steckte in einer kleinen Krise. Der Sportwart Heinrich
Goldbeck, der den Rennsport 37 Jahre hervorragend geleitet hatte, machte Platz für
einen Jüngeren. Rennsportlich gab es in diesem Jahr keine großen Erfolge zu
verzeichnen. Nur der Viererkajak der Damen konnte bei den westdeutschen
Meisterschaften den Titel holen. Die Hugo-Schulz-Realschule nahm mit circa 60 Mädchen
und Jungen den Schulsport im LDKC auf. Erstmalig im Deutschen Kanu-Verband. Mit
großer Begeisterung nahmen sie am Training teil und wurden auch bei Regatten
eingesetzt. Die Mitgliederzahl des Vereins stieg weiter an, sie lag bald bei
350. Etwa 100 davon betrieben Rennsport. In den Punkten Wandersport und
gesellschaftlichen Veranstaltungen bewegte sich das Vereinsleben auf den eingefahrenen
Gleisen. Die
Damen des LDKC bekommen unverhofft Verstärkung einer Kajakfahrerin von der
Holzheimer Sportgemeinschaft, welche 1964 in Tokio Olympiasiegerin wurde. Mit
den Stadtmeisterschaften wurde die neue Regattasaison auf der heimischen
Regattastrecke eröffnet. Insgesamt 8 Siege im Kajak und gute Platzierungen im
Canadier waren die Ausbeute. Ebenfalls 8 Siege gab es eine Woche später bei der
Wuppertaler Stadtregatta. Im Rennen der Achtercanadier der Jugendklassen A und B
konnte ebenfalls gewonnen werden. Auf einer internationalen Regatta in Zaandam
(Holland), die unsere Damenmannschaften besuchten, gab es wiederum 8 Siege,
unter anderem im Einer- und Zweierkajak der Leistungsklasse, sowie im
Zweierkajak der Jugend. Bei den westdeutschen Meisterschaften belegten
unsere Frauen im Einer, Zweier- und Viererkajak jeweils den ersten Platz.
Bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Baldeneysee wurden die Titel im Einer-
und Zweierkajak eingefahren. Im Vierer musste man sich mit dem 2. Platz begnügen.
Nach den großartigen Erfolgen wurden 2 Sportlerinnen des LDKC vom
Deutschen Kanu-Verband zur Teilnahme an den Europameisterschaften nominiert, wo
ein 3. Platz die Ausbeute war. Im
Canadiersport ging es langsam wieder aufwärts. Auf verschiedenen Regattaplätzen
konnten einige gute Platzierungen erreicht werden. Im Jugend-Achtercanadier
wurde bei den westdeutschen
Meisterschaften der Titel nach Dahlhausen geholt. Die Gruppe der Wanderfahrer
war zwar etwas kleiner geworden, aber es wurden weiterhin schöne und erholsame
Stunden auf dem Wasser verbracht. Die
Paddelsaison konnte in diesem Jahr erst sehr spät beginnen. Schuld war das lang
anhaltende Hochwasser der Ruhr. Eine entsprechende Vorbereitung auf die Saison
war nicht möglich. Dadurch hielten sich die Erfolge zunächst in Grenzen. Aber
nach einiger Zeit konnten wieder gute Platzierungen auf verschiedenen
Veranstaltungen erreicht werden. Die Verstärkung aus
Holzheim hatte den LDKC wieder verlassen. Dennoch waren unsere Frauen weiterhin
erfolgreich. Durch gute Ergebnisse bei Westdeutschen- und Deutschen
Meisterschaften wurde eine Sportlerin des LDKC vom Kanu-Verband bei den
Weltmeisterschaften, die in Berlin stattfanden, im Viererkajak eingesetzt, der
mit der Silbermedaille belohnt wurde. Beim LDKC zeigten sich durch die gute
Jugendarbeit indessen die ersten Erfolge. Sowohl bei den Canadierfahrern als
auch bei den Kajakfahrerinnen konnten das ganze Jahr über vordere Plätze
belegt werden. Die andauernde
Freundschaft zum Polizeisportverein Wien
wurde mit einem Besuch von 60 Sportlern und Schlachtenbummlern gefestigt. Auf
der stattfindenden Regatta konnten 4 erste, 5 zweite und 3 dritte Plätze
herausgeholt werden. Große Erfolge gab es auch im Frühjahr bei der
Bezirkswaldlaufserie des NRW Kanu-Verbandes und
Lauf der Bochumer Wassersportler. Der
Linden-Dahlhauser Kanu-Club wird 40 Jahre alt. Dies war
eine Gelegenheit, einen Rückblick zu halten. Bei einer Morgenfeier, die
aus Anlass des 40jährigen durchgeführt wurde, erschienen Abordnungen des
Kanu-Verbandes, der Stadt Bochum und befreundeten Vereinen. Der Präsident des
Deutschen Kanu-Verbandes lobte bei seiner Rede die gute Jugendarbeit im LDKC.
Die Reihe der Veranstaltungen im diesem Jahr begann mit einer Bootstaufe, auf
der 12 Boote ihren Namen erhielten. Die Jugend war in diesem Jahr besonders
stark vertreten, man konnte ohne zu übertreiben, feststellen, dass der LDKC
eine der stärksten Jugendgruppen im Deutschen Kanu-Verband hatte. Das führte
dazu, dass die Jungen und Mädchen auf Einladungsregatten sowie auf Meisterschaften mit guten Ergebnissen aufwarteten. Durch die
vielen Erfolge der Rennmannschaft in den zurückliegenden Jahren hatte sich der
LDKC einen Namen im Kanusport erworben. Eine
Bilanz nach 40 Jahren, von 1927 bis
1967, waren 1705 Siege. Sei Einführung
der Stadtmeisterschaften 1957 konnten insgesamt 153 Titel gewonnen werden. Die
Wanderfahrer waren im Jubiläumsjahr besonders aktiv. Nach dem Refrain des
Vereinsliedes: „LDKCer fahren in die Welt“, wurden
neben den Fahrten auf inländischen Flüssen auch wieder solche im
Ausland befahren. Nach
dem Jubiläumsjahr kann die Vereinsarbeit etwas ruhiger angegangen werden. Im
Linden-Dahlhauser KC wird weiter
auf gute Jugendarbeit gesetzt. Auf der Jahreshauptversammlung wurde ein neuer
Sportwart gewählt, der auch gleichzeitig Sportwart im Kanu-Verband NRW war.
Durch die Verbandsarbeit hatte der LDKC in manchen Dingen einen
Informationsvorsprung. Im Seniorenbereich der Rennmannschaft kam man auf
Veranstaltungen nur zu einigen guten Platzierungen. Die Jugendlichen dagegen
konnten im Canadiersport große Erfolge erringen. Wurden im Einer- und
Zweiercanadier vordere Plätze
belegt, so war ein neuformierter Achter nicht zu schlagen und wurde gleich
westdeutscher Jugendmeister. Bei den Deutschen Meisterschaften, welche in
Hannover auf den Maschsee ausgetragen wurden, konnten die Dahlhauser Jungen mit
knappem Vorsprung als erste das Ziel durchfahren. Auch die weibliche Jugend
steuerte zu den Erfolgen bei. Im Viererkajak wurden die Mädchen Westdeutscher
Meister. Das übrige Vereinsleben lief in gewohnter Form ab. Neben einigen
anderen gesellschaftlichen Ereignissen im
Verein stand die internationale Ruhrregatta wieder im Mittelpunkt. Viele
erfolgreiche Kanusportler aus dem In- und Ausland waren abermals am Start. Für
den Vorstand begann das Jahr überaus sorgenvoll. Sollte doch nach Plänen der
Behörden die neue Trasseführung der „DüBoDo“, die zur Entlastung der
alten B1 dienen sollte, durch Dahlhausen und mit einer Brücke über unser
Bootshaus gebaut werden. Da der LDKC kein Grundstückseigentümer war, wäre es
das Aus für den LDKC gewesen. Doch glücklicher Weise sind die Pläne nicht
umgesetzt worden. Trotzdem wurden Überlegungen über eine Erweiterung der
oberen Toilettenräume geschmiedet. Einzelheiten vertagte man aber auf die
Wintermonate. Im Rennsport konnte man die erhofften Erfolge des Vorjahres nicht
wiederholen. Einige Sportler und Sportlerinnen schieden aus und mussten ersetzt
werden. Auf Regatten in Nordrhein Westfalen konnten dennoch einige Siege und
gute Plätze errungen werden. Aber die guten Ergebnisse von 1968 auf
Meisterschaften blieben für die
Dahlhauser Kanuten aus. Die
Wanderfahrer waren bemüht, weitere Interessenten für den Wandersport zu
begeistern. Der Mitgliederstand hielt sich mit Neuaufnahmen und
Vereinsaustritten die Waage. Gemäß
einem gefassten Beschluss wurde in diesem Jahr mit dem Anbau begonnen, der die
Erweiterung der Toilettenanlagen vorsah. Damit wurde auch gleichzeitig für die
Wohnung des Kastellans ein Badezimmer mit Toilette geschaffen. Es wurde
beschlossen, dass alle aktiven Mitglieder 10 Arbeitsstunden ableisten oder für
jede nicht geleistete Arbeitsstunde DM 6,00 zahlen mussten. Mit dem Rest der
Wanderfahrer bemühte sich der neue Wanderwart, auch andere Vereinsmitglieder für
eine Wanderfahrt, die vom Niederländischen Kanu-Verband ausgerichtet wurde, zu
aktivieren. Fahrten auf dem Hausfluss Ruhr wurden sowohl
mit Kleinbooten als auch mit Achtercanadiern immer wieder durchgeführt.
Rennsportlich gesehen ging es 1970 wieder aufwärts. Mehr Sportlerinnen und
Sportler hatten sich zur Durchführung des Rennsports bereit erklärt. Die
Aktivitäten der Hugo-Schultz-Realschule ließen immer
mehr nach. Bisher waren es die Frauen und Mädchen, welche den LDKC
bestens vertreten hatten, so konnte
man 1970 ein Übergewicht im Canadiersport feststellen. Außer guten Plätzen
auf Regatten in Wuppertal und dergleichen wurden bei den
NRW-Jugendmeisterschaften 2 Titel im Kajakzweier und Achtercanadier geholt. Mit
deutlichem Vorsprung siegte der Jugend-Achtercanadier auch bei den
Deutschen- Meisterschaften auf
dem Werdersee in Bremen. Auf verschiedenen internationalen Regatten wurden
Dahlhauser Kajakfahrerinnen in der Auswahlmannschaft des DKV und des
Kanu-Verband NRW eingesetzt. Der
Anbau, der ausschließlich durch Eigenarbeit der Mitglieder errichtet wurde,
konnte in Betrieb genommen werden. Die internationale Ruhrregatta nahm immer größere
Formen an. Das Interesse der
Kanusportler aus dem In- und Ausland wurde von den Organisatoren mit Freude
aufgenommen. Der Auftakt zur Vorbereitung auf das Sportjahr 1971 war, wie schon
in den Vorjahren, die erfolgreiche Teilnahme an den Bezirkwaldlaufserien und
Lauf der Bochumer Wassersportler. Die Saison auf dem Wasser begann für die
Dahlhauser Kanuten mit den Stadtmeisterschaften und Bezirksregatten sehr
erfolgreich. Einen Sieg bei den Deutschen Meisterschaften gab es in diesem Jahr
leider nicht. Anders war es bei den Westdeutschen Meisterschaften, hier konnten
in der Leistungsklasse der Titel im Achtercanadier und im Viererkajak nach
Dahlhausen geholt werden. Auf einer internationalen Regatta in Zaandam (Holland)
konnte die Rennmannschaft des LDKC mit 10 Siegen, 10 zweiten und 10 dritten Plätzen
die beste Vereinswertung erringen. Die Wanderfahrer waren besonders aktiv, auf
Bezirkswanderfahrten, NRW-Kanu-Ralley, Wanderfahrertreffen in Minden und
verschiedenen Fahrten auf der Ruhr wurden in diesem Jahr insgesamt 2812 km zurückgelegt.
Auf
der Jahreshauptversammlung gab es einen unvorhergesehenen
Wechsel an der Vereinsspitze des Linden-Dahlhauser Kanu-Club.
Der 1.Vorsitzende
Ewald Höfgen,
der 25 Jahre
mit viel Geschick und Umsicht den Vorsitz geführt hatte, teilte der
Versammlung mit, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidieren
werde. Als jungem Mann hatte man ihm 1947 das Vertrauen geschenkt. Das Vertrauen
hatte 25 Jahre gehalten und es wären bestimmt noch einige Jahre hinzugekommen,
hätte nicht eine schwere Krankheit ein Ende gesetzt. Die Jahreshauptversammlung
nahm die
Entscheidung schweren
Herzens an, wählte ihn anschließend für seine langjährige aufopfernde Tätigkeit
zum Ehrenpräsidenten. Außerdem wurde ihm
die Vereinsehrennadel in Gold mit 3 Brillanten verliehen. Sein Denkmal
hatte sich Ewald Höfgen selbst gesetzt. An dem Bootshausneubau hatte er Das
Olympiajahr 1972 hatte für die deutsche Nationalmannschaft der Kanuten nicht
die erhofften Erfolge auf der Regattabahn in München gebracht. Im gleichen Jahr
waren die Sportlerinnen und Sportler des LDKC bei den Deutschen Meisterschaften
in Hannover auch wenig erfolgreich. Für das Jahr 1973 hatte man sich trotzdem
einiges vorgenommen, bedingt auch dadurch, dass sich einige Canadierfahrer vom
Bochumer Kanu-Club dem Linden-Dahlhauser KC angeschlossen hatten. Die
Rennmannschaft war in vielen Klassen gut besetzt. Schon bei den Westdeutschen
Meisterschaften zeichnete sich ab, wie stark die Fahrer waren. In der Senioren-
und Juniorenklasse gab es wie erwartet 1. und 2. Plätze in allen
Canadierklassen. Die Jugendlichen standen
ihren älteren Sportkameraden nicht viel nach und siegten im Einer- und
Zweiercanadier. Die Deutschen Meisterschaften in München sollten dann eine der
erfolgreichsten des LDKC werden. Die Jugendmannschaft konnte in 5 Rennen
der Canadierklasse 4 für
sich entscheiden. Im Junioren- und Seniorenbereich gab es im Zweier- und
Achtercanadier 2. und 3. Plätze. Insgesamt konnte der LDKC aus München 4
Siege, 7 zweite und 4 dritte Plätze
mit nach Hause nehmen. Zu erwähnen ist noch der 4. Platz im Einerkajak der
Frauen. Diese Platzierung brachte die Nominierung für die Weltmeisterschaft in Tampere ein.
Die Dahlhauserin wurde im Viererkajak eingesetzt, wobei der dortige 4. Platz ein
gutes Ergebnis war. Die Wanderfahrergruppe war auf 9 Flüssen in ganz
Deutschland unterwegs. An der Kanu-Rallye nahmen 33 Vereinsmitglieder teil. Auf
der Jahreshauptversammlung gab es in der Geschäftsführung eine Satzungsänderung.
Der Gesamtvorstand wurde in 2 Gruppen aufgeteilt, um den Vorstandsmitgliedern
die Möglichkeiten zu geben, ihr Programm auf 2 Jahre ausdehnen zu können.
Jedes Vorstandsmitglied bleibt damit 2 Jahre im Amt. Die Tätigkeiten im
Wandersport zeigten sich 1974 erfreulich. Nach dem Vereinsanpaddeln am 21. April
auf der Ruhr starteten 22
Vereinsmitglieder am 19. Mai bei der Ruhr
- Rallye. Am 22. Juni fand auf dem Gelände des Linden-Dahlhauser KC die
Bezirkssonnenwendfeier statt, an der einige hundert Kanuten teilnahmen. Außerdem
wurden noch weitere Flüsse befahren. Ingesamt wurden in diesem Jahr 2044 km auf
dem Wasser zurückgelegt. Im Rennsport gab es zunächst einen Wechsel, ein neuer
Sportwart wurde gewählt. Mit Saisonbeginn widmete man in Dahlhausen in noch größerem
Maß als bisher dem Sport der Schülerinnen und Schüler große Aufmerksamkeit.
Der DKV hatte nun auch die Schülerrennen in das Wettkampfprogramm aufgenommen.
Infolge der Erweiterungen wurden zahlreiche neue Boote angeschafft. Die diesjährige
Bootstaufe wurde mit insgesamt 15 Booten gefeiert, davon 1 neuer Achtercanadier.
Leider fehlten durch die immer größer
werdende Rennmannschaft Ausbilder. Erfolge gab es aber trotzdem. So fuhren Boote
mit Besatzungen von LDKC- Sportlerinnen und Sportlern 1974, 66 Mal als Erste über
die Ziellinie. Daneben gab es 66 zweite und 60 dritte Plätze. Die Erfolge wurden in der
Hauptsache in den Rennen der Nachwuchsklasse erzielt. Bei den Deutschen
Meisterschaften wurde im Zweiercanadier der Senioren der 2. Platz belegt, im
Viererkajak der Frauen der 3. Platz. Im
Juniorenbereich gab es Titel im Zweiercanadier und Achtercanadier. Titelgewinne
hatte es vorher auch bei den Westdeutschen Meisterschaften gegeben. Es waren
eigentlich dieselben Boote, die auch später bei den Deutschen Meisterschaften
die Nase vorn hatten. Das
Bootshaus stand jetzt schon über 20 Jahre und es mussten die ersten größeren
Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Zum Jahresbeginn hatte man auf der
Jahreshauptversammlung beschlossen, einen Bootshausausschuss fest in die
Vereinssatzung aufzunehmen. Dieser Ausschuss wurde gebildet, um den Vorstand mit
allen baulichen Angelegenheiten im Bootshaus und auf dem Vereinsgelände zu
entlasten. Bei den Wanderfahrern versuchte ein neuer Wanderwart mehr
Vereinsmitglieder für diese schöne Freizeitbeschäftigung zu interessieren. Im
Rennsport dagegen konnte man an die Erfolge früherer Jahre anknüpfen. Vor
allen Dingen konnte der Nachwuchs den LDKC erfolgreich vertreten. Bei den
Westdeutschen Meisterschaften gab es im Juniorenbereich
hervorragende Ergebnisse. Im
Jugend- und Schülerbereich, der getrennt von den Meisterschaften in der
Junioren- und Leistungsklasse durchgeführt wurde, gab es ebenfalls gute
Platzierungen. Vordere Plätze konnten auch bei den Deutschen Meisterschaften in
der Junioren- und Leistungsklasse auf der Regattabahn in Duisburg belegt werden.
Insgesamt kam man 1975 zu 85
Siegen. Der Hauptanteil lag ohne Zweifel bei den Canadierfahrern. Die Mädchen
und Damen konnten leider nicht an die Erfolge früherer Jahre anknüpfen. Der
LDKC rüstet für die Feier zum 50- jährigen Vereinsbestehen im Jahr 1977. In
vielen Gesprächen befasste sich der Vorstand mit der Durchführung des
Vereinsjubiläums. Man hatte sich entschlossen, an diesem Fest auch Bürgerinnen
und Bürger aus Linden-Dahlhausen teilnehmen zu lassen. Ein Festzelt mit
diversen Unterhaltungsgeschäften sollte aufgebaut werden. Daneben wurden aber
auch die anderen erforderlichen Arbeiten nicht vergessen. Unter anderem musste
das Heizungssystem erneuert und die unteren Räume renoviert werden. Auf der
Jahreshauptversammlung wurde das Aufstellen von Wohnwagen auf dem Vereinsgelände
mit gewissen Auflagen beschlossen. Trotz aller Bemühungen des Wanderwartes
konnte kein Aufwärtstrend im Wasserwandern erreicht werden. Immerhin
konnten 3 Vereinswanderfahrten durchgeführt werden, bei denen im
laufenden Jahr 1.023 Wanderkilometer zurückgelegt wurden. Die Rennfahrerinnen
und Rennfahrer unseres Vereins nahmen im Jahr 1976 an 13 Regatten teil. Dazu
kamen 2 Veranstaltungen, bei denen Mitglieder unseres Vereins innerhalb der
Mannschaften des DKV und des Kanuverbands NRW starteten. 17 weibliche
Sportlerinnen und 24 männliche Sportler konnten bei der Westdeutschen- sowie
bei den Deutschen Meisterschaften einige Titel und vordere Plätze nach
Dahlhausen holen. Obwohl sich die Erfolge nicht immer in Titelgewinnen
niederschlugen, bewirkte die Breitenarbeit im LDKC, dass der DKV 5 von Ihnen in
seinen B- und C-Kader berief. Der Kanuverband NRW berief sogar 7 Sportlerinnen
und Sportler in seinem Kader. Der
Linden-Dahlhauser Kanu-Club wird 50 Jahre alt. Der Vorstand hatte ein Programm
ausgearbeitet. Um dies in die Tat umsetzen zu können, wurden zahlreiche
Mitglieder eingebunden. Ein Festprogramm mit vielen Ereignissen, dass innerhalb
4 Tagen stattfinden sollte, wurde mit großem Aufwand vorbereitet und
erfolgreich abgeschlossen. Eine Festschrift wurde herausgegeben, die reich
bebildert war und den Werdegang des Vereins von 1927 bis 1977 wiedergab.
Eindrucksvoll war der Festakt am Sonntagvormittag, zu dem etwa 800 Personen im
Festzelt erschienen waren. Musikalisch wurde diese Veranstaltung vom Kinder- und
Jugendchor des Sozialwerks Bochum Dahlhausen, sowie vom Chor der Bundesbahn
Dahlhausen umrahmt. Die Laudatio zum Jubiläum hielt der Präsident des
Deutschen Kanuverbandes Peter Maaßen. Er würdigte ganz besonders die
Leistungen des Vereins in Bezug auf die Jugendpflege. Zum Schluss des Festaktes
brachten die anwesenden Vereine und Verbände Ihre Glückwünsche dar. Neben
Gratulanten, die persönlich erschienen waren, kamen etliche Briefe und
Telegramme in großer Zahl aus dem In- und Ausland. Der Bürgermeister der Stadt
Bochum überbrachte die Glückwünsche der Stadt und des Stadtsportbundes. Der
Verein nahm die Gelegenheit war, verdiente Mitglieder des Vereins auszuzeichnen.
Die Mitgründer des LDKC Heinrich Goldbeck und Ernst Sievering sowie der Ehrenpräsident
Ewald Höfgen erhielten Erinnerungsgeschenke. In den Rahmenrennen der
Stadtmeisterschaften, die am Samstag und Sonntag ausgetragen wurden, starteten
viele deutsche Spitzenfahrer, darunter Europameister,
Weltmeister und Olympiasieger. Im Jubiläumsjahr waren die Rennsportler des
Vereins bemüht, sich mit Leistungen in die Liste der Gratulanten einzutragen.
Bei vielen Regatten im laufenden Jahr konnten hervorragende Ergebnisse erzielt
werden. Vor allem bei den Westdeutschen- und Deutschen Meisterschaften konnten
Dahlhauser Boote, ob bei den Damen oder bei den Herren, vordere Plätze belegen.
Die großartigen Erfolge im
Zweiercanadier der Leistungsklasse brachten für die Dahlhauser Mannschaft einen
Platz in der DKV–Auswahl zum Start bei den Weltmeisterschaften in Sofia ein.
Die Wanderfahrer hatten in diesem Jahr ihr größtes Ereignis im
Wanderfahrertreffen des Kanuverbandes NRW, das aus Anlass des Vereinsjubiläums
Anfang September in Dahlhausen stattfand. Zum Abschluss an diesem Treffen nahmen
500 Sportlerinnen und Sportler an einer Wanderfahrt Ruhr abwärts teil. Das
Jahr brachte für den Verein gleich zu Anfang einige Probleme mit sich. Zunächst
einmal war man froh, dass die angefangenen Renovierungsarbeiten, neue
Heizungsanlage, Renovierung der unteren Umkleide- und Waschräume und diversen
Arbeiten in den oberen Räumen abgeschlossen werden konnten. Die Finanzierung
war nur durch eine Beihilfe aus dem Investitionshilfeprogramm des
Landessportbundes möglich. Von Seiten der Verwaltung der Stadt wurde wegen
Umweltverschmutzung dem Verein eine Auflage erteilt, welche eine Pflasterung des
Parkplatzes inklusive Ölabscheider vorsah. Für diese Maßnahme waren keine
finanziellen Mittel vorhanden. In vielen Gesprächen mit den Behörden wurde
vereinbart, dass die Stadt Bochum die Materialien zur Verfügung stellte, und die
Pflasterungen übernahm der Verein in Eigenarbeit durch die Mitglieder. Vom LDKC
wurden in diesem Jahr insgesamt 11 Regatten besucht. Bei den Westdeutschen- und
Deutschen-Meisterschaften gab es wie schon im Vorjahr in allen Bootsklassen hervorragende
Ergebnisse. Etliche Titel und vordere Plätze konnten im Jugend, Junioren- und
Seniorenbereich nach Dahlhausen geholt werden. Wie schon 1977 so wurde auch 1978
die Dahlhauser Mannschaft im Zweiercanadier bei den Weltmeisterschaften über
500 m erfolgreich eingesetzt. Im
Wandersport war trotz einiger schöner Wanderfahrten auf verschiedenen Flüssen
eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr nicht zu erkennen. Im
Herbst des vergangenen Jahres hatte der Kastellan, der für die Bewirtung des
Bootshauses zuständig war, seine Tätigkeit aufgegeben. Anfang des Jahres wurde
ein Nachfolger gefunden, der seine Arbeit sehr gut machte. Der Bootshausbetrieb
nahm dadurch wieder neuen Aufschwung. Die vom Vorstand angeregte
Mitgliederwerbung war weniger erfolgreich. Ansonsten war die Vereinsarbeit sehr
intensiv, ohne große Besonderheiten. Auf der Jahreshauptversammlung konnte kein
Sportwart gefunden werden. Es wurde ein Sportausschuss gebildet, der die
Geschicke der Rennmannschaft leiten sollte. Da einige Leistungsträger der
vergangenen Jahre aufgehört hatten, lag der Schwerpunkt vor allem im Jugend-
und Schülerbereich. Dennoch konnten auf verschiedenen Veranstaltungen, wenn
auch ohne Titel, einige gute Erfolge errungen werden. Zugute kam, dass das
Kanu-Trainingsbecken im Schulzentrum Bochum Südwest fertig wurde. Nun hatte man
die Möglichkeit, ein kanusportspezifisches Training in den Wintermonaten
durchzuführen. Der Wandersport hatte einen herben Verlust zu erleiden. Der
langjährige Wanderwart, der die Geschicke dieses Sportzweiges geleitet hatte,
verstarb. Zum Glück stellte sich ein Vereinsmitglied zur Verfügung, dieser
versuchte den Wandersport im LDKC aufrecht zu erhalten. Der
Linden-Dahlhauser KC hatte 1980 den Tod eines seiner prominentesten Mitglieder
zu beklagen. Nach langjähriger Krankheit verstarb unser Ehrenvorsitzender
Heinrich Goldbeck. Er war Gründungsmitglied des Vereins und hatte in den 53
Jahren seiner Mitgliedschaft zahlreiche Vorstandsfunktionen ausgeübt. Im
Deutschen-Kanuverband war er einige Jahre als Jugendwart tätig. Am und im
Bootshaus wurden weitere Arbeiten verrichtet. Eine neue Küche wurde eingebaut.
In den oberen Clubräumen wurden neue Kunststofffenster angebracht. Über die
Fiege-Brauerei konnten für
den vorderen Clubraum und für die Terrasse neue Bestuhlungen angeschafft
werden. Im Rennsport ging es wieder aufwärts. Im Canadier und Kajak wurden im
Jugend- bzw. Schülerbereich gute Ergebnisse erzielt. Eine große Anzahl Titel
waren die Ausbeute. Die 29. Internationale Ruhrregatta in Bochum-Dahlhausen
brachte dem LDKC den 2500. Sieg im
Kanu-Rennsport seit Bestehen des Vereins. Auf dem Wanderfahrtsektor tat sich
einiges. Der neue Wanderwart ging mit Elan und Schwung an die Arbeit. Von
Wanderfahrern des Vereins wurden 1738 km zurückgelegt. Für besondere
Leistungen bekamen Dahlhauser Wanderfahrer ein goldenes und ein silbernes
Wanderfahrerabzeichen verliehen. Das
Geschäftsjahr verlief für den LDKC im Allgemeinen zufriedenstellend. Nur die
Bundesbahn machte dem Vorstand einige Sorgen. Man hatte dem Verein mitgeteilt,
dass das Grundstück, auf dem unser Bootshaus steht, verkauft werden sollte.
Letztendlich wurde das Vorhaben aber auf das nächste Jahr zurückgestellt. Die
Aufbauarbeit im Rennsport machte 1981 weiter Fortschritte. Man versuchte mit
Jugendlichen und Schülern nach vorn zu kommen. Mit
insgesamt 46 Personen wurde über Pfingsten ein Trainingslager am Edersee
durchgeführt. Dieses wirkte sich dann auch bei den anstehenden
Einladungsregatten, Westdeutschen- und Deutschen Meisterschaften durch
herausragende Erfolge aus. Vor allem der Achtercanadier war das Paradeboot der
Dahlhauser. Nur die Mädchen konnten sich noch nicht so durchsetzen, wie man es
erwartet hatte. Der LDKC kam immerhin in diesem Jahr zu 35 ersten, 36 zweiten
und 36 dritten Plätzen. Die Internationale Ruhrregatta in Dahlhausen nahm immer
größere Formen an. Die
Regattagemeinschaft arbeitete vorbildlich zusammen, so dass von Seiten der
Teilnehmer viel Lob ausgesprochen wurde. Die Aktivitäten der Wanderfahrer hätten
besser sein können. Dennoch wurden insgesamt 1519 Fahrtenkilometer auf dem
Wasser zurückgelegt. Im
Geschäftsleben des Vereins nahm auch 1982
immer noch der Kauf des Grundstücks einen bedeutenden Platz ein. Der
Wert des Grundstücks lag bei ca. DM 53.000. Die finanzielle Belastung wäre für
den Verein zu groß gewesen. Da die Bundesbahn auf jeden Fall verkaufen wollte,
musste der Vorstand, um nicht in eine Zwangslage zu kommen, Gespräche mit der
Bundesbahn und den Behörden aufnehmen. Da die Existenz des Vereins auf dem
Spiel stand, legte sich der Vorstand fest, diesen Punkt eingehend mit den
Mitgliedern in der nächsten Jahreshauptversammlung zu diskutieren. Danach
sollte die Entscheidung getroffen werden. In den Wintermonaten hatten sich die
Sportlerinnen und Sportler auf die neue Saison gut vorbereitet. Man wollte
weiter nach vorne kommen. Das Trainingslager in diesem Jahr fand beim Herdecker
Kanu-Club statt. Die gute Vorbereitung wirkte sich gleich durch gute
Platzierungen auf Einladungsregatten aus. Bei den Westdeutschen Meisterschaften
wurden im Jugend- und Schülerbereich 8 Titel geholt. 2 Titel und einige vordere
Plätze waren eine erfreuliche Ausbeute bei den Deutschen Meisterschaften. Die
Altherrenabteilung machte eine Jahresabschlussfahrt zur Mosel. 58 Sportlerinnen
und Sportler erfüllten die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen. Die
Grundstücksangelegenheiten konnten endlich erledigt werden. Weitere
Verhandlungen mit der Bundesbahn hatten ergeben, dass das uns zugesicherte
Vorkaufsrecht nicht zu halten war. Die Bundesbahn hatte dieses Recht bereits zu
einem früheren Zeitpunkt der Stadt Bochum zugesichert. In verschiedenen
Verhandlungen mit den Politikern und der Verwaltung wurde erzielt, dass die
Stadt Bochum das Grundstück kauft und mit dem Linden-Dahlhauser Kanu-Club einen
Erbbaurecht-Vertrag über 50 Jahre abschließt. In diesem Vertrag wurde dem LDKC
dann allerdings das Vorkaufsrecht zugesichert, falls die Stadt Bochum das
Grundstück wieder veräußern will. Die Rennmannschaft konnte die Erfolge vom
Vorjahr auf kleineren Regatten sowie auf Meisterschaften in
etwa wiederholen. 48 Mal durchfuhren Boote unseres Vereins als erste die
Ziellinie. Ärger gab es mit der Benutzung des Trainingsbeckens im Schulzentrum
Süd-West. Schon kurz nach der Inbetriebnahme hatten sich Störungen
eingestellt. Die Wanderfahrer beteiligten sich mit 8 Sportkameraden an der
Lennerallye. Weitere Ziele waren die Weser, Ems und der Hausfluss Ruhr. In
verschiedenen Klassen erfüllten 61 Vereinsmitglieder die Bedingungen für den
Erwerb des Deutschen Sportabzeichens. Vom
Vereinsleben ist aus 1984 nichts Besonderes zu berichten. Alles lief seinen
gewohnten Gang und in gewohnten Bahnen. Der Bootshausausschuss, der nun schon
einige Jahre tätig war, erledigte die anfallenden Arbeiten unter Mithilfe der
Vereinsmitglieder zufriedenstellend. Schon in diesem Jahr machte man sich im
Vorstand Gedanken über die Ausrichtung der Feier zum 60-jährigen Bestehen des
Vereins 1987. Die Feier sollte nicht in einem zu großen Rahmen stattfinden,
aber das Image des Vereins sollte dabei nicht vergessen werden. Eine erfreuliche
Feststellung des Wanderwartes ergab, dass es mit dem Wandersport im LDKC aufwärts
geht. Viele neue Interessierte entdeckten dieses schöne Hobby. Das führte
dazu, dass mehr Wanderkilometer gefahren wurden. Die Wanderabteilung nahm an 3
Rallyes teil, und außerdem wurden die Flüsse Lenne, Altmühl, Weser, Ahr, Rur,
Agger, Wied, Ain, Segre, Lippe sowie Rhein und Neckar befahren. Die
Rennmannschaft holte sich die ersten Konditionsergebnisse bei den Frühjahrswaldläufen
mit guten Erfolgen. Auch im Trainingslager zu Ostern wurde an Technik und Ausdauer
gearbeitet. Im Junioren- und Jugendbereich konnten auf einer großen Anzahl
Regatten vordere Plätze belegt werden. Im Einer- und Zweiercanadier der Schüler
wurden Dahlhauser Jungen auf Meisterschaften Erster über 500 m und 2000 m. Die
Altherrenmannschaft, die ebenfalls an manchen Regatten im Achter teilnahm,
konnte die meisten Rennen für sich entscheiden. Ein
Sportjahr ohne größere Ereignisse. Die Zahl der Mitglieder hatte sich leicht
erhöht, aber die Wunschzahl 300 konnte leider nicht erreicht werden. Eine
Anregung des Sportkameraden Rolf-Dieter Sievering, eine Vereinszeitschrift zu
erstellen, um Vereinsmitglieder über alle Geschehnisse
im LDKC zu informieren, wurde vom Vorstand mit Interesse
entgegengenommen. Die mit viel Engagement erstellte Zeitschrift „Dahl`sen
Ahoi“ wurde von nun an allen Mitgliedern 4-mal im Jahr zugestellt.
Wie so oft gab es wieder
Hochwasser, das natürlich viel Schlamm und Unrat mit sich brachte. Für die
Mitglieder waren die Aufräumungsarbeiten wie immer mit viel Arbeit verbunden.
Die unermüdliche Arbeit der Trainer, die ihren Schützlingen immer mit Rat und
Tat zur Seite standen, zahlte sich in allen Belangen mit guten Ergebnissen aus.
Mit dieser Einstellung kam man 1985 zu insgesamt 34 Siegen. Eingeleitet wurde
die Saison wie so oft mit der Teilnahme an den verschiedenen Waldläufen des
Bezirks Ruhr-Wupper, als auch beim Lauf der Bochumer Wassersportler. Gut
vorbereitet ging man in die Regattasaison nach Wuppertal auf dem Stausee in
Beyenburg. War die Ausbeute für unseren Verein
bei dieser Regatta noch gering, so steigerten sich die Sportler in den nächsten
Wochen und hatten ihren Höhepunkt bei den Westdeutschen Meisterschaften. Auf
dem Baldeneysee in Essen gab es für den LDKC 5 Titelträger im Einer, Zweier-
und Achtercanadier. Mit großen Hoffnungen fuhr man zu den Deutschen
Meisterschaften nach München. Leider erfüllten sich aber diese Hoffnungen
nicht. Unsere Boote erzielten mit einigen 2.
und 3. Plätzen trotz allem noch
gute Erfolge. Zum
34. Mal wurde in diesem Jahr die Internationale Ruhrregatta ausgetragen. Und zum
letzten Mal war die Ruhr in Dahlhausen der Austragungsort. Die immer größer
werdenden Teilnehmerzahlen und die Wasserverhältnisse, bedingt durch
Hochwasser, erforderten eine Reaktion der Regattagemeinschaft Bochum, diese
Veranstaltung auf den Kemnader Stausee zu verlegen. In langen Verhandlungen mit
der Stadt Bochum und Freizeit-Gesellschaft Kemnade wurde die Zusage von diesen
Stellen gegeben. Ein Jahr lang viel Arbeit für die 4 Bochumer
Kanusport-Vereine, um die Regatta 1987 am neuen Austragungsort erfolgreich
durchführen zu können. Um unseren Sportlerinnen und Sportlern noch bessere
Trainingsmöglichkeiten zu geben, wurde vom Vorstand angeregt, einen Kraft- und
Gymnastikraum zu bauen. Mit dem Bau sollte, wenn die Finanzierung gesichert und
die Baugenehmigung erteilt ist, unmittelbar begonnen werden. Aus Berlin kam von
einem Sponsor eine Spende über DM 5000,- die den Leistungssportlern im LDKC für
die Anschaffung von Trainingsanzügen zur Verfügung gestellt wurde. Eine
weitere Spende kam von einem früheren
Vereinsmitglied und Rennfahrer, der uns den Kaufbetrag für einen neuen
Viererkajak zur Verfügung stellte. Dieser
Viererkajak und noch 2 Einercanadier bekamen bei einem festlichen Taufakt ihre
Namen. Um die Grundlage für Kondition und Leistungen zu schaffen, wurde ein
Pfingsttrainingslager für unsere Rennmannschaft durchgeführt. Die
Regattasaison verlief zufrieden stellend, zahlreiche Siege und vordere Plätze
waren die Ausbeute bei Aufbauregatten, Westdeutschen- und Deutschen
Meisterschaften. Im Wandersport war nur eine kleine Gruppe tätig. Trotzdem
wurden in 1986 die Flüsse Werra, Diemel, Rur, Niers, Ruhr und Lippe befahren. Der Linden-Dahlhauser Kanu-Club wird 60 Jahre alt. Obwohl das 60-jährige Bestehen kein Jubiläum im üblichen Sinne war, sollte das Jahr 1987 innerhalb des Vereinslebens hierdurch geprägt werden. Man plante keine große Feier wie beim 50- jährigen Bestehen, aber man wollte den Mitgliedern und der Öffentlichkeit einiges bieten. Der Gründungstag am 16. Mai nur für Mitglieder und der Festakt am 12. September für Mitglieder, befreundete Vereine und geladene Gäste waren wohl die besonderen Feiern unter vielen Aktivitäten des Jubiläumsjahres. Vom 11. bis 13. September wurde ein umfangreiches Programm aus Anlass des Jubiläums abgewickelt. Am Freitag, dem 11. September wurde ein Volksfest eröffnet unter Mitwirkung zweier Spielmannszüge und Gesangvereinen. Der Festakt am Samstagmorgen wurde unter großer Beteiligung unserer Mitglieder, Vertreter befreundeter Vereine und geladener Gäste abgewickelt. Die Veranstaltung wurde musikalisch vom Akkordeonorchester der Musikschule Bochum festlich umrahmt. Auch die Laudatio des 1. Vorsitzenden fand großen Anklang. Die Sportkameraden Günter Rohrbach, 37 Jahre Vorstandsmitglied und Willi Borgardt, 26 Jahre Kassierer, wurden mit der Vereinsehrennadel in Gold mit Brillant ausgezeichnet. Am Nachmittag wurden unter anderem erstmals Rennen im Sechser-Canadier für nicht kanusporttreibende Vereine aus Linden-Dahlhausen durchgeführt. Diese Rennen wurden dann am Sonntagnachmittag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fortgesetzt. Abends traf man sich zum Abschluss im Bootshaus zum Kanutenball, wo nach dem offiziellen Teil das Tanzbein geschwungen wurde. Eine Jubiläums-Herbstregatta im Oktober, zu der man viele Vereine aus dem In- und Ausland eingeladen hatte, fand großen Anklang. Die Rennfahrerinnen und Rennfahrer wollten im Jubiläumsjahr nicht hinten anstehen. Sie lieferten ihren Beitrag in Form von hervorragenden Leistungen ab. Nach einem guten Auftakt bei den ersten Regatten der Saison bereitete man sich am Sorpesee in einem Trainingslager auf die kommenden Meisterschaften vor. Von den Westdeutschen Meisterschaften, die auf dem Baldeneysee ausgetragen wurden, brachten unsere Mädchen und Jungen 11 Titel in verschiedenen Klassen mit nach Dahlhausen. Bei den Deutschen Meisterschaften, welche in Hamburg-Allermöhe stattfand, konnten ebenfalls gute Ergebnisse erzielt werden. Die Ausbeute waren 2 Titel sowie etliche 2. und 3. Plätze. Insgesamt kam man in diesem Jahr zu 59 Siegen. Alles im allem darf man feststellen, dass das Jubiläumsjahr 1987 für den LDKC ein überaus erfolgreiches war. Durch
die Aktivitäten im Jubiläumsjahr konnte der Verein durch die verschiedenen
Darstellungen neue Freunde gewinnen und alte Freundschaften festigen. So war es
klar, dass auch nach dem großen Erfolg mit den so genannten
„Elefantenrennen“, die im Sechserwandercanadier für Linden-Dahlhauser
Vereine durchgeführt wurden, diese auch während unseres Sommerfestes nicht
wegzudenken waren. Im Mittelpunkt des Vereinslebens stand der Weiterbau des
Kraftraumes. Der Rohbau wurde 1988 fertig gestellt. Das Dach war zum Jahresende
ebenfalls angebracht worden. Die Arbeiten am Kraftraum konzentrierten sich nun
auf die Außenverkleidung und den Innenausbau. Besonders rege war der Vorstand
wieder in Bezug auf die Mitgliederbewegung; leider gelang es nicht die magische
Zahl 300 zu erreichen. Die Kanu-Regattagemeinschaft, die 1963 gegründet wurde,
feierte in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Die Internationale Ruhrregatta
wurde in eine Nachwuchsveranstaltung umgewandelt. Es entstand der Junioren-Länderkampf.
Nachdem die Internationale Regatta zum Kemnader See verlegt wurde, vermisste die
Linden-Dahlhauser Bevölkerung eine Regatta vor der Haustür. So entschloss sich
der Verein, alljährlich im Herbst eine Regatta auf der Ruhr durchzuführen. Die
Leistungen unserer Rennkanuten knüpften an die Erfolge des Vorjahres an. Nach
den Medaillengewinnen bei den Frühjahrsregatten
und bei der Internationalen Ruhrregatta konnten bei den Westdeutschen
Meisterschaften 3 erste-, 2 zweite- und 5 dritte Plätze errungen werden. Die
Erfolge setzten sich bei den Deutschen Meisterschaften fort mit 5 Siegen und
einer großen Anzahl vorderer Plätze. Eine erfreuliche Bilanz, seit
Vereinsbestehen wurde in diesem Jahr die 50. Deutsche Meisterschaft nach
Dahlhausen an die Ruhr geholt. Am 10. November konnte der Kraft- und Gymnastikraum fertig gestellt und unter Anwesenheit einiger Vertreter der Stadt Bochum eingeweiht werden. Fast 80.000 DM hatten der Bau und die Ausrüstung des Raumes gekostet. Auf der Jahreshauptversammlung gab es einige Veränderungen innerhalb des Vorstandes. Der 1. Geschäftsführer und der 1. Kassierer mussten neu gewählt werden. Die Bürgertage des Stadtbezirks Südwest fanden erstmals in der Ruhraue beim LDKC statt. Die Selbstdarstellung der Vereine und ihre Darbietungen fanden bei der Bevölkerung viel Interesse und Anerkennung. Die Saison 1989 hatte für die Dahlhauser Sportlerinnen und Sportler nicht gerade gut begonnen. So waren bei Waldläufen die Beteiligungen und Leistungen eher mäßig. Bei den Auftaktregatten klappte es dann aber besser. Von den Westdeutschen Meisterschaften, die in Köln ausgetragen wurden, kehrte unsere Mannschaft mit hervorragenden Ergebnissen zurück. 9 Siege, 5 zweite Plätze und 3. Plätze sowie noch einige gute Platzierungen waren die Ausbeute der Dahlhauser Kanuten. Auch bei den Deutschen Meisterschaften in München waren die Erfolge mit 5 goldenen-, 2 silbernen- und 5 bronzenen Medaillen großartige Leistungen. Mit 22 Vereinen bei der Herbst-Einladungsregatta im September beendete unser Verein die Regattasaison. Im Wandersport versuchte man die Aktivitäten wieder intensiver zu gestalten. Eine Urlaubswanderfahrt auf der Dordogne in Frankreich sollte dazu beitragen. Es fanden sich 13 weibliche und männliche Clubmitglieder, die daran teilnahmen. Mit der Altherrenabschlussfahrt auf der Mosel wurde die Wandersaison beendet. Obwohl
die Trainingsbedingungen für die Sportler sich durch die Nutzung des neuen
Kraft- und Gymnastikraumes entschieden verbessert hatten, entsteht durch
Dissonanzen in der Traineretage und Streitfragen bei den Trainingsmethoden kräftige
Unruhe in der Mannschaft. Zusätzlich sind in allen Klassen die Sportler je in
eine höhere Altersgruppe gekommen.
Einen besonderen Einschnitt erfährt vor allem die Schüler- und
Jugendabteilung. Hier wurde mit Blick auf die Spitzensportler versäumt, für
Nachwuchs zu sorgen. Intensive Bewerbungen und verschiedene Aktionen zur
Nachwuchssuche scheitern jedoch. Es verbleiben lediglich Erfolge bei den wenigen
verbliebenen Junioren und den Leistungsklassefahrern zu verbuchen: 2. und 3. Plätze
bei der Deutschen Meisterschaft. Zusätzlich zum Kraftraum werden weitere
Arbeits- und Betriebsräume des Anbaus als Werkstatt und Lagerräume
erschlossen; der Bau einer Grillstation wird vorbereitet, auch Planungen zum
Anschluss des Bootshauses an die öffentliche Abwasserleitung aufgenommen. Betrüblich
ist die „Pensionierung“ des so erfolg- und hilfreich eingesetzten
Bootstransport-LKW. Im Gedenken an seine verstorbenen Eltern gründet der
ehemalige Rennfahrer Willy Strothotte eine Stiftung für den LDKC. Aus dieser
sollen aus einem Stiftungskapital in der Zukunft förderungswürdige Projekte und Maßnahmen des Vereins unterstützt werden.
Weitere
Diskussionen bei den Rennsportverantwortlichen brachten das Ergebnis, dass die
Mannschaft völlig auseinander brach, die Aktivitäten einstellten oder sich
anderen Vereinen anschlossen. Die Devise des Vorjahres wurde intensiviert:
Aufbau einer breit angelegten Kampagne, um über den Breitensport über die
Jahre hinweg wieder zu einer erfolgreichen Mannschaft zu gelangen. Verstärkt
wurden die Bemühungen durch Anschaffung
eines Anhängers für
Bootstransporte, der nun von einem zuvor gekauften VW-Transporter zu Wettkampf-
und Trainingsstätten gezogen wurde. Eine besondere
Bereicherung war natürlich
die Fertigstellung
des überdachten Grillplatzes
vor dem Bootshaus. Besonders hervorgetan haben sich bei diesen und anderen
wichtigen Restaurierungsarbeiten die damals sehr bekannte „ Rentnerband“. Das
Jahr 1992 war bezeichnend für einen vorübergehenden Status des Vereins: mit 65
Jahren seit der Gründung wurde er `Rentner´. Alle Veranstaltungen dieses
Jahres wurden intensiv benutzt, die bekannten Aktivitäten so zu beleben, dass
der LDKC an seinen Bekanntheitsgrad wieder anschließen konnte. Insbesondere
wurde durch Anreize in der Jugendarbeit ein verstärktes
Interesse auch der Eltern und Schüler registriert. Aber genügend
gesellschaftliche Anlässe boten den Vereinsmitgliedern genügend Raum, den
Verein in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nachdem bereits im Vorjahr die Bürgertage
Südwest wieder in die Ruhrwiesen des LDKC zurückgekehrt waren, wurde neben dem
Elefantenrennen mit neuer Spitzenbeteiligung
beim Sommerfest und der Herbstregatta ein dreitägiges Vereinsjubiläum
„Dahlhausen steht Kopf“ zelebriert. Die Einsatzkräfte aller
Vereinsmitglieder waren bis aufs äußerste gefordert. Allein beim
Jubiläumsfest wurden ca. 6.000 Besucher gezählt. Ein besonderes Jubiläum
konnten unsere Frauen im Strick-Club feiern: Das Nadelwerk arbeitete hier
bereits 15 Jahre an der Herstellung von Pullovern und Schals, die in der
Winterzeit manch einem angenehme Wärme brachten.
Für
das neue Jahr stand zum Jahresbeginn zunächst ein
Nyala"> Führungswechsel an: Günter Rohrbach, der dem Verein
bisher vorstand, hatte bereits zuvor ange-kündigt,
dass er nicht mehr zur Wahl
ansteht. Er hatte als
Nachfolger Karl-Heinz Borgardt
vorgeschlagen, der zum neuen Vorsitzenden
gewählt
wurde. Günter Rohrbach wird in
Würdigung seiner Verdienste neben Ewald
Höfgen zum zweiten Ehrenpräsidenten gewählt. Die neue Mannschaft übernahm
einen Verein, bei dem die Mitgliederzahl stark im Aufwind war. Bereits im Vorjahr wurde die „magische
Zahl“ von 300 Mitgliedern bereits erreicht; in diesem Jahr stetig weit darüber
gehalten. Bemerkenswert war vor allem, dass an diesem Trend die Rennmannschaft
großen Anteil hatte. Deren Erfolge konnten sich rasch auf den einschlägigen
Wettkampfbahnen sehen lassen. Bei insgesamt 11 Regatten war der LDKC wieder
durch Sportler aller Altersklassen vertreten. Vor allem die wieder erreichte
Teilnahme bei den Deutschen
Meisterschaften in München machte den Verein stolz.
Die Wanderabteilung machte durch Teilnahme
von Vertretern aus dem Rennsport besonders von sich reden, da diese ausgedehnten
Touren auf mehreren inländischen Flüssen, Kanälen und Seen unvergessene
Erlebnisse für junge Nachwuchssportler, aber auch für die aktiven Wanderfahrer
brachten. Umfangreiche Bauaktivitäten hatte wiederum der Bauausschuss und die
Rentnerband produziert: Herrichtung des Außengeländes, Ausgestaltung der Clubräume
und Bau einer Garage. Das
neue Jahr begann wie so häufig an der Ruhr mit Hochwasser! Die Sylvesterraketen
fielen nicht nur ins Wasser, das Hochwasser hinterließ auch noch so viele Schäden
und Schlamm, die noch wochenlang später beseitigt werden mussten. Nicht nur die
steigende Zahl der Mitglieder war erfreulich zu beobachten (in diesem Jahr stieg
sie auf beachtliche 368), sondern auch das Interesse an der Mitarbeit auf
verschiedenen Ebenen schlug sich auch in der Teilnehmerzahl bei der
Jahreshauptversammlung von einmaligen 102 stimmberechtigten Mitgliedern nieder.
Diese war so stark besucht wie selten eine Versammlung zuvor. Ein Grund wird
vermutet: die Zerwürfnisse beim Rennsport und in der Jugendarbeit. Aber alle
Verhandlungs- und Kompromissbereitschaften schlugen fehl. So war man gezwungen,
in vielen Belangen einen Neuanfang zu beginnen. Eine Schlagzeile erschreckte die
Bochumer Bevölkerung nach langer Zeit dennoch: „Ein Achter kenterte“. Diese
wohl aufregendste Szene gab es sonst nur in längst vergangen geglaubten Zeiten.
Aber es traf Gott sein Dank kein Dahlhauser Boot. Auf der Herbstregatta hat der
enorme Wellenschlag die Mannschaft des KC Wiking über Bord gefegt. Nach bangen
Minuten erreichten alle Paddler das rettende Ufer und das leider auch noch bei
typischem Dahlhauser „Regattawetter“ Dieses
Jahr hatte eine Reihe unterschiedlicher Höhepunkte und Entwicklungen auf Lager.
Wieder einmal hieß es für die Kanuten, nicht die Hände an die Paddel, sondern
an die Arbeitsgeräte: Infolge kritischer Beobachtungen und einiger Auflagen der
Feuerwehr für den Brandschutz mussten im Bereich der Wohnung des Vereinswirtes
und der Schanktheke Änderungen vorgenommen werden. Diese waren so
einschneidend, dass auf Vorschlag des Bootshausausschusses die Gelegenheit
genommen wurde, den Thekenbereich neu zu gestalten. Dieser hat auch noch heute sein gleiches einladendes Aussehen.
Gleichzeitig wurde im Erdgeschoß unterhalb der Theke mit eigener handwerklicher
Fähigkeit der Kanuten ein Kühlkeller eingerichtet. Auch die gesamte
elektrische Installation im Bootshaus wurde modernisiert. So erstrahlte das
Vereinsheim wie oft schon nach Renovierungen mit neuem Charme. Der Wandersport
hatte, wie in den Jahren zuvor, schon lange nicht gekannte Aktivitäten am
Vereinsheim und auf reichlich Paddeltouren weiterentwickelt. Und dies, obwohl
durch die lang anhaltende feuchte Jahreszeit erst am 7. Mai angepaddelt werden
konnte. Bei der Jugend wurden ebenfalls neue und abwechslungsreiche Events
angeboten. Dies hatte gleich durchschlagenden Erfolg auf den Rennsport, weil
sich die Verantwortlichen aus der Jugendarbeit
gleichermaßen als Trainer der Jungen und Mädchen engagierten. So war überraschend
zu beobachten, dass bereits wieder 12 Siege, 15 zweite und 23 dritte Plätze auf
Regatten herausgefahren wurden. Insbesondere die Deutsche Meisterschaft konnte,
wenn auch dort noch kein vorderer Platz herauskam, wieder beschickt werden.
Neben dem immer stärkeren Zulauf
beim Elefantenrennen des Sommerfestes und der Herbstregatta vor der Haustür
waren die Mitglieder auch bei den sonstigen Veranstaltungen des Frühjahrs und
des Herbstes mit Schießwettkämpfen, Knobel- und Skatturnier und geselligem
Winterfest äußerst gefordert, da die Anreize für Mitglieder und Besucher
bereits in den Vorjahren hierfür geschaffen wurden. Ein allerdings nicht alltägliches
Ereignis sollte den Veranstaltungskalender des LDKC in diesem Jahr besonderen
Glanz geben: Im April wurde zu einem „Seniorentreffen“ eingeladen. Vor allem
Mitglieder, die dem Verein schon vor und während des 2. Weltkrieges angehört
hatten. 47 Kameradinnen und Kameraden konnten der Einladung folgen und haben
sich im Bootshaus eingefunden; darunter auch 3 ehemalige Mitglieder, die bereits
älter als 80 Jahre waren. Hier wurden die Ereignisse der vergangenen `wilden
Zeiten´ mit großem Interesse und vorhandener Vehemenz ausgetauscht. Der Trend der Höhen und Tiefen setzte sich auch im Folgejahr fort. „Geselligkeit im Mittelpunkt“, so hatte der Stadtspiegel zu Ende des Jahres den LDKC resümiert. Für das Vereinsleben war der Satz symbolisch für den Ablauf des Jahres. Nach dem hoffnungsfrohen Neuansetzen im sportlichen Bereich war wieder keine Fortsetzung des Aufschwungs zu erkennen. Eine Ausnahme war jedoch Glanzlicht in dieser Rennsaison: der wiederbelebte Achter, der sich vornehmlich aus `Ehemaligen´ mit viel Motivation zusammengefunden und auf den meisten Regatten nur vordere Plätze herausgefahren hatte. Dagegen konnte der Wanderwart bereits über die tollen Erlebnisse des Vorjahres in der Jahreshauptversammlung berichten und die unvergessenen Fahrten auf der Ruhr und anderen lange nicht mehr befahrenen Gewässern mit reichlich 28 aktiven Paddlern im ganzen Jahr fortsetzen. Auch das An- und Abpaddeln gehörte hier seit langer Zeit wieder routinemäßig zum Programm. Verfolgt man die Aufzeichnungen der Vereinsannalen, haben sich die übrigen Aktivitäten jedoch überwiegend auf den gesellschaftlichen, geselligen Teil kapriziert. Jedoch auch wie in den Vorjahren mit steigender Intensität. Allerdings konnte das Jahr 1996 auch zwei 10jährige Jubiläen vorweisen: Das 10. Elefantenrennen bei den Sommerfesten sowie die 10. Herbst-Einladungsregatta des LDKC. Überschattet wurden die Vereinsaktivitäten jedoch jäh durch Todesfälle zweier Persönlichkeiten, die in den letzten Jahrzehnten das Vereinsleben mitgeprägt hatten. Mitte des Jahres verstarb nach zunächst harmloser erscheinenden Krankheit plötzlich der Ehrenpräsident Ewald Höfgen, der als erster Nachkriegsvorsitzender mit 25 Jahren Lebensalter seit 1947 wiederum 25 Jahre lang die Geschicke des Vereins geleitet hat und später über den Vorsitz im Bootshausausschuß die vor erwähnten Erweiterungs- und Sanierungsbauten stets mit realisiert hat. Der zweite Todesfall erschreckte die Mitglieder am Jahresende. Hier holte eine tückische Krebserkrankung „Heinemann“ Schrage von uns. Ihm war neben seiner eigenen sportlichen Laufbahn zu verdanken, dass die Nachwuchsarbeit im Rennsport stets eine breite Basis fand und zu den steten Erfolgen führte. Mit viel Einfühlungsvermögen hat er die jungen Sportler über die vielen Jahre geführt und betreut. Der
Linden-Dahlhauser Kanu-Club wird 70 Jahre alt. Am 16. Mai trafen sich die
Mitglieder im Bootshaus, um dem Gründungstag des LDKC zu gedenken. Beim
Rückblick konnte man feststellen, dass der Verein zwar schwere, aber überwiegend
erfolg- und erlebnisreiche Jahre hinter sich bringen konnte. Das Jubiläum
sollte Bestandteil aller Veranstaltungen in 1997 sein. Am Samstagmorgen, dem 17
Mai fand im Bootshaus die Jubiläumsfeier mit geladenen Gästen und Vereinen
statt. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Borgardt hielt
der Ehrenpräsident Günter Rohrbach die Laudatio. Anschließend wurden den
Vertretern der Kommunen und den Vereinen Gelegenheit gegeben, zu gratulieren.
Die Feier wurde durch den Seemanns-Chor
der Marinekameradschaft Linden-Dahlhausen begleitet. Dem 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Borgardt wurde für seine langjährige
Mitgliedschaft, Vorstandsarbeiten
in verschiedenen Bereichen und zuletzt als 1. Vorsitzender, die goldene
Vereinsehrennadel mit Brillant verliehen. Außerdem war er 18 Jahre als
stellvertretender Vorsitzender im Vorstand der Kanu- Regattagemeinschaft Bochum
tätig. Die Sportkameraden Rolf-Dieter Sievering und Willi Borgardt wurden für
50jährige Mitgliedschaft und verantwortungsvolle Vorstandsarbeiten zu
Ehrenmitgliedern ernannt. Das Sommerfest des LDKC fand unter großer Beteiligung
der Linden-Dahlhauser Bevölkerung statt, auf
dem wie schon seit einigen Jahren die beliebten Elefantenrennen für nicht
kanusporttreibende Vereine durchgeführt wurden. Über 20 Vereine hatten
gemeldet, um ihre Kräfte im Wandersechsercanadier auf der Ruhr zu messen. Die
Herbst-Einladungsregatta nahm immer größere Formen an, 26 Vereine aus dem In-
und Ausland hatten ihre Zusage gegeben. Während der Regatta wurden in einem
Einlagerennen Drachenboote vorgestellt, mit großem Interesse verfolgten die
Zuschauer die für sie neue Bootsart. Wenn auch im Rennsport keine Meistertitel
nach Dahlhausen geholt werden konnten, so gab es dennoch eine große Anzahl
guter Platzierungen auf verschiedenen Veranstaltungen in der Saison 1997.
Erfreulich war, wenn auch nur mit einer kleinen Gruppe, dass der Wandersport im
LDKC wieder an Bedeutung zunahm. Das ganze Jahr über waren Dahlhauser
Wanderfahrer auf vielen Flüssen anzutreffen. Ein
arbeitsreiches Jahr 1997 hatten die Verantwortlichen und Mitglieder des
LDKC hinter sich gelassen. Die im Frühjahr einberufene Jahreshauptversammlung
hatte einen guten und harmonischen Verlauf. Der 1. Vorsitzende Karl-Heinz
Borgardt informierte die Versammlung, dass er 1999 aus Altersgründen nicht mehr
kandidieren werde. So hatte man genügend Zeit, einen neuen Sportkameraden zu
finden, um diese arbeitsreiche Tätigkeit fortzuführen. Im und am Bootshaus wurden vom Bootshausausschuß, im
Einvernehmen mit dem Vorstand, weitere Verschönerungsarbeiten durchgeführt.
Unter anderem wurde die Deckenbeleuchtung im vorderen Clubraum erneuert, der obere Eingang zum Bootshaus behindertengerecht
umgebaut und eine Parkplatzbeleuchtung installiert. Alle anfallenden Arbeiten
konnten unter Mithilfe der Mitglieder in Eigenarbeit durchgeführt werden. Auch
in diesem Jahr gab es wieder eine große Anzahl gesellschaftlicher Ereignisse,
wobei das Sommerfest des LDKC wieder die herausragende Veranstaltung war. Die
Herbst-Einladungsregatta in Dahlhausen auf der Ruhr konnte wieder unter enormem
Einsatz vieler Vereinsmitglieder erfolgreich abgeschlossen werden. Nicht nur bei
der Dahlhauser Regatta konnte unsere Rennmannschaft gute Ergebnisse erzielen,
sondern auch auf vielen anderen Regattaplätzen waren unsere Rennfahrerinnen und
Rennfahrer auf vorderen Plätzen zu finden. Um die Internationale Ruhrregatta
auf dem Kemnadersee erfolgreich durchführen zu können, waren neben den anderen
Bochumer Kanuvereinen auch unsere Vereinsmitglieder wie schon in den vielen
Jahren davor im Einsatz. Ob beim Auf- oder Abbau der Regattastrecke, oder
auch an den Regattatagen trugen Sportkameradinnen und Sportkameraden zum
Gelingen der Veranstaltung dabei.
Auf der Jahreshauptversammlung gab es den in 1998 angekündigten Rücktritt des 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Borgardt. Während seiner langjährigen Mitgliedschaft hat er, neben seiner hervorragenden sportlichen Laufbahn im Canadierrennsport, zahlreiche Vorstandsämter im Linden-Dahlhauser Kanu-Club über viele Jahre hinaus mit Freude und Einsatzwillen übernommen. Auch bei seiner langen Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender der Kanu-Regattagemeinschaft Bochum, hat er sich mit großem Eifer für die Gemeinschaft und den Kanusport eingesetzt. Für seine Verdienste im LDKC und KRG Bochum wurde Karl-Heinz Borgardt vom neuen Vorstand als Ehrenmitglied im LDKC vorgeschlagen und von der Versammlung einstimmig gewählt. Neuer 1 Vorsitzende wurde Josef Steinke, der schon seit einigen Jahren als Geschäftsführer im Vorstand tätig war. Auch in diesem Jahr hatte man sich viele Aktivitäten für das Sportjahr 1999 vorgenommen. Wie immer waren das Sommerfest und die Das
Vereinsheim des Kanuclubs bekommt ein neues Pächterehepaar. Der alte
Wanderachter des Vereins die „Dahlsen“ landet, nachdem er über viele Jahre
auf Flüssen und Seen unterwegs war, zum Ende auf dem Osterfeuer. Beim
Vereinsosterschießen landen auf den ersten 3 Podestplätzen nur Frauen. Im
Rennsport bricht der LDKC mit einer langen Tradition, Jungen dürfen jetzt auch
im Kajak trainieren und auf Regatten starten. Noch eine lange Tradition muss
aufgegeben werden: der Vorstand beschloss, mangels Beteiligung in diesem Jahr:
„keine Regatta mehr in Dahlhausen“. Beim Elefantenrennen während des
Sommerfestes kamen die Sieger zum ersten Mal aus einem Verein. Bei Damen und
Herren siegte die DLRG. Die Flasche mit den „Lauscheppergroschen“ auf der
Theke im Bootshaus, erbrachte zum letzten Mal eine Summe in DM: 591,34. Auf
der Jahreshauptversammlung wurde noch einmal über das Aus der Herbstregatta
diskutiert, aber der Vorstand blieb
dabei, keine Regatta mehr in Dahlhausen. Eine schwere Entscheidung, denn seit
Bestehen des Vereins wurde, bis auf sehr wenige Ausnahmen, jedes Jahr diese
beliebte Veranstaltung durchgeführt.Der Mitgliederstand ging leider wieder
etwas zurück. Es wurde versucht, den Rückgang durch Mitgliederwerbung vor
allem im Schüler- und Jugendbereich aufzufangen. Im Rennsport baute man auf den
Nachwuchs, es wurde versucht mit den noch verbleibenden älteren Rennfahrerinnen
und Rennfahrern eine Mannschaft zu bilden, die den LDKC wie gewohnt erfolgreich
auf Regattaplätzen vertreten konnte. Es gab dann auch einige gute Platzierungen
nicht nur auf kleineren, sondern auch auf größeren Regatten für die
Dahlhauser Kanuten. Der Wandersport bekam neuen Aufschwung. Etliche
Vereinsmitglieder beteiligten sich mit der ganzen Familie, um diesen schönen
und gesundheitlichen Sport auszuüben. Von der Wanderabteilung kam der Wunsch an
den Vorstand, speziell für Wanderboote einen Transportanhänger anzuschaffen,
weil der vorhandene Bootstransportanhänger zum größten Teil der
Rennmannschaft zur Verfügung stand. Eine traurige Nachricht erschütterte alle
Mitglieder des Vereins, der Ehrenpräsident und ehemalige langjährige
Vorsitzende Günter Rohrbach war nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.
Seine ganze Kraft galt dem LDKC, wo er nach seiner Rückkehr aus der
Kriegsgefangenschaft gleich Verantwortung auf verschiedenen Positionen im
Vorstand bis zu seinem Tod übernahm. Nicht nur im Verein sondern auch auf
Verbandsebene war er mit ganzem Herzen für den Kanusport tätig. Der
Vorstand machte sich über den stetigen Mitgliederrückgang für die Zukunft des
LDKC ernsthafte Sorgen. Auf der Jahreshauptversammlung wurde nach ausgiebiger
Diskussion ein Gremium gebildet, welches bis zur nächsten Hauptversammlung ein
Arbeitspapier für eine neue Strategie im Linden-Dahlhauser Kanu-Club
ausarbeiten sollte.Sorgen machte sich auch der Vorstand über die Dacheindeckung
des Bootshauses, immer wieder mussten kleine Undichtigkeiten notdürftig behoben
werden. Es war nur noch eine Frage der Zeit, dass mit einem größeren
finanziellen Aufwand eine neue Dachabdeckung aufgelegt werden musste.
Im Rennsport konnte man an die Vorjahresergebnisse anknüpfen. Die
Wanderfahrer setzten ihre gemeinsamen Fahrten wie schon 2001 mit großer Anzahl
Teilnehmer fort. Außer unserem Sommerfest mit den beliebten Elefantenrennen
wurden den Vereinsmitgliedern noch viele
Gegebenheiten wie Skat spielen,
Knobeln und vieles andere im oder am Bootshaus angeboten. Wieder wurden die
Mitglieder von einer traurigen Nachricht überrascht. Willi Borgardt, der 26
Jahre die Finanzen des LDKC verwaltet hatte, verstarb plötzlich und unerwartet
während eines Urlaubs in Fieberbrunn in Österreich. Über den LDKC hinaus
verwaltete er ebenfalls für einige Jahre die finanziellen Angelegenheiten der
Kanu-Regattagemeinschaft Bochum. Das
angestrebte Arbeitspapier für eine neue Strategie im LDKC wurde mit viel Mühe
und Fachbezug erstellt. Leider konnte dieses Vorhaben, das mit Umbauarbeiten der
unteren Bootshausräume und
Anschaffung von diversen Sportgeräten verbunden gewesen wäre, aus finanziellen
Gründen nicht realisiert werden. Der vor zwei Jahren von der Wanderabteilung
gewünschte Bootstransportanhänger wurde vom Vorstand in Auftrag gegeben und
am Anfang der Wandersaison ausgeliefert. Von nun an konnten Termine ohne große
Absprachen mit der Rennsportabteilung festgelegt und durchgeführt werden. Einen
kleinen Tiefpunkt hatte der Rennsport zu verzeichnen. Man beschränkte sich in
der Hauptsache auf den Schüler- und Jugendbereich, um den Sport im LDKC überhaupt
aufrecht erhalten zu können. Vom
Vorstand und von den Verantwortlichen wurde in Sachen Rennsport alles getan, um
Schüler und Jugendliche für den schönen Kanusport zu begeistern
und damit für den LDKC zu gewinnen. Ein
Sportjahr, das für den Vorstand kein besonderes aber doch mit einigen nicht
erfreulichen Entscheidungen behaftet war. Zunächst einmal musste das in die
Jahre gekommene und oft reparierte Bootshausdach neu eingedeckt werden. Für den
Verein mal wieder ein finanzieller Gewaltakt.
Außerdem mussten in den unteren Räumen diverse Instandsetzungsarbeiten und im
Außenbereich, wie jedes Jahr, Erhaltungsmaßnahmen erledigt werden. Die
Herausgabe der beliebten Vereinszeitschrift „Dahl`sen Ahoi“, durch die seit
1985 alle Vereinsmitglieder 4-mal im Jahr über alle Geschehnisse innerhalb des
LDKC informiert wurden,
musste zum Bedauern vieler
Mitglieder vom Vorstand
eingestellt werden.
Diese Maßnahme war erforderlich, weil sich schon in den letzten Jahren immer
weniger Leute für die Gestaltung mit
Berichten oder Informationen zur Verfügung stellten. Der in 1991 angeschaffte
VW-Bus, welcher als Zugfahrzeug für die Bootstransportanhänger oder für den
Transport der Sportler zu Regatten oder Wanderfahrten
benutzt wurde, ist mangels
Gebrauch und Altersgründen verkauft worden. Erfreulich die Entwicklung im
Rennsport, immer mehr Schüler und Jugendliche, oft in Begleitung ihrer Eltern,
versuchten das Paddeln zu erlernen. Trainer und Übungsleiter waren an manchen
Tagen voll im Einsatz, um allen die Möglichkeit zu geben, einmal ins Boot zu
steigen. Der neue Bootstransportanhänger war eine Bereicherung für den
Wandersport. Termine für Vereins- oder Verbandswanderfahrten konnten unabhängig
vom Rennsport geplant und durchgeführt werden. Einen
vergleichbaren Einschnitt hatte der LDKC bisher noch nicht erlebt. Obwohl
lange zuvor einige
der Mitglieder im Vorstand
erklärt hatten, dass sie nach
langjähriger Mitarbeit für eine Wiederwahl nicht
mehr zur Verfügung standen,
wurde für Nachfolger keine Sorge
getragen. So ergab sich, dass in
der Jahreshauptversammlung zunächst ein Geschäftsführender Vorstand nicht gewählt
werden konnte; nach gründlicher
Beratung dann doch ein Vorstand aus
der Versammlung
hervorging. Allerdings –und das
war ein Novum- ohne Leitung eines
1. Vorsitzenden. Allerdings war dies ein Ansporn für den Vorstand, die Verhältnisse
mit einem komplett besetzten Vorstand im nächsten Jahr wieder herzustellen und
mit einer grundlegenden Konzeption die Geschicke des Vereins für die nächsten
Jahre auf sichere Basis zu bringen. Allein durch die Einbindung vieler
Mitglieder in die Entscheidungen zur Ausgestaltung der Aktivitäten haben sich
bei der Vorbereitung und Durchführung des Sommerfestes 102 Mitglieder
beteiligt. Der Zielstrebigkeit aller ist es zu verdanken, dass das Engagement für
die gesellschaftlichen Ausgestaltungen den Verein wieder in die Schlagzeilen der
Presse zurückbrachte. An dieser Stelle zeigt sich einmal wieder ganz deutlich,
dass der Wille der Kanuten nur mit guten Charaktereigenschaften besetzt ist, nämlich
eine sichere Basis für die eigene Bestätigung gemeinsam mit anderen zu
festigen, und auch in der Lage ist,
kleinere Blessuren gelassen wegzustecken. Das Highlight des Jahres war
allerdings eben das Sommerfest, dass bei bestem Wetter großen Zulauf aus der
Bevölkerung brachte; aber durch gezielte Bewerbung der interessierten Teams
beim Elefantenrennen brachte eine bis dorthin nicht gekannte Beteiligung: allein
13 Damen- und 23 Herren-Mannschaften hatten sich in die Startlisten eingetragen,
um anschließend aus den begehrten Pokalen Sekt zu genießen und diese nach
Hause zu tragen.
Nach
einer Phase gründlicher Beratung im
Vorstand und
mit allen Beteiligten, die sich stets in Vereinsaktivitäten eingebracht haben,
konnte in der nächsten Jahreshauptversammlung
eine Konsolidierung berichtet werden. Eine Reihe verwaltungstechnischer und
organisatorischer Problempunkte konnten im Verein und gemeinsam
mit Behörden abgestimmt und bereinigt werden. Die Versammlung wählte Ralf Höfgen
zum neuen 1. Vorsitzenden. Mit der starken
Unterstützung des
gesamten Vorstandes und der
Mitglieder konnte ein Bild für eine Weiterentwicklung des Vereins in den
letzten zwei Jahren gezeichnet werden. In diesem
heißen Sommer beschäftigte
ein Phänomen ganz besonders die
Mitglieder: fortwährend wurden Diebstähle,
Zerstörungen und in der heißen Sommerzeit Belästigungen und
Verunreinigungen zur Plage des Vereins. Gemeinsam mit Ordnungskräften der
Polizei und der Stadt Bochum konnte eine relative Eindämmung erreicht werden. Immer
wieder jedoch wurden die Mitglieder irritiert durch den Diebstahl der
für den Verein auf dem Nachbargrundstück gelegenen
Wasseruhr. Aber auch andere
Probleme der gesellschaftlichen Entwicklungen wie die Kosten für
Energieversorgung und der Renovierung des Eigentums gingen nicht spurlos vorbei.
Hier sind mit Hilfe von 1-€-Kräften und mit Einsatz der Mitglieder zahlreiche
Arbeiten und Strategien entwickelt worden. In der Jugend- und der Sportarbeit
ist dank dem uneigennützigen Einsatz der Fachwarte und Trainer wieder eine
spriesliche Mannschaft mit Schülern
und Jugendlichen erwachsen. Bereits an zahlreichen Regatten haben unsere jungen
Kanuten wieder vordere Plätze errungen. Das Elefantenrennen beim Sommerfest
konnte auf ein 20jähriges Jubiläum bei weiter zunehmender Beteiligung zurückblicken.
Einen neuen Kontakt zur Außenwelt hat der LDKC ebenfalls zeitgemäß durch die
Internetseite www.ldkc.eu
eingerichtet. Hier werden seit Frühjahr des Jahres aktuelle Nachrichten aus dem
Verein veröffentlicht. Durch die dort enthaltenen Email-Anschriften der
Vorstandsmitglieder sind Kontaktaufnahmen nun jederzeit möglich. Erfreulich war
zudem, dass nach mehrjährigem Stillstand das Kanu-Trainingsbecken im
Schulzentrum Südwest mit wesentlichem Anteil des LDKC wieder betriebsbereit
wurde und nun für das Ausgleichstrainings im Winter benutzt werden kann. Hier
haben umfangreiche Antriebsaggregate und Reinigungsarbeiten stattgefunden, an
denen unsere Mitglieder viele Stunden investiert haben. Der
Verein feiert in diesem Jahr sein 80jähriges Bestehen. Zur Zeit der Jubiläumsveranstaltung
ist das Jahr bereits fast zur Hälfte abgelaufen. Hier haben sich allerdings
sehr erwähnenswerte Ereignisse in der Vereinsgeschichte eingefügt. Dem Einsatz
einer Arbeitsgruppe sind Initiativen zu verdanken, dass der LDKC sich in diesem
Jahr einem neuen Standbein im Sport verschrieben hat. Der in Deutschland immer
populärer werdende Drachenbootsport wird nun auch als dritte Säule des Vereins
bei uns betrieben. Umfangreiche Spenden aus unserer Strothotte-Stiftung und
externen Sponsoren ist die Anschaffung von zwei Drachenbooten mit samt einem
speziellen Transportanhänger zu verdanken. Neben den traditionellen Betätigungen
im Renn- und Wandersport eröffnet sich für uns nun eine Möglichkeit, den
Verein wieder in aller Munde zu führen. Die „Dahl´sen Dragons“ werden als
Team unseren Verein auf den Regatten vertreten. Vor genau 50 Jahren wurde unser Bootshaus eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Seither haben sich eine Reihe von Veränderungen in Form von An- und auch Umbauten im und am Bootshaus ergeben. Immer wieder aber ist es der Schaffenskraft der Vereinsmitglieder zu verdanken, dass diese Arbeiten solide und aus finanzieller Sicht für den Verein verträglich durchgeführt werden konnten. Auf
ebenfalls 50 Jahre gründet sich unsere diesjährige Zusammenarbeit mit der
Bochumer Stammbrauerei Moritz Fiege. Immer wieder hat diese uns nicht nur
rechtzeitig und ausreichend beliefert; unser Vertragspartner hat uns auch bei
vielen wichtigen Einrichtungs- und Umbauprojekten in der Vereinsgaststätte und
den Gesellschaftsräumen mit Rat und Tat zur Seite gestanden und gemütliche
Einrichtungen gestaltet. Mit
diesen nur schlaglichtartigen Jahresberichten wollen wir unsere
Vereinsgeschichte darlegen und wünschen uns, den Mitgliedern des Vereins, für
die Zukunft, dass die Gradlinigkeit der Kanuten eine lange Vereinsgeschichte
fortsetzen kann. Unseren Nachbarn und Freunden des Vereins, den Vertretern der
Verbände, den Politikern und Vertretern der Verwaltung und allen, die wir hier
nicht erwähnt haben, danken wir für die stets freundliche und vertrauensvolle
Zusammenarbeit und werden zusagen, dass wir uns für eine Fortsetzung aller
guten Kontakte verbürgen. Ahoi !
Seite zurück nach oben Seite vor
|